Red Dead Redemption - Angespielt: Rockstars Westernballade

Wir schwingen uns erstmals selbst aufs Pferd, um den wilden Westen der GTA-Macher im Galopp zu erkunden. Außerdem: neue Screenshots und Trailer

von Thomas Wittulski,
29.01.2010 13:52 Uhr

Red Dead Redemption: Wie in GTA IV gilt es aus sicherer Distanz auf die Gegner zu zielen.Red Dead Redemption: Wie in GTA IV gilt es aus sicherer Distanz auf die Gegner zu zielen.

John Marston geht mit der Zeit. Mit dem Ende der goldenen Wildwest-Ära beschafft sich der Ex-Ganove ein Stückchen Land und gründet eine Familie. Doch seine rüpelhafte Vergangenheit holt den alten Cowboy schneller ein, als ihm lieb ist. Eines Tages steht nämlich die Bundesbehörde (»The Bureau«) vor seinem Hof und droht damit, seine Familie auszulöschen. Der Grund: Während John sich als Farmer niedergelassen hat, raubt und mordet seine alte Gang weiter durchs Land. Er soll seine ehemaligen Kollegen nun aufspüren und an die Regierung ausliefern. John hat keine andere Wahl: Er schnappt sich seinen Cowboy-Hut und sattelt sein Pferd.

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Red Dead Redemption: Bösewichte lassen sich am Lasso durch die Landschaft schleifenRed Dead Redemption: Bösewichte lassen sich am Lasso durch die Landschaft schleifen

Rockstar San Diego (Midnight Club: Los Angeles) setzt bei Red Dead Redemption auf eine offene Welt wie in GTA IV. Die Fläche der drei Territorien (zwei in den USA, eines in Mexiko) übersteigt die von Liberty City jedoch bei Weiten. Damit die Wildwest-Landschaft auch authentisch dargestellt wird, haben die Entwickler die Rage-Engine (die bisher nur für moderne Metropolen zum Einsatz gekommen ist), mächtig aufgebrezelt. Das Ergebnis: Pflanzen- und Tierwelt sind in den großen Arealen zwischen den Städten mit vielen Arten vertreten, die Weitsicht in den Canyons reicht bis an den Horizont. Der dynamische Tag- und Nachtwechsel und Wettereffekte (Regen und gebietsweise sogar Schnee) verstärken die Illusion einer echten Welt.

Revolverheld

Red Dead Redemption: Die Wetter- und Lichtstimmungen sind äußert stimmungsvollRed Dead Redemption: Die Wetter- und Lichtstimmungen sind äußert stimmungsvoll

Unsere erste Mission: Im Auftrag des Sheriffs sollen wir einen Verbrecher zu Strecke bringen. Das Ödland von »Nuevo Paradiso« bereisen wir zu Pferd, dem Hauptverkehrsmittel in Red Dead Redemption. Am Zielort angekommen steht uns eine große Schießerei bevor. Das Kampfsystem erinnert stark an das von GTA IV, nur eben mit Waffen, die es tatsächlich auch im Wilden Westen gegeben hat. Ob Revolver oder Scharfschützen-Gewehr, Waffen verziehen beim Schießen etwas -- klar, so präzise wie heute hat damals Niemand geschossen. Hinter einem Felsen suchen wir Deckung. Von dort aus feuern wir immer wieder auf die gegnerischen Schergen, bis auch der letzte das Zeitliche segnet. Der gesuchten Gangsterboss flüchtet, wir schaffen es jedoch, ihn am Bein zu verletzen und fangen ihn mit unserem Lasso ein. Dann binden wir ihn an unser Pferd und schleifen ihn zum Sheriff -- lebendig, das bringt mehr Kohle und steigert unser Ansehen.

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Red Dead Redemption: In Western unabdingbar: das Minen-Szenario inklusive LorenfahrtRed Dead Redemption: In Western unabdingbar: das Minen-Szenario inklusive Lorenfahrt

In einer weiteren Mission sollen wir eine Gatling Gun aus einer Mine stibitzen. Der Weg dorthin birgt allerdings einige Überraschungen, da die Minenarbeiter -- eher untypisch -- bewaffnet sind und keine Scheu zeigen, diese auch einzusetzen. Wir arbeiten uns also langsam voran, immer aus einer Deckung in die nächste. Schließlich kommen wir zu dem Objekt der Begierde, unscheinbar verpackt in einer Holzkiste. John packt das gute Stück in einen Minenwagen, beginnt zu schieben und lehnt sich auf das Gefährt. Den Weg aus dem verwinkelten Tunnelsystem findet die Lore von selbst. Allerdings rast sie nun auf eine Barrikade aus Sprengstoff zu, die wir nur mit schneller Reaktion noch sprengen können bevor wir hindurch rasen. Mit der Lorenfahrt endet auch unsere zweistündige Anspielsession von Red Dead Redemption. Für uns steht damit fest, dass uns da ein ganz großer Titel ins Haus steht, der sich genauso gut spielt, wie er aussieht.


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