Seite 3: Resident Evil 4

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Von wegen dumme Bauern

Wenn man einer in die Jahre gekommenen Serie frisches Blut verpassen will, muss man sich zwangsläufig von einigen lieb gewonnenen Traditionen verabschieden. Im Fall von Resident Evil 4 bedeutet das: Der Sargdeckel bleibt zu, Zombies sind gestrichen! Anstelle der modrigen Gesellen bekommt ihr es jetzt nicht nur mit aggressivem Landvolk zu tun, sondern müsst auch das finstere Gemurmel schwarz gekleideter Mönche ertragen, legt euch mit aggressiven Tarnkappen-Brummern an, und lernt die Gewinner des Herr der Ringe-Höhlentroll-Lookalike-Wettbewerbs kennen. Insgesamt warten ca. 15 verschiedene Gegnertypen darauf, euch näher kennen zu lernen. Im Gegensatz zu den Zombies vergangener Tage ist den Feinden in RE 4 zudem nicht das Hirn weggefault. Verglichen mit anderen Spielen wurde die KI nicht zugunsten der Bombast-Optik vernachlässigt. Ihr bekommt es häufig mit vier bis fünf Gegnern gleichzeitig zu tun; trotzdem latschen die Gesellen nicht einfach auf Leon zu, um sich eine Ladung Schrot abzuholen. Die Feinde versuchen, euch zu umzingeln, schlagen Haken, während ihr sie ins Visier nehmt, oder springen euch unvermittelt mit einem riesigen Satz an die Gurgel. Zu allem Überfluss sind die Bösewichte nicht nur in der Überzahl, sondern auf erschreckende Art und Weise clever. Ein Beispiel: Eine Horde mit Äxten, Fackeln und Sicheln bewaffneter Dörfler hat uns in eine Scheune getrieben. Abgesehen von einer Leiter, die auf einen Zwischenboden führt, sowie einigen Heuballen, ist das Gebäude leer. Noch während wir uns orientieren, wird ein Fenster eingeschlagen, ein Meer aus zappelnden Armen und Beinen quillt grunzend in die Scheune. Überlebenskünstler, die wir nun mal sind, rennen wir auf die Leiter zu, klettern mit »A« auf den Zwischenboden und kicken die Leiter mit demselben Knopf zu Boden. Mit dem triumphalen Gefühl, dem Pöbel ein Schnippchen geschlagen zu haben, blicken wir in die hasserfüllten Augen der Dorfbewohner und warten ab. Ihren nun folgenden Versuch, die Leiter wieder aufzurichten, unterbinden wir mit ein paar gezielten Schüssen und wundern uns, warum sich Leon plötzlich ohne ersichtlichen Grund vor Schmerz zusammenkrümmt. Des Rätsels Lösung: Einer der Dorfbewohner hat sich mit einer Mistgabel bewaffnet unter den Zwischenboden gestellt und sie dem armen Leon zwischen den Balken hindurch in den Fuß gerammt. Ihr müsst ständig auf der Hut sein, sonst ist das Abenteuer blitzschnell vorbei. Ähnliches gilt für die aufregenden Endgegnerkämpfe. Wer sich nicht die richtige Taktik zurechtgelegt hat und auch den Kampfplatz in seiner Strategie berücksichtigt, endet als kopfloser Torso, wird aufgespießt oder einfach platt gemacht.

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