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Spider-Man: Edge of Time im Test - Spielspaß am seidenen Faden

Spider-Man gepaart mit Zeitreisen! Das klingt nach einer vielversprechenden Kombi. Doch in Spider-Man: Edge of Time geht die Formel nicht ganz auf.

von Michael Degner,
28.10.2011 15:23 Uhr

Der Alltag eines Superhelden ist alles andere als einfach. Andauernd Leute retten, die sich in die wirklich dämlichsten Situationen gebracht haben, unzählige Gangster ins Kitchen befördern und immer wieder versuchen Superschurken die Weltherrschaft an sich zu reisen. Dazu kommt die ach so große Verantwortung, die mit der großen Kraft einhergeht. Deshalb gönnt sich unsere Lieblingsspinne Spider-Man derzeit zumindest im Kino eine Auszeit. Publisher Activison denkt aber nicht mal im Traum daran Spidey etwas Ausspannen zu lassen. Seit letztes Abenteuer ist mit Spider-Man: Dimensions noch nicht mal ein Jahr her und schon zwängt er sich wieder in sein schniekes Helden-Outfit. In Spider-Man: Edge of Time muss er sogar dem eigenen Tod von der Schippe springen.

Spider-Man: Edge of Time - Test-Video 5:06 Spider-Man: Edge of Time - Test-Video

Der verrückte Professor

Hier verkloppt Spidey gerade die Gegner, um in den Besitz eines heißbegehrten Schlüssels zu kommen.Hier verkloppt Spidey gerade die Gegner, um in den Besitz eines heißbegehrten Schlüssels zu kommen.

Immer diese verrückten Wissenschaftler. Walter Sloan, seines Zeichens Mitarbeiter beim mächtigen Alchemax-Konzern hat 2099 eine Möglichkeit zur Reise durch die Zeit entwickelt. Also springt er kurzerhand in die 70er und gründet Alchemax einige Jahre vor der eigentlichen Entstehung. Das hat katastrophale Folgen: New York verwandelt sich in eine Stadt der Unterdrückung und des Schreckens. Dass darf so natürlich nicht bleiben und deshalb verbündet sich Miguel O’Hara (Spider-Man des Jahres 2099) mit dem 70er-Jahre Peter Parker. Allerdings muss er diesen erst mal retten, sonst wird er im 66. Stock des Alchemax Hauptgebäudes durch die Hand von Anti-Venom sterben.

Der Blechhaufen

Um Miguel O'Hara in der Zukunft vor einem riesigen Mech zu retten, zerstört Peter Parker kurzerhand den Prototyp.Um Miguel O'Hara in der Zukunft vor einem riesigen Mech zu retten, zerstört Peter Parker kurzerhand den Prototyp.

Ihr schlüpft abwechselnd in die körperbetonten Superhelden-Kostüme von Peter Parker und Miguel O'Hara. Da die beiden durch die Zeit miteinander verbunden sind, haben ihre Handlungen entscheidende Auswirkungen. So droht zum Beispiel ein riesiger Kampfroboter Spinnen-Mus aus Spider-Man 2099 zu machen. Also macht sich Peter Parker auf und zerstört den Prototyp des Ungetüms. Denn ohne Vorlage auch kein überdimensionierter Blechhaufen. Solche Sequenzen sind aber auch schon das Highlight von Spider-Man: Edge of Time. Dazwischen rennt ihr durch langweilige Level-Schläuche, verkloppt die immer gleichen Gegnertypen, öffnet unzählige Türen und sucht gefühlt tausend Schlüssel, um, wer hätte es gedacht, noch mehr Türen zu öffnen. Das Kampfsystem ist im Vergleich zu Spider-Man: Dimensions zwar etwas besser geworden, besitzt insgesamt aber immer noch zu wenig Tiefgang. Deshalb verlieren die zahlreichen Prügeleien schnell ihren Reiz. Daran kann auch das rudimentäre Upgrade-System nichts ändern.

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