Spieleindustrie - »Methoden wie Tabakfirmen« - Australian Christian Lobby äußert sich

Australian Christian Lobby vergleicht die Argumentation der Spielebranche mit der Tabakindustrie.

von Daniel Raumer,
08.03.2010 14:52 Uhr

In Australien tobt weiter eine öffentliche Debatte darüber, ob die Regierung eine »Ab 18«-Wertung für Videospiele einführen sollte. Nachdem die Regierung in einer Unterschriftenaktion die Bürger dazu aufgerufen hat, ihre Meinung zur Neuregeleung der Altersfreigaben abzugeben, schalten sich auch Institutionen in die Debatte ein. Der Spieleinzelhändler EB Games unterstützt die Aktion und ermöglicht die Teilnahmen in seinen Ladengeschäften.

Auch die Australian Christian Lobby bezieht nun zum Thema »Zusammenhang zwischen Gewaltinhalten in Videospielen und realer Gewalt« Stellung. Dabei vergleicht sie Spielehersteller mit Tabakkonzernen.

Michael AtkinsonMichael Atkinson

»Wir sind der Meinung, dass die Behauptung der Spieleindustrie, ein solcher Zusammenhang sei nicht bewiesen, mit der Taktik der Tabakunternehmen zu vergleichen ist, die die Verbindung zwischen Rauchen und Lungenkrebs in Frage stellte.«

Auch der Australische Generalstaatsanwalt Michael Atkinson bezog klar und wiederholt Stellung gegen Videospiele. So bezeichnete er Spieler als »Randgruppe« vor der man die Gesellschaft schützen müsste.

Unterdessen geht die Unterschriftenaktion für die »Ab 18«-Einstufung in Australien weiter. Möglicherweise sorgen Aussagen wie die obige auch dafür, dass inzwischen 55.000 Stimmen gesammelt wurden. Das Branchenportal gamesindustry.biz spricht von einem Erfolg für die Spieler.


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