Star Wars: The Force Unleashed

Die Entwickler haben sich für die neue Star-Wars-Umsetzung ein ganz markantes Motto ausgedacht: »Kicking ass with the force!« Ob’s nützt?

von Bernd Fischer,
13.02.2008 14:36 Uhr

Die meisten Spiele kommen (wenn überhaupt) mit einer einzigen Physik-Engine aus. Die soll dafür sorgen, dass Gegenstände und Personen realistisch auf äußere Einwirkungen reagieren. So löst ihr bei Half-Life 2 knifflige Rätsel mit dem Einsatz von Holzkisten und Fässern oder dellt in Colin McRae Dirt eure Karre bei Blechkontakt lebensecht ein. Star Wars: The Force Unleashed setzt da noch einen drauf – für das neuste Abenteuer im Blitzblank-Universum verwenden die Entwickler von Krome Studios drei dieser Programmroutinen. Warum? Ganz einfach: Ihr sollt mithilfe der Macht alles anstellen können, was euch in den Sinn kommt. Und in der Kutte eines bösen Jedis stehen da einige Möglichkeiten zur Debatte!

Azubi bei Darth

The Force Unleashed spielt zwischen Episode III und IV: Darth Vader hat sich zum Handlanger des Bösen gemausert, im Auftrag des Imperators wird der Bau des Todessterns vorangetrieben. Im Spiel übernehmt ihr die Kontrolle über einen Schüler des schwarz gekleideten Röchlers. Der Azubi wird zum Spion ausgebildet: Einmal bei der guten Seite eingeschleust ist es eure Aufgabe, nach und nach einen Jedi nach dem anderen über den Jordan gehen zu lassen. Eure Hauptwaffe ist (wie zu erwarten) der Lichtsäbel. Damit blockt ihr Lasersalven ab, schnetzelt euch durch Feinde oder stürzt euch in Lichtschwertduelle.

Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt aber im Einsatz der Macht: Wie bei Knights of the Old Republic hat euer Recke ein paar wirklich fiese Tricks auf dem Kasten, die ihr anbringen müsst, um gegen die Gegnerschar eine Chance zu haben. Es beginnt bei »kleinen« Einlagen wie dem Würgegriff. Aufwändiger wird es, wenn ihr euren Lichtsäbel mit Machtfähigkeiten kombiniert: Dann schleudert ihr das Leuchtgerät nach euren Gegnern, um sie aufzuspießen. Oder aber ihr schnappt euch einen Feind, setzt ihn mit Blitzen unter Strom und werft ihn per Telepathie in eine Gruppe von Widersachern – ein Mega-Elektro-Schock ist die Folge. Prinzipiell lässt sich jede Person und jeder Gegenstand per Gedankenkraft aufheben und einsetzen. Womit wir wieder bei den drei Physik-Engines wären: Die ermöglichen es euch, wirklich alles durch die Gegend zu schleudern, was nicht niet- und nagelfest ist. Da gibt es zum Beispiel die Mission in der Tie-Fighter-Fabrik: Da ihr hier anfangs noch »undercover« als Rebell unterwegs seid, feuern die imperialen Fluggeräte beim Start- und Landeanflug auf euch. Deshalb schnappt ihr euch per Gedankenkraft zum Beispiel Metallkisten und feuert sie auf die feindliche Bedrohung. Gut gezielt reicht das, um den Tie Fighter durch die Luft purzeln und an der nächsten Wand explodieren zu lassen. Richtige Jedi-Checker lassen die Kisten in Ruhe und schnappen sich gleich den Tie Fighter selbst, um diesen vom Kurs abzubringen und zu zerschmettern.


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