Sea of Thieves - Der ideale Piraten-Sandkasten?

Auf der Gamescom haben wir eine Präsentation von Sea of Thieves gesehen. Die machte Spaß – ließ aber auch Fragen offen.

von Tobias Veltin,
18.08.2016 09:39 Uhr

Sea of ThievesSea of Thieves

Rares nächstes Spiel Sea of Thieves soll erst im nächsten Jahr für die Xbox One erscheinen, auf der Gamescom in Köln konnten wir allerdings schon jetzt einen Blick auf das Piratenabenteuer werfen. Hier sind alle Infos aus der Präsentation:

  • Generell ist Sea of Thieves ein riesengroßes Sandbox-Game – Rare nennt es „Shared-World“ - in dem man sich seine Abenteuer selbst zusammensuchen muss.
  • Eine übergreifende Story gibt es nicht, es wird aber Lore-Elemente geben, zum Beispiel NPCs mit Hintergrundgeschichte.
  • Es gibt keinen vorgegebenen Weg, wir können einfach drauflos erkunden.
  • Quests soll man auf verschiedene Arten bekommen, zum Beispiel von NPCs oder auch als Flaschenpost, die man überall in der Welt finden kann.
  • Große Schiffe sollen von 4-6 Spielern gesteuert werden, Beute wird innerhalb der Crews aufgeteilt.
  • Am besten funktioniert die Bootstour mit einer großen Crew dann, wenn jeder eine andere Aufgabe übernimmt. Einer muss zum Beispiel die Segel setzen, ein anderer steht am Ruder, ein anderer wiederum besetzt die Kanonen.
  • Es soll Schäden an den Schiffen geben, die Crew dann schnellstmöglich zusammenflicken muss.
  • Durch die Ego-Perspektive soll ein intensiveres Mittendrin-Gefühl entstehen.
  • In der Welt ist zwar noch nicht allzu viel los, der Grafikstil und die Optik von Sea of Thieves gefällt aber. Besonders die realistisch schwappenden Wellen sehen klasse aus und sorgen bei der Präsentation fast schon für eine leichte Seekrankheit.
  • Jedes Schiff hat einen Besitzer, man muss sich also auf Stress einstellen, wenn man sich ein fremdes Schiff unter den Nagel reißen will.
  • Es ist auch möglich, kleine Boote alleine zu fahren, bei größeren ist das auch möglich, soll aber nicht so viel Spaß machen.
  • Rare will dem Spieler mehrere Motivationen an die Hand geben, zum Beispiel durch Kämpfe (u.a. gegen Skelette) oder durch Schatzkarten, die uns zu verborgenen Kostbarkeiten führen sollen.
  • Crossplay mit der PC-Version will man während der Präsentation noch nicht bestätigen, es deutet aber alles darauf hin.
  • Kommunikation ist gerade bei großen Mannschaften enorm wichtig, Rare ist allerdings bewusst, dass nicht jeder ein Mikrofon benutzen will. Deshalb wird es ein System geben, mit dem es möglich ist, auch nonverbal zu kommunizieren, wahrscheinlich über vorgefertigte Satzbrocken.
  • Es gibt vermeintlich nichtige Aktionen wie Rum trinken oder Ziehharmonika spielen – wie auch das Schiff fahren wird’s das erst in der Gruppe wirklich lustig.


Tobias Veltin
@FrischerVeltin
Sea of Thieves erinnert mich irgendwie ein bisschen an No Man’s Sky: Riesengroß und keiner weiß so richtig, was man da eigentlich die ganze Zeit macht. Etwas hat Rares Piratenspiel dem Weltraumabenteuer von Hello Games aber definitiv voraus – nämlich den Multiplayer-Modus, der für eine ganze Menge Spaß sorgen dürfte. Denn das Konzept, sich in Crews zusammenzuschließen, Schätze zu entdecken und übers virtuelle Meer zu schippern, klingt ziemlich spannend, gerade der Ansatz, dass jeder aus der Crew eine andere Rolle einnimmt, gefällt mir sehr gut. Der Zufallsfaktor, auf den Rare bewusst setzt, macht mir dagegen noch ziemliche Kopfschmerzen. Entdeckt man wirklich genug Flaschenpost-Nachrichten oder stolpert über genügend kuriose Situationen, um das Spiel dauerhaft interessant zu halten? Und macht das Spiel auch alleine Spaß? Wichtige Fragen, auf die wir wahrscheinlich erst zum Release eine Antwort bekommen werden.

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