Rocket League im Test - Die Rakete zündet auf der Xbox One

Anpfiff zum Autoball – Rocket League ist da! Wir haben die Xbox-One-Version mit der PS4-Fassung verglichen.

von Benjamin Blum,
19.02.2016 16:21 Uhr

Rocket League - Launch Trailer der Xbox-One-Version Rocket League - Launch Trailer der Xbox-One-Version

Das war überfällig: Nachdem PS4-Besitzer schon seit Juli 2015 in Rocket League auf Torejagd gehen, flitzen und fliegen nun auch Xbox-One-Zocker in ihren Autos dem Ball hinterher. Wir haben gleich zum Release den überschaubaren Download (2,5 Gigabyte) geordert um zu kontrollieren, ob Entwickler Psyonix die Umsetzung gelungen ist. Doch schon nach ein paar Klicks durch die Menüs und während unserer ersten Matches wird klar, dass es keinerlei Grund zur Sorge gibt: Rocket League auf Xbox One spielt sich exakt so wie auf der PS4. Wir lenken also unser Auto durch geschlossene Arenen und jagen einem Ball nach, um ihn ins gegnerische Tor zu wuchten. Die Steuerung ist dabei genauso griffig und präzise wie zuvor, was auch die größte Stärke des Spiels ist: Im Gegensatz zu FIFA und anderen Sportspielen kommt es hier allein auf unsere eigenen Fähigkeiten an – und natürlich die unserer (bis zu drei) Mitspieler. Da auch die Ballphysik auf der Xbox One sehr gut gelungen ist, entstehen spannende Matches mit teils haarsträubenden Szenen und Siegtoren in den Schlusssekunden, sodass sich Jubelstürme und Wutausbrüche vor dem Fernseher im Minutentakt abwechseln. Kurz: Die Rocket-League-Formel funktioniert auch hier bestens. Bleiben nur noch die Fragen nach der Server-Performance und einigen Unterschieden im Detail.

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Rocket League
Genre: Sport
Release: 17.02.2016

Stotternde Server

Xbox-One-Besitzer bekommen die komplette Rocket-League-Erfahrung – also auch die zu erwartenden Server-Probleme zum Start. Wir haben zur Zock-Prime-Time nach 20 Uhr kurze Server-Komplettausfälle erlebt oder zumindest minutenlang auf den Beitritt zu einem Spiel gewartet. Kommt eine Partie zustande, hören die Probleme keineswegs auf: Dass ein Zwei-gegen-Zwei-Match auf einem EU-Server spürbar ruckelt, haben wir auf der PS4 seit Monaten nicht erlebt. Trotzdem sehen wir das alles entspannt – denn auf der PS4 waren die Probleme damals weitaus größer. Die Entwickler haben also offensichtlich einiges dazugelernt und lassen diese Erfahrungen in den Netzcode für die Xbox One einfließen. Wir sind deshalb optimistisch, dass die Serverprobleme schon bald spürbar abnehmen. Was dabei hilfreich sein könnte, ist die ansonsten nicht unbedingt positive Tatsache, dass die One-Version kein Cross-Plattform-Gaming mit PC-Spielern erlaubt.

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In Sachen Umfang hat die Xbox-Fassung einen handfesten Vorteil gegenüber der PS4-Version: Für alle Käufer gibt es die drei DLC-Inhalte Supersonic Fury, Die Rache der Battle Cars und Chaos Run kostenlos, in denen insgesamt sechs Fahrzeuge stecken. Obendrein warten noch zwei Karren bekannter Spiele-Marken darauf, freigeschaltet zu werden: Der Hogsticker, also die Rocket-League-Variante des Warthog aus Halo, sowie der Armadillo, in dem Marcus Fenix und seine Kameraden durch die Gears of War-Reihe rollen. Ein Manko in Sachen Umfang gibt es derzeit aber doch: Auf der Xbox One sind derzeit nur die Standard-Modi verfügbar, aktuelle Extras wie Rocket Labs mit experimentellen Arenen gibt es noch nicht – aber auch das werden die Entwickler wohl bald nachbessern.

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