Fazit: The Witness im Test - Dark Souls mit Linien

Fazit der Redaktion

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Ich habe mich in The Witness und sein wunderhübsches Art-Design verliebt. Für mich ist Jonathan Blows neuester Streich aber weniger ein Spiel, sondern eher eine meditative Erfahrung. Wenn ich auf der Rätselinsel unterwegs bin, verfalle ich in Trance, genieße die Ruhe und die exzessive Knobelei. Mir macht es enorm viel Spaß, die Insel zu erkunden, die Muster der Schalttafeln zu durchschauen, Twists zu erkennen und anschließend vor dem nächsten vermeintlich unlösbaren Rätsel zu stehen. Ich bin richtig süchtig nach den Aha-Momenten, und die Lösung des Tempel-Abschnitts mit den Kollegen Sebastian und Johannes gehört für mich zu den spaßigsten und befriedigendsten Spielerlebnissen der letzten Zeit.

Mir ist aber klar, dass The Witness beileibe kein Spiel für jedermann ist. Hier geht es ausschließlich um bedächtiges Vorgehen, Beobachtungs- und Kombinationsgabe sowie die Bereitschaft, sich reinzugraben und auch mal eine Stunde vor einem Rätsel zu hocken. Wer auch nur ein bisschen Action auf dem Bildschirm erwartet, ist bei The Witness fehl am Platz, denn die Action passiert ausschließlich im Kopf. Ich gebe zu, ich saß einige Mal frustriert vor dem Bildschirm. Trotzdem - oder gerade deswegen - empfehle ich dieses Rätsel-Kleinod aber ausnahmslos jedem, der sich nur ein wenig für diese Art von Spielen begeistern kann - auch für den happigen Preis von 40 Euro. Für mich persönlich steht The Witness jedenfalls schon jetzt auf meiner Topliste des Jahres 2016.


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