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Technik-Special - Sound

Raumklang mit Konsolen wird ein immer wichtigeres Thema. Immerhin sollt ihr beim Zocken nicht nur etwas auf die Augen, sondern auch auf die Ohren bekommen. Auf den folgenden Seiten erklären wir alles Wichtige zum Thema Raumklang,

von Henry Ernst,
19.12.2008 14:54 Uhr

Wenn von der technischen Entwicklung der Videospielkonsolen in den vergangenen Jahren gesprochen wird, geht es meistens nur um optische Errungenschaften – Fotorealismus, Bump-Mapping, Pixel-Shader und ähnliche Technik-Worthülsen gehören in Fachmagazinen, Schulhofgesprächen und Internet-Foren mittlerweile zum guten Ton. Das sich die Geräte auch jenseits der mit dem Auge wahrnehmbaren Disziplinen drastisch weiterentwickelt haben, wird jedoch sträflich vernachlässigt. Zu Unrecht, wie wir finden, denn die Entwickler und Produzenten von Titeln wie Call of Duty oder Dead Space verpulvern viel Geld dafür, dass euch auf der Action-Achterbahn nicht nur Sehen, sondern auch Hören vergeht. In einer Zeit, in der sich Videospiele in Punkto Präsentation immer mehr an Hollywood-Blockbuster annähern, sollen Spiele nicht nur so aussehen wie Filme, sondern eben auch so klingen.
Seit die Dolby Laboratories in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem SNES-Titel King Arthur’s World erste Schritte ins Land des Videospiel-Raumklanges unternommen haben, hat sich in Bezug auf Kanäle, Signalübertragung und Klangreinheit einiges geändert. Zwei grundlegende Dinge sind allerdings gleich geblieben: Wer Raumklang genießen möchte, benötigt fünf Boxen, einen Subwoofer und ein Gerät, dass die Lautsprecher mit den richtigen Signalen versorgt.

Und was bringt mir das?

Jedes aktuelle Konsolensystem ist in der Lage, Spiele mit einer Echtzeit-Surround-Kulisse wiederzugeben. Im Gegensatz zu Nintendos Wii, bei der noch immer das antiquierte ProLogic II-Format eingesetzt wird, hat sich bei PlayStation 3 und Xbox 360 Dolby Digital 5.1. als Standard etabliert. Dank Dolby Digital zischen Querschläger durch euer Zimmer, Autos röhren links und rechts vorbei und Granaten schlagen überall um euch herum ein. Dank der Tatsache, dass die Klangkulisse in Echtzeit berechnet wird, verändert sich die akustische Wahrnehmung abhängig von eurem aktuellen Blickwinkel. Auf diese Weise werdet ihr nicht nur tiefer ins Spiel hineingezogen, sondern habt (gerade bei Online-Shootern) auch Vorteile gegenüber Spielern, die sich mit Stereo-Sound ins Gefecht stürzen. Dank Raumklang hört ihr, wann ein Gegner bei Lost Planet hinter euch durch den Schnee stapft oder aus welcher Richtung ihr von einem Sniper bei Call of Duty aufs Korn genommen werdet. Natürlich profitieren im Falle von PlayStation 3 und Xbox 360 nicht nur die Spiele von den Soundfähigkeiten. Dank DVD/HD-DVD/Blu-ray-Abspielfunktion können von DTS über Dolby Digital bis hin zu Dolby True HD und DTS-HD-Master-Audio (mit Einschränkungen) an einen Receiver weitergegeben werden.

Keine Angst vor Steckern!

Herzstück einer jeden Zockeranlage ist der Receiver. Hier laufen im Idealfall alle Signale eurer Zuspielgeräte und Konsolen zusammen und werden dann an eure Boxen und euren Fernseher übertragen. Wer jetzt ängstlich in Richtung seines Sparstrumpfes schielt, darf beruhigt sein, denn der Preisverfall bei den Receivern ist durchaus mit dem bei Flachbildschirmen vergleichbar. Markengräte, mit denen ihr nichts falsch machen könnt, sind mittlerweile schon für knapp 300 Euro zu haben. Analog zur Entwicklung der Konsolen hat sich auch bei den AV-Receivern in den vergangenen Jahren einiges getan. Wo es früher genügte, eine weiße und eine rote Cinch-Strippe in die entsprechenden Buchsen zu popeln, ist heute eine fast schon unüberschaubare Anschlussvielfalt an der Tagesordnung. Optische-Eingänge, Koax-Buchsen, S-Video-Stecker, Komponenten-Anschlüsse und HDMI-Slots erlauben zwar jede erdenkliche Art der Signalübertragung, können aber auf unerfahrene Anwender abschreckend wirken. Allerdings sollte sich niemand, der mindestens fünf Mal im Jahr das Universum rettet und mit allerlei gruseligen Kreaturen kämpft, vor ein paar Steckern fürchten. Ein optimal verkabelter Receiver verbessert nämlich nicht nur euer Spiel- und Filmerlebnis, sondern verhindert auch überflüssigen Kabelsalat. Im Grunde genommen ist ein AV-Receiver nichts anderes als eine Art Wandelstation für unterschiedliche Signale. Die von den Konsolen gesendeten Daten werden vom Receiver decodiert und dann an eure Boxen weitergegeben. Doch damit nicht genug, denn neben der Verarbeitung von Audiodaten sind moderne AV-Receiver auch in der Lage, Bildsignale durchzuschleifen oder (dank De-Interlacer-Chips und Wandlern) zu verbessern.

Mehr Infos in unserem Technik-Special "Kabel"

Verwirrt? Alle Fachbegriffe findet ihr in unserem Glossar

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