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Shoot Many Robots im Test - Wie der Name, so das Spiel

Frei nach Bob Dylan fragen wir: »How many Robots must a man shoot down?« Der Test zu Shoot Many Robots für PSN und Xbox Live zeigt: Es sind eindeutig zu viele.

von Patrick Mittler,
16.03.2012 11:01 Uhr

Von wegen Mayakalender: In Shoot Many Robots geht die Welt 2012 unter, weil sich die Maschinen erheben. In ihren toten roten Augen lodert die kalte Mordlust: Mit Kettensägen, Miniguns und Raketenwerfern gehen sie der Menschheit an den Kragen.

Die einzige Hoffnung: P. Walter Tugnut, ein schießwütiger, biersaufender White-Trash-Prolet, wohnhaft in einem Trailerpark. Und das war’s auch schon alles, was es zur Story von Shoot Many Robots zu schreiben gibt.

Der Titel des Spiels IST nämlich wortwörtlich der gesamte Plot. Ihr knallt sehr, sehr viele Roboter über den Haufen. Shoot Many Robots fühlt sich dabei vom Fleck weg an wie der Klassiker Contra: Ihr drückt die Feuertaste permanent durch und putzt Gegner vom Schirm, die links und rechts auf euch einstürmen. Solch typisch-zeitloser Shooter-Spaß zündet auch in Shoot Many Robots sofort.

Shoot Many Robots - Screenshots ansehen

Die Grafik hat einen netten Cartoonstil (vergleichbar etwa mit Borderlands ), aus den Boxen schallen schmissige Rock- und Bluessongs und wir schrotten im Akkord hunderte Roboter. Da denkt sich nicht nur Mister Tugnut: Das Ballerleben ist schön. Perfekt ist es jedoch keineswegs.

Besonders Solospieler ärgern sich über zwei Dinge. Erstens: Die Steuerung. Anscheinend haben die Entwickler dabei Anleihen bei etwas älteren Ballereien genommen. Shoot Many Robots verzichtet auf die eigentlich logische Twin-Stick-Steuerung. Ihr braucht nämlich nur den linken Stick, der gleichzeitig Lauf- und Schussrichtung steuert.

Diese Standard-Toaster mit Kettensäge zersiebt ihr zu Hunderten.Diese Standard-Toaster mit Kettensäge zersiebt ihr zu Hunderten.

Ihr könnt also immer nur in Laufrichtung ballern oder per Druck auf den linken Trigger stehen bleiben und frei zielen. Das ist umständlich, ungewohnt und einfach nicht praktikabel. Auf den Face-Buttons liegen hingegen Springen, Schießen und eine Konterattacke, mit der ihr Projektile an den Absender zurückschickt. Das resultiert in unnötig viel Daumengymnastik in der Hitze des Gefechts, denn da braucht hüpft, ballert und kontert ihr bestenfalls gleichzeitig.

Zu. Viele. Roboter.

Zweitens geht dem Roboter-Dauerkillen bald die Puste aus. Ablauf, Levelbausteine und Gegnertypen wiederholen sich allzu schnell. Immer wieder knallt ihr ähnliche Angriffswellen über den Haufen. Die Standard-Blecheimer haben zudem nichts in der Metallbirne.

Gefährlich werden die Roboter nur in der Masse und weil sie unverschämt viel einstecken. Oft heizt ihr minutenlang auf einen dickeren Gegner, nur damit euch das Spiel im nächsten Moment seinen Zwillingsbruder vor die Flinte knallt. So komisch es klingt: Shoot Many Robots hätten ein paar Roboter weniger ganz gut getan.

Gähn: Dieser Boss feuert eine Flammenwand, deren Muster selbst Kleinkinder schnell durchschauen.Gähn: Dieser Boss feuert eine Flammenwand, deren Muster selbst Kleinkinder schnell durchschauen.

Besonders lasch sind die Endbosse. Die haben meist nur ein Angriffsmuster in petto und das durchschaut ihr auf den ersten Blick. Einen Riesenzeppelin haben wir etwa aus dem Stand vom Himmel geputzt, weil der bemitleidenswerte Roboter lediglich eine handvoll Raketen abfeuern kann, die wir mit einer Salve schnell zerschießen.

Ansonsten nutzt ihr sehr oft das Gelände aus, etwa erhöhte Plattformen. Aus diesem toten Winkel ballert ihr die Blechbrut meist gefahrlos über den Haufen. Seltsam ist nur, dass es sich dabei wohl um eine bewusste Designentscheidung handelt, denn manche Passagen hätten wir ohne diese KI-Verarsche gar nicht geschafft. Anfangs ist Shoot Many Robots beinahe zu leicht, spätere Levels werden besonders für Solospieler aber zur Tortur.

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