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Auf geht's

Retro-Spiele - Winter Games - Special: C64-Klassiker im Rückblick

Zum Start der Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 stellen wir euch in unserem Retro-Special den Sportspielklassiker Winter Games vor.

von Benjamin Blum,
11.02.2010 17:00 Uhr

Winter Games (Epyx, 1985)Winter Games (Epyx, 1985)

Nach Meinung vieler Sportfans in Deutschland könnte man die Jahre mit einer ungeraden Zahl am Ende streichen -- denn es gibt weder ein großes, internationales Fußballturnier, noch olympische Spiele. Doch nachdem wir die Durststrecke 2009 überstanden haben, beginnt die neue Dekade mit einem Höhepunkt: den olympischen Winterspielen. Dieses Ereignis ist deshalb so beliebt, weil die deutschen Athleten stets kiloweise Edelmetall mit nach Hause bringen. In der Welt der Videospiele dagegen warten wir schon lange darauf, dass wieder ein Wintersport-Spiel erscheint, das eine Goldmedaille verdient hat. Grund genug, passend zu den olympischen Spielen in Vancouver ein Highlight der Pixel-Olympiaden vorzustellen: Winter Games aus dem Jahre 1985.

» Winter Games - Retro-Video ansehen

Neon und Floppy

Winter Games: Bei den Trickski-Sprüngen sind ein gutes Auge und noch besseres Timing gefragt.Winter Games: Bei den Trickski-Sprüngen sind ein gutes Auge und noch besseres Timing gefragt.

Grelle Neontöne treffen auf Pastellfarben – schon das Cover von Winter Games weckt in uns die pure 80er-Nostalgie. Flitzen dann die Pixel-Athleten durch die Loipe oder über die Eisbahn, während wir unseren Joystick malträtieren, sind wir endgültig in der Zeit von Floppy-Disk und Datasette angekommen. So wie man nie die Tastenkombinationen der Spezialattacken seiner Lieblings-»Street Fighter« vergisst, so schnell schießen uns auch beim Biathlon die nötigen Steuerungsbefehle in den Kopf: Links und rechts, immer wieder und schön im Rhythmus, beim Schießen dann die Kammer leeren (unten), Nachladen (oben) und Schuss (Feuerknopf)! Verdammt, vorbei. Wir ballern immer noch überhastet los.

Rennen mit Rhythmus

Winter Games: Biathlon ist das unbestrittene Highlight. Wer den besten Rhythmus und eine ruhige Hand hat, gewinnt.Winter Games: Biathlon ist das unbestrittene Highlight. Wer den besten Rhythmus und eine ruhige Hand hat, gewinnt.

In Winter Games gibt es sieben Disziplinen: Den schon angesprochenen Biathlon, Trick-Skisprünge namens »Hot Dog«, Eisschnelllauf, Skispringen, Bobfahren sowie das Kurzprogramm und die Kür beim Eiskunstlaufen. Fast alle Wettbewerbe bieten eine simple wie ausgefuchste Spielmechanik. So ist der Biathlon ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Sportart auch mit einfachen Mitteln authentisch inszenieren kann: Von gleichmäßigen Laufbewegungen in der Ebene über den Sprint am Berg bis zur Konzentration beim Schießen spiegelt die Disziplin all das wider, was den realen Wettbewerb in der Loipe auszeichnet.

Winter Games: »Zockerkrieg« statt »Zickenkrieg«: Die Eisschnelllauf-Duelle sorgten für manchen Streit.Winter Games: »Zockerkrieg« statt »Zickenkrieg«: Die Eisschnelllauf-Duelle sorgten für manchen Streit.

Ähnliches gilt für den Eisschnelllauf: Hier ist nicht allein die Schnellkraft gefordert, wie etwa bei Decathlon. Stattdessen müssen die Kufen in einem schnellen wie gleichmäßigen Rhythmus auf das Eis klacken, um das maximale Tempo aufzunehmen. Da diese Disziplin die einzige mit einem geteilten Bildschirm für zwei Spieler ist, erleben wir auf der Eisbahn seinerzeit hitzige Rennen. Je nach Blickwinkel besonders frustrierend oder triumphal ist die Situation, wenn einer der beiden Athleten vor dem Bildschirm mit seinem Joystick aus dem Rhythmus kommt: Während er mit hektischem Gefuchtel nach links und rechts versucht, wieder Tempo aufzunehmen, gleitet der Gegner mit halb so schnellen, aber gleichmäßigen Bewegungen elegant an ihm vorbei.

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