Schwarz-gelbe Koalition - Killerspiele - Gewaltspiel-Verbot geplant?

Wie will die neue CDU/CSU/FDP-Bundesregierung laut Koalitionsvertrag mit den Themen Gewaltspiele und Internetsperren verfahren?

von Gamepro Redaktion,
26.10.2009 15:48 Uhr

Die neuen Regierungsparteien CDU/CSU und FDP haben sich auf einen Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode geeinigt. In dem Papier unter dem Titel »Wachstum - Bildung - Zusammenhalt« wird auch der Umgang mit Computerspielen erwähnt. Dabei überrascht, dass im Gegensatz zum vorherigen Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD keine Rede von einem »Killerspiel«-Verbot ist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Tatsächlich fällt weder das Wort »Killerspiel«, noch ist von Gewaltspielen die Rede. Stattdessen heißt es in dem Text der neuen Bundesregierung: »Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden. Deswegen soll die Entwicklung hochwertiger, kulturell und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien gefördert und der Deutsche Computerspielpreis aufgewertet werden.«

Außerdem heißt es in dem Papier: »Wir werden keine Initiativen für gesetzliche Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen ergreifen.« Im Wahlkampf hatte die CDU noch verdächtig mit dem so genannten »Three-Strikes«-Modell nach französischem Vorbild geliebäugelt. Danach soll Internetnutzern, die urheberrechtlich geschütztes Material (Spiele, Musik, Filme) herunterladen nach zweimaliger Verwarnung der Internetzugang vorübergehend gesperrt werden.


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