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Six Days In Fallujah - Vorschau für PlayStation 3 und Xbox 360

Konami möchte die blutigste Schlacht des dritten Irakkriegs realistisch als Spiel umsetzen. Die CIA finanziert mit. Hier der Ersteindruck unserer US-Kollegen.

von Gamepro Redaktion,
15.04.2009 14:44 Uhr

"Ganz ehrlich, ich glaube die Leute haben Angst davor", sagt Peter Tamte. "Der Irak-Krieg ist natürlich ein umstrittenes Thema." Tamte ist der Präsident von Atomic Games, einem Spieleentwickler, der gerade einen mutigen neuen Militär-Shooter namens "Six Days In Fallujah" fertigstellt. Das Spiel findet in der blutigsten Schlacht des Irak-Krieges statt, der Schlacht von Fallujah (dt.: Falludscha) und es hält sich bei diesem Erwachsenenthema auch nicht zurück. "Bei einem Film, einer Fernsehsendung oder einem Buch würde man die Darstellung des Irak-Krieges nicht in Frage stellen", fährt Tamte fort. "Warum soll das für ein Video-Spiel nicht gelten?"

"Shock and Awe"

Der Ursprung von Six Days In Fallujah reicht bis zum Jahr 2003 zurück und könnte vielleicht die umstrittenste Grundlage für ein Spiel darstellen, von der wir je gehört haben. "Eine der Abteilungen unserer Firma entwickelte Trainings-Programme für das US Marine Corps", erklärt Tamte, "und man stellte einige Marines des Third Battalion First Marines ab, um uns zu helfen." Durch einen unglücklichen Zufall wurde dieses Battalion in den Irak gerufen, um dort in der blutigsten Schlacht des Krieges eingesetzt zu werden - der Schlacht von Falludscha. "Falludscha war und ist noch immer der größte Angriff auf eine Stadt seit dem Vietnam-Krieg", sagt Tamte, "und beinahe die Hälfte der Marines in diesem Battalion wurde getötet oder verwundet." Das Team um Tamte war diesen Marines näher gekommen und betrachtete sie als Freunde. "Als sie von Falludscha zurückkamen, wollten sie, dass wir ein Videospiel über ihre Erfahrungen dort entwickeln", denkt Tamte zurück. "Es schien richtig zu sein, das zu tun."

Das ernannte Ziel von Six Days In Fallujah ist es, den realistischsten Militär-Shooter zu entwickeln, der möglich ist. "Letztendlich fragen wir uns alle, wie es wohl wäre, wirklich in einem Krieg zu sein", so Tamte. "Ich spiele seit ewigen Zeiten Militär-Shooter und es gibt beim Spielen diesen Punkt, an dem ich merke, dass es künstlich ist. Man sieht einfach, dass da ein paar Leute in einem Zimmer saßen und das Spiel entwarfen", meint er. "Das hat mich immer gestört." Also hat das Team von Atomic Games damit begonnen, Informationen von einer großen Anzahl an Quellen zu sammeln: zurückgekehrte Marines, irakische Zivilisten, feindliche Aufständische, Kriegshistoriker und hohe Offizielle des Militärs. Insgesamt gaben über 70 Personen eine detailierte Beschreibung der Schlacht ab. Das Ergebnis bezeichnet Atomic Games als akribisch genaue Version von Falludscha im Spiel, bei dem sogar echte Marines ihre Namen und ihr Aussehen zur Verfügung stellten und spezielle Ereignisse der Schlacht wiedererstehen. "Es ist fast wie eine Zeitreise", fügt Tamte hinzu. "Man erlebt das Geschehen so, wie es wirklich passierte."

Durch die Interviews und die Recherche hatten die Spiele-Entwickler auch die überraschend komplexe, psychologische Seite der Schlacht kennengelernt, wie uns der Creative Director des Spiels, Juan Benito, ausführlich darlegt. "Durch unsere Gespräche mit den Marines entdeckten wir, dass es auch einen emotionalen, psychologischen Spannungsbogen bei der Schlacht von Falludscha gab." Laut Benito waren viele der Marines relativ jung, sogenannte "Boots" in der Sprache der Marines, und betraten Falludscha voller Energie und kampfbereit. "Marines werden dazu trainiert, niemals nachzugeben", erklärt Benito, "also hatten wir in Falludscha die unaufhaltsame Kraft, die auf den unbeweglichen Gegenstand traf." Als die Marines erstmals in die nördliche Ecke von Falludscha eindrangen, waren sie energiegeladen und enthusiastisch. Aber am dritten und vierten Tag der Schlacht hatte sich das Hochgefühl des Kampfes "in die Tiefen der Verzweiflung verwandelt", erzählt Benito. "Die Marines waren nicht auf einen derart heftigen Widerstand in Falludscha vorbereitet... das war eine ganz neue Situation und sie mussten sich anpassen." Und das taten sie.

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