Resident Evil: The Darkside Chronicles im Test - Test für Nintendo Wii

Capcom schickt euch in The Darkside Chronicles als Zombiejäger quer durch die Resident Evil-Geschichte. Wir haben den Wii-Shooter getestet.

von Thomas Wittulski,
13.11.2009 17:00 Uhr

In einem Abschnitt verschlägt es euch ins heiße Südamerika. [Wii]In einem Abschnitt verschlägt es euch ins heiße Südamerika. [Wii]

Wie weichgekochtes Eigelb nässelt Eiter aus der lederartigen Haut verwesender Körper und verursacht einen Gestank, der einen wankenden Untoten schon auf 100 Meter Entfernung verrät. Getrieben wird der Zombie von der instinktiven Fresslust - dem Verlangen nach menschlichem Fleisch. Allein ist er dumm, äußerst träge und vor allem einfach zu besiegen. Im Kollektiv dagegen sind die wandelnden Leichen intelligent, flink und hartnäckig. In Resident Evil: The Darkside Chronicles bekommt ihr es mit letzterer Variante zu tun: Tausende infizierter Menschen, Mutanten und Tiere halten euch für den letzten genießbaren Happen auf dieser Erde. Ausgestattet mit jeder Menge Waffen schlagt ihr den Zombies aus Capcoms Railgun-Shooter diesen Gedanken sprichwörtlich aus dem Kopf. Mit Claire Redfield, Leon S. Kennedy, Steve Burnside und Jack Krauser übernehmt ihr die Rolle der populärsten Seriencharaktere und bewegt euch dabei über teils schon aus Resident Evil 2 und Code Veronica bekanntes Terrain.

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Die Geschichte

Zwischengegner, wie dieser mies gelaunte Brummer machen euch das Leben schwer. [Wii]Zwischengegner, wie dieser mies gelaunte Brummer machen euch das Leben schwer. [Wii]

Resident Evil: The Darkside Chronicles ist in drei Akte unterteilt, die zwar nicht direkt zusammenhängen, sich aber überschneiden und ergänzen. So entsteht eine spannende Geschichte, die die gesamte Storyline der Serie um interessante Aspekte erweitert und Einblicke in die persönlichen Hintergründe der Protagonisten gibt. In »Erinnerungen einer verlorenen Stadt« gibt es beispielsweise ein Wiedersehen mit Racoon City: Claire und Leon versuchen, die infizierte Stadt zu verlassen und stoßen dabei auf ein Mädchen Namens Sherry, das die Beiden von einer Zombie-Brutstätte in die nächste treibt. Das »Spiel des Vergessens« bestreitet Claire hingegen mit Steve Burnside. Darin verschlägt es euch etwa in das geheime Umbrella-Labor, das aus Resident Evil: Code Veronica bekannt ist. Bei »Operation Javier« hingegen handelt es sich um eine komplett neue Geschichte, die in gewisser Weise ein Prequel zu Resident Evil 4 darstellt: In einem Dorf in Südamerika suchen Jack Krauser und Leon nach Manuela, einer jungen Lady, die auf mysteriöse Art verschwunden ist.Während kürzere Zwischensequenzen in Spielgrafik gehalten werden, wird ein Großteil der Geschichte in Form von längeren Rendervideos erzählt. Allerdings hinkt die technische Qualität der Filme denen aktueller Titel hinterher und wirkt eher wie aus einer vergangenen Konsolengeneration.

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Kopflose Untote

Gefährlicher Endboss: Eine wütende Monsterkrake auf Futtersuche. [Wii]Gefährlicher Endboss: Eine wütende Monsterkrake auf Futtersuche. [Wii]

Die Steuerung des Railshooters ist einfach und überraschend intuitiv: Während ihr mit der Wiimote zielt und schießt, benutzt ihr den Nunchuck zum Nachladen und um die Waffe zu wechseln. Diese legt ihr euch nach Belieben auf vier Richtungen des Joysticks. Aufgesammelte Objekte, wie Heilkräuter aktiviert ihr aus einem separaten Menü heraus. Der Schwierigkeitsgrad von Resident Evil: The Darkside Chronicles passt sich eurem Können an. So ist sichergestellt, dass ihr jederzeit gefordert werdet, es aber auch nie zu schwer habt - das ist gerade bei den teils langatmigen Bosskämpfen sehr von Vorteil. Capcom versucht mit dem Spiel erstmals auch Casual-Spieler anzusprechen und hat daher die Zielarbeit im Vergleich zum Vorgänger etwas vereinfacht. So erzielt ihr Kopfschüsse deutlich unkomplizierter. Einziger Wermutstropfen: Die wackelnde Kamera verhindert oft, dass ihr einen Gegner trefft: Nicht selten stört das übertriebene Stilmittel eure Zielarbeit und schüttelt euch einfach nur wild durch die Gegend.


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