TNT Racers im Test - Test für XBLA

Ist der aber süß! TNT Racers macht als kleiner aber feiner Funracer so viel Laune, wie die große Konkurrenz.

von Patrick Mittler,
23.02.2011 09:00 Uhr

Einfach nur drauflosspielen! Das ist das Motto von TNT Racers. Der unkomplizierte Kart-Renner ist ganz klar auf kurze und kurzweilige Partien ausgelegt. Auf bonbonbunten Strecken liefert man sich aus der Vogelperspektive heiße Rennen gegen die KI oder wahlweise auch gegen bis zu drei menschliche Kontrahenten on- oder offline. Das Rezept kennt man seit dem Oldie Micro Machines: Man nehme knuffige Spielzeugautos, schicke sie durch Schikanen und über Sprungschanzen und garniere das Ganze mit einer Ladung spaßiger wie fieser Extrawaffen und -items – fertig ist der unkomplizierte Funracer für Zwischendurch.

Natürlich erfindet TNT Racers das Genre nicht neu, hat das oben beschriebene Konzept aber makellos in ein kleines Downloadspiel gepackt. Hat man sich aus der, zugegeben, etwas minimalistischen Fahrzeugauswahl seinen Favoriten ausgesucht, erwarten einem im Solomodus kurze Herausforderungen. Die für ein Downloadspiel recht detaillierten Kurse bieten ordentlich viel Abwechslung: Mal fährt man in der Wüste Kakteen um, dann wieder drängt man Konkurrenten über Felswände oder schlittert mit einem Zeitlimit im Nacken über verschneite Eislandschaften. Dabei tönen verspielte Jazzmelodien aus den Lautsprechern, die das alberne Geschehen am Schirm stimmig ergänzen.

Zwar gibt es in TNT Racers auch Zeitfahren und kleinere Geschicklichkeitsübungen, meist ist man aber mit drei Konkurrenten auf der Piste. Und dann wird gedrängelt was das Zeug hält. Die Kamera ist immer recht nahe am Geschehen, was etwas auf Kosten der Übersicht geht, die Rennen aber angenehm schnell macht. Denn wer zu langsam ist und hinter dem Feld aus dem Bildschirmausschnitt fällt, geht sogleich in Rauch auf. Es heißt also: Dranbleiben. Was aber einfacher ist als gesagt. Zum Glück gibt es alle paar Kurven die obligatorischen Extrawaffen. Hier ist die Bandbreite ebenso gelungen und witzig. Mit Minen oder Ölpfützen behindert man die nachkommenden Gegner. Per Bonbonkanone feuert man auf andere Rennautos, ein Dampfantrieb steht für kurzzeitigen Turbo und mit einem großen Holzhammer kann man die Erde erschüttern, sodass die unvorsichtige Konkurrenz in Abgründe purzelt.

Wer aus dem Bild fällt, für den ist der Spaß aber nicht gleich vorbei, denn wer explodiert, kommt als Schatten zurück. Als solcher kann man ebenso Extras aufsammeln und die verbliebene Konkurrenz mit speziellen Waffen, etwa einer Teslaspule oder einem Wirbelsturm, gehörig behindern. Für mächtig viel Chaos ist also gesorgt. Damit man nach wenigen Runden nicht schon alles gesehen hat, gibt es außerdem eine kleine aber feine Auswahl an Rennvariationen. Statt der Führungsposition zählt so eine hohe Punktzahl, die man etwa auch als Schattenfahrer erreichen kann. In Kombination mit der feinen Zahl von 18 Strecken macht das einen mehr als gelungenen Funracer, besonders zwischendurch und mit Freunden. Auch allein macht es eine Weile Spaß, denn es gibt immerhin drei Schwierigkeitsstufen bei den Herausforderungen. Wer aber nicht auf Bestenlisten schielt, dem fehlen einfach jubelnde oder fluchende Mitspieler.

TNT Racers

Preis:

ca. 10 Euro (800 Punkte, XBLA); 9,99 Euro (PSN)

Spieler:

1 bis 4

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

79 MB

Entwickler:

Keen Games

Hersteller:

dtp

USK:

ab 6 Jahren

Wertung:

82 %


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