Tom Clancy's EndWar im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Ubisoft geht mit der innovativen Sprachsteuerung von EndWar neue Wege. Die Strategie-Hoffnung im Test.

von Bernd Fischer,
06.11.2008 16:37 Uhr

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Wenn Beststeller-Autor Tom Clancy ein Szenario entwirft, prallen Nationen aufeinander. Vom Kalten Krieg bis zum nuklearen Inferno ist dann alles drin, meist wird der patriotische Reigen mit wehenden Fahnen, makellosen Helden und besonders bösen Schurken inszeniert. Bei Tom Clancy’s EndWar hingegen fällt das Feindbild nicht so eindeutig aus: Unsere Heimatkugel befindet sich im dritten Weltkrieg, ein erbitterter Kampf um die militärische Vorherrschaft wird ausgetragen. Die USA kämpfen gegen die Europäer, die wiederum gegen die Russen und umgekehrt. Welche Seite ihr hierbei einnehmt, bleibt euch überlassen -- zumindest in der zweiten Hälfte des Spiels. Im ersten Teil nimmt euch Endwar auf eine zehn Missionen andauernde Geschichtsstunde mit, die alle relevanten Geschehnisse bis zum Ausbruch des Krieges abdeckt. In dieser Phase schlagt ihr euch je nach Auftrag auf die Seite einer der drei Nationen --so lernt ihr nicht nur den Umgang mit der Steuerung, sondern auch die Eigenheiten der einzelnen Parteien kennen. Bei den restlichen 15 Missionen konzentriert ihr euch dann auf euren gewählten Nationsfavoriten.

EndWar
Genre: Strategie
Release: 06.11.2008

Mittendrin statt nur dabei

Tom Clancy’s Endwar ist ein waschechtes Echtzeit-Strategiespiel. Wer dabei jetzt an ausuferndes Ressourcen-Feilen, Gold graben und Einheitenbau denkt, wird sich umschauen. Es ist Krieg! Endwar geht in eine deutlich actionreichere, direktere Richtung. Hier zählt vor allem Geschwindigkeit, Reaktion und der gnadenlose Wille zum Kampf. Auch wenn jede Mission in eine (mehr oder weniger dünne) Handlung eingeflochten ist -- größtenteils besteht eure Aufgabe darin, entweder den Feind komplett von der Karte zu putzen oder mehr als die Hälfte aller strategischen Punkte einzunehmen. Langes Aufbauen und zähes Entwickeln ist Fehlanzeige, meist geht es innerhalb weniger Minuten zur Sache.

Je nach Mission startet ihr mit drei bis fünf Einheiten auf einer Karte. Eure Truppen sind in sieben Typen gegliedert: Fußsoldaten, Grenadiere, Transportwägen, Panzer, Kampfhubschrauber, Artillerie und Kommandowägen. Meist dürft ihr zu Beginn einer Mission auswählen, mit welchen Einheiten ihr an den Start gehen wollt. Deshalb solltet ihr bei der Einweisung die Ohren spitzen: Findet der Kampf zum Beispiel in einer Metropole wie Washington statt, sind Fußsoldaten eine gute Wahl -- die können sich in Häusern auf die Lauer legen und Feinde aus der Deckung gezielt ausschalten. Führt euch eine Mission in offenes, weites Gelände, sind Hubschrauber und Panzer unverzichtbar -- mit den Vehikeln legt ihr schnell größere Strecken zurück und könnt gezielt in das gegnerische Wespennest stechen. Bei Endwar gibt es eine strenge Logik, welcher Einheitstyp wann am besten funktioniert (siehe Kasten). Die wird im Spiel konsequent durchgehalten, was den Erfolg eurer militärischen Aktionen angenehm planbar macht.

Um mehr Einheiten zur Pflicht zu rufen, nehmt ihr Stützpunkte ein. Dazu dirigiert ihr Fußsoldaten direkt auf das Gebäude, nach einer kurzen Zeit habt ihr dieses erobert und könnt nun eine neue Kampftruppe auf die Karte holen. Mit diesen Stützpunkten erhaltet ihr zudem effektive Unterstützung -- so startet ihr einen Luftangriff, feuert einen Satelliten-Laser ab oder kramt die Atombombe aus der Kiste.


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