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Auf geht's

Split/Second - Vorschau auf Black Rocks Rennspiel

Kann dieser Actionraser mit Knalleffekt Burnout gefährlich werden? Wir konnten schonmal probespielen.

von Tobias Veltin,
04.06.2009 18:30 Uhr

» Zum E3-Trailer von Split/Second

Nur wenige Rennspielfreude hatten im letzten Jahr Pure auf der Rechnung. Und doch überraschte uns die ATV-Hatz vom Fleck weg mit tadelloser Spielbarkeit, spannenden Rennen, und nicht zuletzt der phänomenalen Grafik (GamePro-Wertung: 87%). Umso gespannter darf man daher auf das aktuelle Projekt Split/Second sein, an dem das Team von Black Rock im südenglischen Brighton derzeit werkelt. Denn die ersten Bilder und der Ankündigungstrailer versprechen ein Burnout mit mehr Action. Wir haben vor Ort ein paar Proberunden mit Split/Second gedreht.

Zerstörung auf Knopfdruck

Split/Second ist ein Titel, der hauptsächlich auf Action setzt. Mit hochgezüchteten Karossen rast ihr über abgesteckte Kurse und versucht, so weit vorne wie möglich zu landen. Wo sich andere Racer aufmontierter Waffensysteme oder Abdrängmanöver bedienen, um sich die lästigen Konkurrenzfahrzeuge vom Leib zu halten, schlägt Split/Second einen neuen Weg ein: Hier nutzt ihr nämlich die Strecke und deren Umgebung, um euch der anderen Fahrer zu entledigen! Diese Umgebungsinteraktion nennen die Entwickler »Powerplay«. Hat sich durch spektakuläre Fahrmanöver ein blauer Balken gefüllt, gibt euch das Spiel quasi den Zünder in die Hand. An bestimmten Stellen der Strecke lassen sich dann Explosionen auslösen. Game Director Nick Baynes, der uns das Spiel vorführt, demonstriert das, als er an einer Reihe von Bussen entlang fetzt und diese durch eine Detonation auf die Straße fliegen lässt. Das Fahrzeug vor ihm kann nicht rechtzeitig ausweichen und zerschellt an dem neu entstandenen Hindernis, während der Game Director den Wracks geschickt ausweicht. Die Powerplays sind in zwei Gruppen unterteilt: Zu Beginn lassen sich nur kleinere Aktionen auslösen (wie eben die Sprengung der Busse), später dann geht es dann wesentlich größer und rabiater zur Sache, wie uns Baynes in einem zweiten Durchgang präsentiert: Als er am Flughafentower vorbeifährt, sackt dieser plötzlich nach einer gewaltigen Explosion in sich zusammen und kracht auf die Fahrbahn. Eine dunkle Staubwolke nimmt kurzzeitig die Sicht, während kleine Trümmerbrocken überall am Auto vorbeischießen. Durch das neu entstandene Hindernis wird der bisherige Streckenverlauf blockiert, dafür gibt es nun eine Alternativroute. Die Strecken werden voll von diesen Routen sein, zumal ihr im Verlauf der Rennen immer neue Powerplays freischaltet.

Aber wieso sind bestimmte Elemente auf Knopfdruck zerstörbar? Das ist doch unlogisch! Nein, denn alle Strecken im Spiel sind präparierte Filmsets. Split/Second versetzt euch nämlich in die Rolle eines Fahrers, der in einer Reality-TV-Show teilnimmt und möglichst hollywoodreife Einlagen und Manöver zum Besten gibt -- Stuntman lässt grüßen. Der Fernsehserien-Stil zieht sich dabei durch das gesamte Spiel; so sind die Rennen zum Beispiel nach »Seasons«, also Staffeln untergliedert.

Als wir endlich selbst ans Steuer dürfen, fällt uns zunächst die etwas schwammige Steuerung auf. Split/Second verzichtet auf eine Handbremse, so dass das Fahrzeug teilweise von selbst anfängt zu driften. Das erfordert etwas Eingewöhnungszeit aber schon nach ein paar Metern ist dieses vermeintliche Manko vergessen, als wir den Fahrer vor uns mit einer zusammenfallenden Brücke aus dem Weg räumen.

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