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Inhaltsverzeichnis

Retro Anime-Spiele - Mega Drive: Teil 3 - Rückblick auf die gefeierte Shining Force-Serie

Es weht ein frischer Wind im Genre: Im dritten Teil unseres Mega Drive Retro-Specials geht es um den zweiten Teil der beliebten Shining Force-Serie.

von Gamepro Redaktion,
21.06.2009 08:00 Uhr

Ende der 80’er Jahre stand Sega vor einem kniffligen Problem. Ihre damals brandneue 16-Bit Konsole, das »Mega Drive«, brauchte dringend Software-Nachschub. Action-Titel und 2D-Shooter hatte man genug im Angebot, doch ausgerechnet die allseits-beliebten Rollenspielen waren abgesehen von der »Phantasy Star«-Serie Mangelware. Exklusiv an Nintendo gebunden konnten die beiden großen RPG-Entwickler Enix und Squaresoft weder »Dragon Quest« noch »Final Fantasy« auf das »Mega Drive« bringen, auch sonst wollte kein Publisher den lukrativen »NES«-Zug verlassen. Was sollte man tun?
Die Lösung bestand (wie so oft bei Sega) in der Eigeninitiative. Fluchs wurden gleich zwei RPG-Studios aus dem Boden gestampft: »Sonic! Software Planning« und »Climax Entertainment«. Gemeinsam hatten die beiden Entwickler-Teams nun den Auftrag, die Rollenspiel-Lücke des »Mega Drives« zu schließen. Unter dem »Shining«-Label sollten viele verschiedene Spiele erscheinen, die alle möglichen Bereiche des RPG-Genres abdecken – seien es klassische Rollenspiele, Action-RPGs oder auch Strategie-Titel.

»Es weht ein frischer Wind im Genre«

Den Anfang machte 1991 »Shining in the Darkness«, ein respektabler Dungeoncrawler, vergleichbar mit Computer-RPGs wie »Ultima« oder »Wizardry«. Spielspaß-technisch zählte der Titel zwar nicht unbedingt zur Genre-Elite, zeigte aber damals schon, was die »Shining«-Spiele in Zukunft ausmachen wird – hübsche Animegrafik, temporeiches Gameplay und eine intuitive Steuerung. Der Durchbruch folgte dann schließlich ein Jahr später mit »Shining Force« - einem ungewöhnlichen Genre-Mix, der elegant Strategie mit RPG-Elementen verband und damit sehr viel Anklang in der Rollenspieler-Gemeinde fand. Beflügelt vom Erfolg machten sich die Entwickler sogleich an die Fortsetzung und präsentierten 1994 der Öffentlichkeit »Shining Force II«.

»Shining Force II« versetzt euch in die Rolle von Bowie, einem energischen Nachwuchs-Helden, der im eigentlich recht friedlichen Königreich Granseal lebt. Momentan geht allerdings alles drunter und drüber – ein Dieb hat aus dem benachbarten Schrein zwei wertvolle Juwelen geraubt, dazu wurde der König hinterrücks angegriffen und ist nun ans Bett gefesselt. Zusammen mit seinen Freunden Sarah und Chester sowie dem altersweisen Magier Astral macht sich Bowie auf, um Licht ins Dunkel zu bringen. Auch wenn die Storyline recht konventionell erscheinen mag, ist sie für ein Spiel des Jahrgangs 1994 durchaus gelungen. Die Dialoge sind witzig, die Charaktere gut durchdacht – kurzum, sie hält euch stets gut bei der Stange.

Vom Gameplay her gehört »Shining Force II« zu den sogenannten Strategie-RPGs - einer Untergattung der Rollenspiele, in der die Genre-üblichen Kämpfe gegen epische Massenschlachten getauscht werden. Anders als beim Großteil der heutzutage bekannten Strategie-RPGS geht »Shining Force II« allerdings einen etwas anderen Weg. Während Genre-Vertreter wie »Fire Emblem« und »Final Fantasy Tactics« sich komplett auf die Kämpfe konzentrieren und die Spiele-Welt auf eine Handvoll Menüs reduzieren, erhält sich »Shining Force II« den Status eines vollwertigen Rollenspiels. Wie in einem ganz normalen RPG lauft ihr selbst durch die Locations, reist auf einer weitläufigen Oberwelt zwischen den vielen Örtlichkeiten hin und her und redet dabei mit Hunderten von Personen.

»Drache auf E4!«

Erst innerhalb der Kämpfe zeigt »Shining Force II« dann sein wahres Gesicht. Auf einer mehrere Bildschirme umfassenden Karte stehen sich Charaktere und Gegner gegenüber, bereit zur großen Schlacht. Wie bei einem Schachspiel gilt es nun für euch Zug um Zug die Spielfiguren clever zu positionieren und den Gegner möglichst effektiv aus dem Weg zu räumen. Dies ist aber einfacher gesagt als getan. Oft wuseln mehr als ein Dutzend Figuren auf dem Feld herum und verlangen euch ein gesundes Maß an Konzentration und Voraussicht ab – doch genau das ist es, was an »Shining Force II« soviel Spaß macht.

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