Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-AboUNSER TIPP

12 Monate

 Bester Preis
 Heftarchiv jederzeit buchbar
2,99€

pro Monat

Auf geht's
Quartals-Abo
3,99€

pro Monat

3 Monate

 20% günstiger als Flexi-Abo
 Heftarchiv jederzeit buchbar
3,99€

pro Monat

Auf geht's
Flexi-Abo
4,99€

pro Monat

1 Monat

 Monatlich kündbar
 Heftarchiv jederzeit buchbar
4,99€

pro Monat

Auf geht's

Inhaltsverzeichnis

Retro Anime-Spiele - Mega Drive: Teil 2 - Rückblick auf den Rollenspiel-Klassiker Lunar

Im zweiten Teil unseres Specials sprechen wir über die revolutionäre Rollenspiel-Perle Lunar: The Silver Star und die Anfänge der RPG-typischen Zwischensequenzen.

von Gamepro Redaktion,
20.06.2009 08:00 Uhr

Dass die Japano-RPGs heutzutage zu den beliebtesten Spielen überhaupt zählen, hat gleich vielerlei Gründe. Manche Titel leben beispielsweise von ihrer spannenden Geschichte. Andere setzen hingegen auf innovative Gameplay-Ideen oder bieten ein clever-durchdachtes Kampfsystem. Ein Merkmal haben die erfolgreichsten Rollenspiele aber alle gemein: opulente Zwischensequenzen. Kaum ein RPG kommt mehr ohne die kleinen Filme aus, in denen oft minutenlang in aufwändigster Render-Optik und mit hochwertiger Sprachausgabe die Story erzählt wird. Obwohl dieses Feature mittlerweile so allgegenwärtig ist, ist es dennoch erst seit vergleichsweise kurzer Zeit ein fester Bestandteil des Genres.

Bis in die 90er hinein waren nämlich noch die Module das Standard-Medium für Konsolen-Spiele. Die waren zwar sehr robust und hatten so gut wie keine Ladezeiten, allerdings war auch ihr Speicherplatz sehr beschränkt. Gerade die mit massig Inhalt vollgestopften RPGs litten immer unter diesem Limit, oft fielen sogar komplette Spielabschnitte dem Platzmangel zum Opfer… an sowas wie Zwischensequenzen war da gar nicht mal zu denken. Die Erlösung kam dann schließlich mit dem »Speichermedium der Zukunft«, der glitzernden CD-Rom.

Auf dem PC schon seit Anfang der 90’er Standard, war die CD-Rom die Lösung aller Platzprobleme. Endlich konnten die Hersteller ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich mit dem vergleichsweise gigantischem Speicher so richtig austoben. Während sich der Rest der Welt mit den ersten CD-Rollenspielen auf der »PC-Engine« vergnügte, hatten wir Europäer allerdings das Nachsehen – weder Konsole noch Spiele wurden je hier offiziell veröffentlicht. Erst ein paar Jahre später – Mitte 1993 – wurde dieser Fehler korrigiert. Damals brachte Sega mit dem »Mega CD« ein Laufwerk für ihr 16-Bit »Mega Drive« auf den Markt, kurze Zeit darauf folgte dann auch das erste Rollenspiel: »Lunar: The Silver Star«.
»Ein Fest für die Sinne!«

Den Effekt den »Lunar« damals auf die Japano-RPG Gemeinde hatte, kann man nur schwer in Worte fassen. In Japan von »Game Arts« entwickelt und von »Working Designs« liebevoll als US-Version lokalisiert, sorgte das Spiel gleich reihenweise für offene Münder vor dem Bildschirm. Wo sich früher kleine 2D-Figürchen in ewig langen Textkästen unterhielten, gab es auf einmal bildschirmgroße Manga-Charaktere und feinste Sprachausgabe – fast schon wie bei einem Anime. Die sonst krächzige »Mega Drive«-Musik wurde gegen einen hochqualitativen CD-Soundtrack getauscht, dank vieler gesungener Stücke erinnerten manche Sequenzen sogar an Musikvideos.

1 von 2

nächste Seite



Kommentare(6)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.