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Studio Ghibli - Special - Porträt des erfolgreichen Animationsstudios

Im ersten Teil unseres fünfteiligen Studio Ghibli-Specials sprechen wir über Altmeister Hayao Miyazaki, die Vergangenheit und die Zukunft des renommierten Anime-Studios.

von Gamepro Redaktion,
18.05.2009 08:50 Uhr

Welches ist der meistausgezeichnete Zeichentrickfilm der Welt? »Bambi«, »Der König der Löwen« oder »Schneewittchen und die sieben Zwerge«? Alles falsch, diese Ehre kann kein Film aus dem Traditionshaus Disney für sich beanspruchen, sondern einer aus Japan – »Sen to Chihiro no Kamikakushi« (»Chihiros Reise ins Zauberland«).

» Zur DVD-Besprechung von Chihiros Reise ins Zauberland

Hayao MiyazakiHayao Miyazaki

Der Film von 2001 überzeugt mit wunderschönen Bildern, einer vor fantastischen Ideen sprudelnden Story und einer liebevollen Umsetzung. Durch »Chihiros Reise« wurde das kreative Genie hinter dem Film, Hayao Miyazaki, international bekannt. Auch das Studio, in dem »Chihiros Reise« entstand, rückte in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit: Studio Ghibli.

Studio Ghibli wurde 1985 vom Tokuma Shoten Verlag gegründet, nachdem Hayao Miyazaki mit »Kaze no Tani no Naushika« (»Nausicaä aus dem Tal der Winde«) einen großen Erfolg an den Kinokassen landete und den Weg für Studio Ghibli ebnete. Seit der Gründung wird es von Miyazaki und Isao Takahata geleitet und bringt regelmäßig abendfüllende Zeichentrickfilme heraus.

Das Wagnis Qualität

Ghibli kommt von einer italienischen Bezeichnung für Sahara-Wind: Das Studio wollte „frischen Wind“ in die Anime bringen und legte 1984 mit »Nausicaä aus dem Tal der Winde« stark los.Ghibli kommt von einer italienischen Bezeichnung für Sahara-Wind: Das Studio wollte „frischen Wind“ in die Anime bringen und legte 1984 mit »Nausicaä aus dem Tal der Winde« stark los.

Die Filme des Studios zeichnen sich alle dadurch aus, dass sie mit viel Liebe und Können erschaffen wurden. Die Drehbücher begeistern nicht nur durch ihren Fantasiereichtum, sie verarbeiten auch auf intelligente Weise Themen wie die Umweltzerstörung oder Krieg. Viele der Filme sprechen Kinder und Erwachsene gleichermaßen an, einige wenige sind nur Älteren zu empfehlen. Ähnlich wie die Drehbücher, überzeugt auch die Optik, durch Liebe zum Detail, wundervolle Figuren und traumhafte Orte. Dabei verzichtet Studio Ghibli weitgehend auf moderne Computerverfahren. Zwar verschließt sich das Studio digitalen Animationen seit »Mononoke-Hime« (»Prinzessin Mononoke«) nicht mehr komplett, die meisten Arbeitsschritte werden aber weiterhin ausschließlich per Hand erledigt. Lediglich wenige Elemente sowie die Kolorierung werden am Computer gemacht. Studio Ghibli ist damit eine der letzten, großen Hochburgen des klassischen Zeichentrick-Films.

Studio Ghibli selbst setzt bei seinen Filmen vor allem auf Qualität, die natürlich stets mit hohen Kosten verbunden ist. Das bedeutete gerade in der Anfangsphase des Studios auch, dass ein einziger gefloppter Film jederzeit das Ende des Studios besiegelt hätte. Doch das Wagnis ging auf: Ghibli-Filme brechen mit guter Regelmäßigkeit Kassenrekorde in Japan. Mittlerweile gilt Miyazaki als einer der erfolgreichsten Filmemacher außerhalb der USA. In seiner Heimat wird er schon lange vergöttert, international hat er aber länger auf seine Anerkennung warten müssen.

Nicht alle Filme von Studio Ghibli sind von Hayao Miyazaki: »Die Chroniken von Erdsee« von 2006 ist der erste Film seines Sohnes, Goro Miyazaki. Nicht alle Filme von Studio Ghibli sind von Hayao Miyazaki: »Die Chroniken von Erdsee« von 2006 ist der erste Film seines Sohnes, Goro Miyazaki.

Zwar wurden auch seine frühesten Filme schon in den Westen gebracht, hier aber so stark bearbeitet, dass die ursprüngliche Handlung oft völlig entstellt wurde. Daher vergab das Studio Ghibli nach »Nausicaä« zunächst keine Rechte mehr für Veröffentlichungen im Westen. Das änderte sich erst wieder 1996, als Studio Ghibli einen Distributionsvertrag mit dem Disney-Konzern schloss, bei dem eine Veränderung des Bildmaterials vollkommen ausgeschlossen ist. Seitdem werden Ghibli-Filme auch bei uns wieder veröffentlicht, 2001 kam mit »Prinzessin Mononoke« der erste Miyazaki-Film in Deutschland ungeschnitten in die Kinos.

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