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Red Steel im Test

Weg mit Butterfly und Gurkenschäler! Wie scharf ist Ubisofts Wii-Katana wirklich?

von Markus Schwerdtel,
03.04.2007 16:11 Uhr

Schwiegerväter sind eine Plage: Sie lassen nur ausgesuchte Bewerber mit ihrem Töchterlein ausgehen, oft erst nach Vorlage von Gehaltsabrechnung und polizeilichem Führungszeugnis. Im Ego-Shooter Red Steel habt ihr es noch schwerer: Ihr müsst als Held Scott Monroe nicht nur den potenziellen Schwiegerpapa – einen Yakuza-Boss – von euren Qualitäten als Familienernährer überzeugen, sondern obendrein eure Verlobte Miyu Sato aus den Fängen eines verfeindeten Syndikats befreien. So altbacken die Story, so neuartig die Bedienung: Ubisoft nutzt in den Ballereien und Schwertkämpfen von Red Steel die Möglichkeiten des Wiimote-Controllers konsequent aus – unausgegorenes Mätzchen oder spielerische Offenbarung?

Tödlicher Zeiger

In den ersten Spielminuten wirkt Red Steel wie ein Fadenkreuz-Shooter im Moorhuhn-Stil: Mit der Fernbedienung in der rechten Hand steuert ihr einen kleinen (manchmal nur schwer sichtbaren) Punkt über den Bildschirm, das Fadenkreuz eurer aktuellen Waffe. Wenn ihr an den Rand des Blickfelds steuert, dreht sich der Held und schaut nach oben oder unten. Das ist anfangs extrem hakelig, oft vollführt man ungewollt Pirouetten, anstatt Gegner anzuvisieren. Erschwerend kommt hinzu, dass die Empfindlichkeit standardmäßig zu hoch eingestellt ist und das Fadenkreuz nahezu unkontrollierbar über den Fernseher witscht. Rund 45 Minuten Eingewöhnungszeit solltet ihr schon einkalkulieren, bevor ihr ohne Probleme kämpfen und laufen könnt. Apropos laufen: Mit dem Analogstick des Nunchuk-Controllers bewegt ihr Scott, die Schulterknöpfe lassen ihn ducken und springen. Nett: Wenn ihr den Nunchuk nach oben bzw. unten schüttelt, öffnet ihr Türen oder ladet die Waffe nach. Letzteres wird sogar durch einen coolen Soundeffekt aus dem Wiimote-Lautsprecher untermalt.

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