Rock Band im Test

Ein hoher Preis, viel Aufbauarbeit und Schweiß - alles, wie bei einem echten Konzert. Oder? Endlich ist Rock Band für die Xbox 360 da! Hier im Test.

von Bernd Fischer,
21.05.2008 14:28 Uhr

Wir alle lieben Guitar Hero. Das unvergleichliche Spielgefühl. Das süchtig machende Prinzip mit seiner genialen Lernkurve. Und vor allem: Die absolute Coolness, mit der sich im Wohnzimmer abrocken lässt. Wie ist es aber, wenn zum Klampfen-Geschehen noch ein Sänger und Schlagzeuger hinzukommen? Wird es hektisch und unübersichtlich, oder einfach nur cool? Rock Band besteht diesen Test größtenteils mit Bravour, auch wenn es einige Wolken im Paradies gibt…

Ähnlich wie beim Gitarren-Original handelt es sich bei Rock Band im Grunde um einen simplen Reaktionstest: Zum Rhythmus eines Songs wandern auf einer Leiste farbige Symbole entlang, die ihr zu einem bestimmten Moment auf eurem »Instrument« aktivieren müsst. Je präziser ihr die Symbole erwischt, desto sicherer dudelt eure Band das Lied nach. Die Besonderheit von Rock Band liegt im Zusammenspiel der einzelnen Instrumente: Zwar könnt ihr die 67 Tracks auch solo meistern (im Karriere-Modus düst ihr dann mit Tourbus und Crew durch die Lande), so richtig gut wird es aber erst, wenn vier Bandmitglieder zusammenkommen: Der Schlagzeuger trommelt zum Takt, die beiden Saitenzupfer schrammeln den Song entlang, der Sänger trällert per Mikro die entsprechenden Textzeilen mit.

Problem: Um das gesamte Paket genießen zu können, müsst ihr tief in die Tasche greifen: Satte 240 Euro zahlt ihr für die komplette Ausstattung, das einzelne Spiel geht für 70 Euro über die Ladentheke. Es lassen sich aber auch alle Guitar Hero-Klampfen verwenden, zumindest in der getesteten Xbox 360-Version. Nichtsdestotrotz: Für den stolzen Preis hätte die Verarbeitung der Instrumente besser ausfallen müssen. Die Pads des Drumkits sind zwar schlagfest, die Erkennung reagiert bei schnellen Passagen aber etwas zu ungenau. Und: Da die Sticks auf den Pads sehr laut sind, werdet ihr bald genervte Blicke eurer Mitspieler ernten, die ihr eigenes Instrument im Trommel-Stakkato nicht mehr hören. Die Gitarre spielt sich aufgrund eines fehlenden Widerstands beim Anschlag etwas schwammiger als bei der Activision-Vorlage, auch die Tasten wackeln leicht. Der Klang des Mikrofons geht in Ordnung, Sound-Puristen dürften sich aber über leichtes Knarzen ärgern.


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...