The UnderGarden im Test - Test für XBLA

»Unter dem Meer. Ist es nicht toll hier? Ganz wundervoll hier?« Ja, aber auch schnell öde.

von Patrick Mittler,
17.11.2010 08:00 Uhr

In Vitamin G’s Unterwassergärtnerei The UnderGarden erwartet euch eine ähnliche Erfahrung wie einst im Downloadhit Flower, nur eben tief am Meeresgrund und in 2D. Als nautisches Elfenwesen mit dem grünen Daumen schwimmt ihr durch anfangs karge Unterwasserhöhlen und spendet überall wo ihr vorbeikommt herrlich bunte Pflanzenpracht. Unten am Schirm seht ihr das Reservoir der dazu nötigen Pollen. Gehen die zu Neige füllt ihr sie an grünen Pollenschwämmen wieder auf. Zu beruhigenden Klängen treibt ihr also in der nassen Schwerelosigkeit durch die Levels und erfreut euch an der Pracht, die sich um euch entfaltet. Anders als in Flower löst ihr in The Undergarden aber zusätzlich einige Rätsel, denn neben der Gärtnerei ist es euer Ziel, jeweils das Portal am Ende der insgesamt 14 Höhlenwelten zu erreichen.

Die Knobeleien sind dabei meist Physikrätsel, bei denen ihr Felsen verschieben oder Zahnräder in Bewegung setzen müsst. Dazu benutzt ihr Pflanzen, beziehungsweise pflückt deren Früchte. Manche sinken beispielsweise auf den Boden, andere Richtung Oberfläche und wieder andere explodieren. Ihr solltet aber etwas Geduld mitbringen. Nach den ersten zwei Höhlen bleiben die Rätsel einige Zeit lang unmotiviert und wenig originell. Etwa nach der Hälfte des Spiel zieht The UnderGarden aber wieder kreativere Register. Wir sind etwas verwirrt, weshalb die Entwickler die deutlich inspirierteren Kopfnüsse erst gegen Ende serviert. Abseits der vorgegebenen Pfade sind dabei viele versteckte Zusatzschätze zu finden. In jedem Level wartet ein Kristall auf euch, einige geheime Blumen und Perfektionisten versuchen in jedem Level 100% der Flora aufblühen zu lassen. Wer einfach nur die entspannte Atmosphäre genießen will, für den artet die Suche nach dem ganzen Kram aber schnell in Arbeit aus.

Am meisten Spaß habt ihr mit The UnderGarden, wenn ihr einfach die Stimmung auf euch wirken lasst. Während ihr zu entspannter Musik locker, flockig durch die Botanik schwimmt, ist das wie eine Meditation abseits der actiongetriebenen Zerstörungswut aktueller Shooter. Leider nutzt sich The UnderGarden schneller ab als etwa Flower. Kooperatives Zocken mit einem weiteren Freund ist zwar möglich, aber zu verwirrend, denn die Kamera fokussiert immer auf einen Spieler. Der andere treibt dann zu oft außerhalb des Bildschirms herum. Zur Zeit gibt es The Undergarden nur für Xbox 360, eine PlayStation 3-Version soll aber bald folgen.

The UnderGarden

Preis:

ca. 10 Euro (800 Punkte)

Spieler:

1 bis 2

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

220,7 MB

Entwickler:

Vitamin G

Hersteller:

Atari

USK:

ohne Altersbeschränkung

Wertung:

* * *


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