The Legend of Zelda: History - Die Zelda-Reihe im Überblick

Kaum eine Spielereihe erfreut sich solcher Beliebtheit wie The Legend of Zelda. In unserer History geben wir einen Überblick über alle Teile der Serie.

von Kai Schmidt,
02.03.2016 11:02 Uhr

Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn sich The Legend of Zelda-Held Link über eine gerade geöffnete Schatzkiste beugt und unter den Klängen der berühmten Fanfare (dädädädääää) einen neuen Gegenstand in die Höhe reckt. Für viele sind es auch diese kleinen Momente, die die wohl berühmteste Nintendo-Exklusivmarke neben Super Mario so magisch und einzigartig machen.

Kaum ein anderes Spiel vermittelt so stark das Gefühl, ein echter Held zu sein, wie die Serie rund um das grün gewandete Spitzohr Link. Ein Grund für den Erfolg dürfte die Kontinuität sein: In über 25 Jahren hat sich das grundlegende Spielprinzip trotz Perspektivenwechseln nie großartig geändert. Wir geben einen Überblick über alle Spiele der Hauptserie, kuriose Ableger wie Hyrule Warriors lassen wir dabei aus.

The Legend of Zelda

(NES, 1986)

Kaum zu glauben, aber das erste Zelda-Spiel hat schon fast 30 Jahre auf dem Buckel. Vor mehr als einem Vierteljahrhundert legte The Legend of Zelda auf dem NES den Grundstein für die weltbekannte Rollenspielserie - und damit für eine der bis heute beliebtesten Nintendo-Spielemarken überhaupt. Dabei ist die Geschichte des Abenteuers simpel, ja geradezu banal.

Der Prinz der Dunkelheit, namentlich Ganon, dringt in das Königreich Hyrule ein und raubt das Triforce-Fragment der Kraft. Bevor der Bösewicht auch das Fragment der Weisheit an sich reißen kann, zerbricht Prinzessin Zelda den Klunker in acht Teile und verteilt sie über das gesamte Land - der Startschuss für ein ebenso aufregendes wie fesselndes Abenteuer.

Auf der Suche nach den Fragmenten lösen wir Rätsel, verkloppen Monster und durchforsten insgesamt neun abwechslungsreiche Dungeons. Das goldene Spielmodul von The Legend of Zelda wurde als erstes NES-Spiel außerhalb Japans mit einer Batterie versehen. Damit ist es möglich, Spielstände langfristig zu speichern. Angesichts der Länge und des teils bockschweren Schwierigkeitsgrades ein wahrer Segen.

(NES, 1988)

Zelda 2: The Adventure of Link ist der Ausreißer, um nicht zu sagen das schwarze Schaf der 2D-Zelda-Ära. Der zweite Teil krempelt die Spielmechanik des Vorgängers komplett um. So machen wir in der gewohnten Vogelperspektive ausschließlich die Oberwelt unsicher, in Dungeons mutiert das Spiel dagegen zum actionlastigen Sidescroller - eine fragwürdige Designentscheidung, bei der Fans noch heute mit dem Kopf schütteln.

Obendrein gibt's Zaubersprüche, mehr Dialoge mit NPCs sowie ein Erfahrungspunktesystem, durch das wir allmählich Links Statuswerte verbessern. Letztlich ist Zelda 2 zwar kein schlechtes Spiel, unterscheidet sich in Sachen Spieldesign und Spielgefühl aber erheblich vom Vorgänger. Durch die gravierenden Änderungen erinnert Links zweiter Ausflug eher an einen Spross der Castlevania-Serie.

(SNES, 1991)

Das dritte Spiel der Zelda-Reihe erscheint 1991 für das Super Nintendo und orientiert sich nach dem Sidescroller-Vorgänger The Adventure of Link wieder am ersten Teil: Nintendos Designteam kehrt zur Vogelperspektive zurück - wenn auch in ungleich prachtvollerer und auch heute noch charmanter 16-Bit-Optik.

Ebenso ist das Spielprinzip selbst eine Rückkehr zu alten Tugenden, denn genau wie im ersten Spiel der Zelda-Serie muss Link Waffen und magische Gegenstände erobern, die er nacheinander in Dungeons findet. Nur so kann der Knabe mit der grünen Zipfelmütze das Königreich Hyrule vor dem bösen Ganon retten.

A Link to the Past ist allerdings keine Fortsetzung, sondern erzählt die Vorgeschichte der bis dahin bekannten Zelda-Saga und setzt damit den Trend, für jede Fortsetzung wild und scheinbar zusammenhanglos in der Chronologie Hyrules herumzuspringen.

Das Spiel ist auch ein wichtiger Evolutionsschritt innerhalb der Reihe, da hier viele Waffen und Spielelemente eingeführt wurden, die auch heute noch zu einem vernünftigen Zelda-Titel dazugehören. Zum Beispiel die Idee einer Parallelwelt: Später im Spiel wechselt Link in eine verzerrte Schattenversion seiner Heimatwelt, um dort Gegenstände zu finden und clever designte Rätsel zu lösen.

(Game Boy, 1993)

Der erste für einen Handheld erschienene Teil der Zelda-Reihe baut in seiner Handlung auf dem Vorgänger A Link to the Past auf. Nachdem Link damals zu einer Trainingsreise aufgebrochen ist, gelangt er in einen Sturm und erleidet Schiffbruch auf der Insel Cocolint. Zum ersten Mal muss Link hier nicht jemand anderen retten, sondern sich selbst.

Im Lauf des Spiels findet er heraus, dass ganz Cocolint nur im träumenden Bewusstsein des Windfisches existiert, was ihn vor eine schwere Entscheidung stellt: Wenn er nach Hyrule zurückkehren will, muss er den Traum beenden und damit die gesamte Welt zerstören, zusammen mit seinen Bewohnern.

In Link's Awakening können wir zum ersten Mal unsere Items frei ausrüsten und Gegenstände mit den NPCs tauschen. Die ursprüngliche, monochrome 8-bit-Version erschien 1998 für den Game Boy Color noch einmal in Farbe und ist seit 2011 als Download für den Nintendo 3DS erhältlich.


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...