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Retro Anime Special: Dragon Quest Teil 3 - Retro-Rückblick auf Drgon Quest V bis VIII

Im dritten Teil unseres Dragon Quest-Specials nehmen wir uns die Serienteile fünf bis acht vor und sprechen über den verspäteten Triumphzug der RPG-Serie in Europa.

von Gamepro Redaktion,
17.07.2009 11:01 Uhr

Dragon Quest V: Tenkuu no Hanayome

Plattformen: Super Famicom, PlayStation 2, Nintendo DS
JP-Release: 27. September 1992 (Super Famicom)
US-Release: 17. Februar 2009 (DS)
EU-Release: 20. Februar 2009 (DS)
Auflage: ca. 5,8 Millionen verkaufte Exemplare weltweit

Mit dem Release von Dragon Quest V im Herbst 1992 war nun endgültig ein neues Zeitalter angebrochen. Im Westen galt die Serie nach endlosen Versuchen von Enix dort Fuß zu fassen als gescheitert, das Dragon Warrior-Label wurde (vorläufig) eingestellt. In Japan mussten Enix mit dem Famicom ihre gewohnte Plattform aufgeben und wechselten auf dessen Nachfolger, dem Super Famicom. Dieser Schritt wurde von den Fans mit Spannung erwartet, denn schließlich war Dragon Quest in der Vergangenheit nie für herausragende Technik bekannt. Jetzt war endlich die Gelegenheit gekommen der Serie ein Facelifting zu verpassen und kräftig an der Grafikschraube zu drehen. Allerdings holte das fertige Spiel die Leute wieder auf den Boden der Tatsachen zurück - klar, es war um einiges farbenfroher und detaillierter als die Vorgänger, letztendlich wurde der vorhandene Look aber nur leicht modernisiert.

Trotz dieser anfänglichen Enttäuschung mauserte sich die Nummer 5 dennoch zu einem der beliebtesten Dragon Quests und ist heute noch der Favorit von Chefdesigner Yuji Horii. Der Grund für diesen Status als Ausnahmespiel ist ganz simpel - Dragon Quest V hat die mitunter die sympathischsten Charaktere der gesamten Serie. Anders als in Dragon Quest IV verteilt sich die Geschichte hier nicht mehr auf verschiedene Leute sondern konzentriert sich auf einen einzigen Protagonisten, den ihr quasi sein ganzes Leben lang begleitet. Ihr startet als kleiner Knirps in der Obhut eures Vaters, erlebt gute Zeiten wie auch Schicksalsschläge, wachst schließlich zu einem stattlichen Abenteurer heran und gründet später sogar eine Familie. Durch diesen cleveren Ansatz entsteht eine derart tiefe Bindung zwischen dem Spieler und den Figuren wie bei kaum einem anderen Rollenspiel.

Auch wenn die Story das entscheidende Element von Dragon Quest V ist, hat sich auch spielerisch Einiges seit den seligen 8-Bit Tagen getan. Zum ersten Mal gab es nun die Möglichkeit, gegnerische Monster zu fangen und an seiner Seite kämpfen zu lassen. Die verhalten sich dann fast wie richtige Partymitglieder und erweitern eure taktischen Möglichkeiten beträchtlich - jede der beinahe 50 spielbaren Arten hat eigene Fähigkeiten sowie besondere Zauber und levelt parallel zu euch auf. Dieser Gameplay-Aspekt wurde später unter dem Namen Dragon Quest Monsters als selbständige Spinoff-Reihe realisiert, gehört aber auch bei jedem Titel der Hauptserie zum guten Ton und wurde rückwirkend auch in die Remakes der älteren Spiele mit eingebaut.

Wenn man sich die reinen Verkaufszahlen der Super Famicom-Version anschaut könnte man meinen dass Dragon Quest V damals nicht so gut ankam, schließlich lag Enix mit knapp 2,8 Millionen verkauften Exemplaren deutlich unter den Zahlen von Dragon Quest IV. Allerdings sollte man bedenken, dass zum Release-Zeitpunkt das Super Famicom nicht mal 2 Jahre auf dem Markt war und dementsprechend relativ wenig Grundgeräte in den japanischen Wohnzimmern standen. Dieser Umstand tat der Popularität aber wie bereits erwähnt keinen Abbruch und sorgte schließlich Anfang 2004 dazu, dass ein Remake für die PlayStation 2 erschien. Umgesetzt in zweckmäßiger 3D-Optik und mit sinnvollen Neuerungen versehen entfachte die Neuauflage die Liebe der Japaner zu Dragon Quest V erneut und konnte nochmal 1,5 Millionen Einheiten absetzten - damit war das Spiel nun auf Platz 2 der ewigen Dragon Quest-Rangfolge.

Diese PS2-Version diente dann Anfang 2009 auch als Grundlage für die Nintendo DS-Version, durch die Dragon Quest V endlich auch in Europa und den Staaten offiziell erhältlich war. Da die PS2-Fassung bereits ordentlich am Spielprinzip gefeilt hatte hielten sich die Neuerungen hier in Grenzen, wichtigstes Update war die Aufstockung euer potenziellen Bräute auf vier von bisher drei - interessant für alle, die das japanische Original in- und auswendig kennen und einen neuen Anreiz zum Durchspielen brauchen. Wie bereits beim DS-Remake des Vorgängers wurde die Zahl im Titel hierzulande entfernt, weswegen das Spiel unter dem Namen Dragon Quest: Die Hand der Himmelsbraut in den Regalen steht. Gemeinsam mit den sinnvollen Neuerungen sowie der zeitlos guten Story gilt die DS-Version als eines der besten Japano-RPGs für unterwegs - wahrlich keine schlechte Leistung!

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