The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Das ist neu im Vergleich zu Twilight Princess

Mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild bricht Nintendo mit zahlreichen Zelda-Konventionen. Wir zeigen, welche neuen Features das Open-World-Abenteuer in Sachen Spielwelt, Items, Survival-Gameplay und Crafting mitbringt.

von Michael Obermeier,
17.06.2016 16:40 Uhr

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Das ist neu im Vergleich zu Twilight Princess The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Das ist neu im Vergleich zu Twilight Princess

Zur E3 2016 hat Nintendo stundenlang Gameplay aus dem neuen The Legend of Zelda: Breath of the Wild gezeigt, das Anfang 2017 WiiU und Nintendo NX erscheinen soll.

Wir fassen in diesem Artikel und Video kompakt alle Neuerungen seit den Vorgängern Twilight Princess und Skyward Sword zusammen.

Waffen & Ausrüstung

Breath of the Wild gibt Link nicht mehr nur ein Item pro Typ ins Inventar, sondern füllt die Spielwelt mit vielen Gegenständen, Waffen und Rüstungsteilen mit unterschiedlichen Status-Werten. Logischerweise kann Link deshalb jetzt auch unterschiedliche Rüstungen anlegen. Die bestehen aus mehreren Komponenten und haben bestimmte Werte.

Neben dem Verteidigungswert gibt's auch einen Wärme-Indikator, denn wenn Link für kalte Regionen zu leicht angezogen ist, friert er und verliert Lebensenergie

Jegliche Ausrüstung, also Rüstungen und Waffen verlieren durch Benutzung Haltbarkeit und können so auch kaputtgehen. Je schlechter die Qualität des Gegenstands, umso schneller isser Schrott.

Für einen steten Waffen-Nachschub kann Link Waffen nicht nur in der Spielwelt finden, sondern auch seinen Feinden im Kampf abluchsen. Das geht aber nicht unbegrenzt. Wenn das Inventar voll ist, muss man erstmal wieder aussortieren.

Preview: Zelda Breath of the Wild angespielt

Klettern & Springen

Erstmals in einem 3D-Zelda kann Link jetzt jederzeit auf Knopfdruck springen. Außerdem kann Link jetzt nicht nur wie im Vorgänger Leitern hochklettern, sondern auch fast überall in der Spielwelt auf Bäume, Türme, Berge und sogar Gegner kraxeln. Das kostet aber Ausdauer. Ist die gründe Anzeige erschöpft, lässt Link los und fällt in den Tod, also sollte man sich seine Kräfte bei Klettertouren einteilen.

Angehmer wieder runter kommt Link mit seinem Paraglider, dem Huhn. Bzw-Blatt-Äquivalent von Breath of the Wild. Mit dem segelt man sanft durch Hyrule - zumindest so lange die Ausdauer hält.

Noch cooler ist aber die Abfahrt mit dem Schild. Link kann damit nämlich wie auf einem Snowboard ins Tal brettern. Aber auch nur begrenzt, denn der Schild nimmt dabei Schaden und geht irgendwann kaputt.

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Physik

Endlich gibt's echte Physik-Effekte in einem Zelda-Spiel. Felsen und Fässern rollen dadurch korrekt Abhänge runter. Das gilt übrigens auch für die Bomben , von denen man jetzt unendlich viele hat. Geschickte Spieler können die Abhänge runterschicken und so gezielt Feinde ausschalten.

Gegenstände lassen sich außerdem mit Fackeln, Feuerpfeilen oder Bomben anzünden, worauf sich die Flammen danach auch ausbreiten. Zumindest bis es regnet, denn das löscht den Brand wieder.

Mit einer Axt oder einer Bombe kann Link auch Bäume fällen, aus dem Holz ein Lagerfeuer machen oder den Stamm als improvisierte Brücke verwenden.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Gameplay-Trailer zu Zelda für Wii U und NX The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Gameplay-Trailer zu Zelda für Wii U und NX

Technologie statt Magie

Waren in vorherigen Zeldas Ausrüstung und Puzzles eher magisch angehaucht, steht Breath of the Wild ganz im Zeichen der Technologie. Das wichtigste Stück Technik in Links Arsenal ist das mysteriöse Sheika Slate: Das Zelda-Tablet hat gleich mehrere Funktionen. Zunächst kann man es als Fernglas benutzen und sich damit einen Wegpunkt auf die ebenfalls integrierten Karte der Spielwelt setzen.

Mit der Fernglas-Funktion kann man außerdem Gegner scannen, bekommt diese dann angezeigt und kann ihre Lebenspunkte sehen. Im Verlauf des Spiels kann man das Sheika Slate mit Runenfähigkeiten weiter ausbauen.

Survival & Crafting

Breath of the Wild baut die in früheren Spielen eher simplen Survival- und Crafting-Ansätze weiter aus. So kann Link überall in der Spielwelt Gegenstände wie Pilze oder Äpfel sammeln oder Tiere jagen.

Vor allem bei der Jagd ist die neue Lila Lautstärke-Anzeige wichtig. Um Tiere nicht zu verschrecken, sollte man sich daher leise anschleichen. Das bringt aber auch im Kampf handfeste Vorteile. Einen achtlosen Gegner schaltet man so mit einem verheerenden Schleichangriff aus.

Gefundene Essensgegenstände kann Link an einer Kochstelle oder einem Lagerfeuer weiterverarbeiten.Die Königsdisziplin ist dann, das Fleisch am Kessel mit anderen Zutaten wie Pilzen und Trüffeln zu kombinieren. Damit erhält Link dann zusätzlich temporäre Zusatzlebensenergie oder andere Boni. Diese Rezepte sollen die Spieler durch simples Ausprobieren herausfinden können.

Wer keine Lust auf die Kocherei hat, kann sie sich auch sparen, verpasst damit aber eben auch bestimmte Bonus-Effekte. Vor allem zähe Bosskämpfe werden dadurch etwas einfacher.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Kommentiertes Gameplay zur Open World The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Kommentiertes Gameplay zur Open World

Schreine

Während es auch in Breath oft he Wild wieder die großen Tempel-Dungeons geben wird, bringt das Spiel auch eine neue Art von Mini-Dungeon mit: Die sogenannten Herausforderungsschreine. Die stehen überall in der Spielwelt herum und wenn man eine bestimmte Anzahl davon gemeistert hat, bekommt man dafür als Belohnung Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel den Paraglider.

In den Schreinen gibt's dann Terminals, auf denen man seinem Sheika Slate mächtige neue Runenfähigkeiten hinzufügen kann, die ab dann überall funktionieren. Eine davon ist etwa der Magnet, mit dem man schwere Metallgegenstände bewegen kann. Angehen kann man die übrigens in beliebiger Reihenfolge.

Sprachausgabe

Erstmals in der Zelda-Serie gibt's in Breath of the Wild Sprachausgabe. Allerdings war auf der E3 nur die Stimme der mysteriösen Figur aus dem Intro zu hören. Link selbst und die NPCs in der Demo bleiben weiterhin stumm und machen zu den eingeblendeten Texttafel nur die typischen Murmel-Geräusche. Laut Zelda-Schöpfer Eiji Aounouma sollen noch weitere wichtige Charaktere im Spiel Sprachausgabe bekommen, das Spiel wird aber nicht vollvertont und Link soll die ganze Zeit über stumm bleiben.

Kolumne: Ist das noch Zelda?

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