Swarm im Test - Alles für den Highscore

Highscore-Verrückte werden von Swarm schwärmen, andere Spieler sagen wahrscheinlich: »Schwamm drüber«. Warum erfahrt ihr in unserem Test zu Swarm für XBLA.

von Patrick Mittler,
25.03.2011 09:00 Uhr

Da gucken die knuffigen Swarmites noch doof aus der Wäsche...Da gucken die knuffigen Swarmites noch doof aus der Wäsche...

Das Grundprinzip von Swarm erinnert ein bisschen an Lemmings oder Pikmin: Eine Herde kleiner blauer Wesen, genannt Swarmites, hetzt wie von der Tarantel gestochen von A nach B und sammelt dabei möglichst viel DNA ein, um einen dicken Mutter-Schleim namens Momma zu füttern. Hinterfragt diese Beziehung lieber nicht zu sehr, es ist einfach nur skurril. Man steuert, wie der Name Swarm schon andeutet, den ganzen Schwarm, der auf Knopfdruck springt, schnell nach vorne prescht, enger zusammenrückt, mit der Umwelt interagiert oder per Räuberleiter ein niedliches Türmchen baut. Auf dem Weg der wuseligen Kerlchen (strikt von links nach rechts) liegen allerlei Hindernisse. Beispielsweise Abgründe über die man springen muss, Kreissägen die man geschickt umläuft oder Bomben, denen man entweder ausweicht, oder sie dazu nutzt, um blockierte Wege frei zu sprengen. Man muss immer auf seinen Schwarm achten, sonst sterben die Swarmites wie die Fliegen, und wenn alle weg sind, heißt es klarerweise »Game Over«. Zum Glück gibt es immer wieder Respawn-Punkte, an denen man frische Männlein bekommt. Die Aufgaben sind dabei angenehm abwechslungsreich: Mal muss man durch ein Areal voller hochexplosiver Fässer manövrieren, mal knallen Feuerbälle auf den Schwarm herab, mal kombiniert man die verschiedenen Fähigkeiten der Swarmites (etwa Turmbau und Springen) um den nächsten Abschnitt zu erreichen und hin und wieder geht es gegen einen dickeren Bossgegner. Kernelement des Spielprinzips sind die Bonus-Multiplikatoren. Je schneller man DNA sammelt, je besser man auf seinen Schwarm aufpasst und je schneller man den Level schafft, umso mehr Punkte gibt es und desto besser wird die Wertung am Ende eines jeden Levels.

... und hier gehen die bedauernswerten Kerlchen schmerzhaft in die Luft.... und hier gehen die bedauernswerten Kerlchen schmerzhaft in die Luft.

Zwei Elemente sind in Swarm wirklich witzig. Erstens ist es ein morbider Spaß, wenn die bedauernswerten kleinen Kerlchen auf verschiedenste Art und Weise das Zeitliche segnen. Die blauen Knirpse stürzen zu Tode, verbrennen, explodieren, werden aufgespießt, zerstampft und so weiter und so fort. Und das passiert am laufenden Band, schließlich zählen Geschwindigkeit und Bonuspunkte. Deshalb hetzt man meist beinah blind durch die Levels und wird andauernd von neuen fiesen Fallen überrascht. Das zwingt Swarm in ein relativ enges und hektisches Trial and Error-Gerüst. Das ist jedoch der zweite Unterhaltungsfaktor im Spiel: Man will sich immer verbessern, ist immer auf der Suche nach dem perfekten Durchlauf für den jeweiligen Level. Wer das mag, wird mit Swarm perfekt bedient, auch weil einem immer der Vergleich mit anderen Spielern via Leaderboards im Nacken hängt. Aber: Will man einfach nur entspannt durch das Spiel laufen und kann man dem eigenwilligen Humor nichts abgewinnen, bleibt nur eine kurze Fingerübung mit einem zugegeben ungewöhnlichen Setting. Für den stolzen Preis von 15 Euro (XBLA) oder 12,99 Euro (PSN) ist Swarm ein bisschen zu schnell vorbei.

Swarm

Preis:

ca. 15 Euro (1200 Punkte, XBLA), 12,99 Euro (PSN)

Spieler:

Einer

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

437,28 MB

Entwickler:

HotHead

Hersteller:

Ignition Entertainment

USK:

ab 12 Jahren

Wertung:

80 %


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