The Last of Us - »Wir wollen die ganze ver**** Industrie verändern«

Naughty Dog erklärt in einem Interview, dass der Schwerpunkt des Survival-Horror-Spiels auf der Beziehung der Hauptcharaktere, nicht auf den Monstern liegt.

von Daniel Feith,
14.12.2011 10:42 Uhr

Im Interview mit der englischsprachigen Webseite Eurogamer erklärt Neil Druckmann, Autor und Game Director hinter The Last of Us , dem kommenden PlayStation-3-exklusiven Titel der Uncharted-Macher Naughty Dog, wo der Schwerpunkt des Spiels liegt: auf der Geschichte, nicht auf den Monstern:

»Wenn es [in The Last of Us] um Monster gehen würde, hätten wir sie nicht gezeigt. Die Geschichte dreht sich nicht [um die Infizierten] also haben wir uns gedacht: Wir zeigen sie, damit das schon mal erledigt ist.«

Es käme auf die Beziehung zwischen den Hauptdarstellern Joel (gesprochen von Troy Baker) und Ellie (Ashley Johnson) an:

»Was ist mit den nonverbalen Zeichen [im Trailer], die zeigen, wie lange sich die beiden kennen. Was ist mit der dritten, nicht infizierten Person«

The Last of Us - Trailer ansehen 02:38 The Last of Us - Trailer ansehen

Bruce Straley, ebenfalls Autor von The Last of Us fügt hinzu:

»The Last of Us ist stark handlungsgetrieben - ein Dreieck aus Geschichte, Gameplay und Art Design. Es darum strategische Möglichkeiten anzubieten, eine Reihe von Werkzeugen im Spiel mit denen die Spieler Lösungen für Probleme finden können und die entsprechenden Konsequenzen erleben.«

Konsequenzen sind dabei aber nicht als verzweigende Handlungsstränge zu verstehen:

»Wir erzählen [The Last of Us] mit der bei uns bei Naughty Dog entwickelten Methode. Wir haben die weiterentwickelt, aber mehr kann ich dazu noch nicht sagen.«

Joel und Ellie - die Helden in The Last of UsJoel und Ellie - die Helden in The Last of Us

Für das Storytelling in The Last of Us plant Naughty Dog den ganz großen Wurf:

»[Wir wollen] die ganze ver**** Industrie damit verändern, weil wir das Gefühl haben, dass Storytelling derzeit sehr armselig praktiziert wird. (...) Wir versuchen mit aller Kraft das Medium nach vorn zu bringen und dann kommen Spiele heraus, die Spaß machen und alles wesentliche richtig machen - aber wenn wir dann in Tests lesen, dass die so eine tolle Story haben, bricht es uns das Herz, denn wir arbeiten so hart daran [es um so viel besser zu machen]. (...)

Wir haben [ein Endzeit-Szenario] gewählt, weil wir das Gefühl hatten, dass niemand zu dessen Kern vorstößt. In The Last of Us geht es um das Dasein als Mensch - das will man als Storyteller erzählen. (...) Das klingt jetzt vielleicht kitschig, und vielleicht reagieren Gamer erst einmal ablehnend, aber The Last of Us ist eine Liebesgeschichte. Nicht im romantischen Sinne - es ist eine Liebesgeschichte über eine Vater-Tochter-Beziehung.« so Druckmann Weiter

Mehr zum Thema The Last of Us lest ihr in Kürze hier auf GamePro.de


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...