Tom Clancy's Rainbow Six Vegas 2 im Test

Am Ende des Regenbogens wartet kein Goldtopf, sondern die USK. Die internationale Version des Clancy-Shooters bleibt deutschen Terroristenjägern vorenthalten.

von Nino Kerl,
02.04.2008 14:46 Uhr

Las Vegas – Die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada -- ist nicht nur das Mekka von Glücksspiel-Junkies und Elvis-Imitatoren. Seit Ubisofts Taktik-Shooter-Erstlingwerk Rainbow Six Vegas dient die Stadt der Sünde auch als Brutstätte kaltblütiger Terroristen. Die Glamour-Metropole wurde im Xbox 360-Vorgänger jedoch nicht vollständig entterroristifiziert. Die Folge: Ein unschönes, offenes Ende. Aber keine Bange: Team Rainbow rückt nun erneut aus, um auch dem letzen Glückspielverderber die Lichter auszuknipsen. Deutsche Terroristenjäger müssen sich allerdings noch etwas in Geduld üben: Die internationale Version des First-Person-Taktik-Shooters erhielt keine Alterskennzeichnung durch die USK. Die speziell für den deutschen Markt adaptierte Fassung erscheint erst am zweiten Mai. Dieser Test bezieht sich auf die bereits fertige EU-Version.

Soldaten-Baukasten

Der Hauptprotagonist des ersten »Vegas«, Logan Keller, scheint am Roulettetisch versumpft zu sein – vom einstigen Rainbow-Teamführer fehlt zu Beginn der Terroristenhatz jede Spur. Im Nachfolger schlüpft ihr in die Springerstiefel eines völlig neuen Charakters: Bishop ist der Name des »Rekruten-Rohlings«. Geschlecht, Ausrüstung, Gesichtsbemalung etc. bleiben euch überlassen. Besitzer einer Live Vision Cam treten der Terroristenbrut von Angesicht zu Angesicht gegenüber: Setzt der Spielfigur euer eigenes Gesicht auf! Das Charakter-Editor-System »P.E.C.« (Persistent Elite Creation) kommt im Vergleich zum Vorgänger nun auch im Solomodus zum tragen. Ihr steigert den Rang des individuell erstellten Soldaten sowohl im Mehrspieler-Modus als auch in der Kampagne. Erfüllt Missionsziele oder erledigt Gegner, um neue Uniformen und Rüstungsgegenstände zu erhalten. So schützt ihr euch als »Specialist« lediglich mit Standart-Helm und Uniform. Habt ihr den »First Lieutenant«-Rang erklommen, gibt’s einen verstärkten Helm, eine Halbgesichtsmaske und eine getönte Sonnenbrille.
Das »Advanced Combat Enhancement Specialization«-System, kurz A.C.E.S., belohnt den Spieler in drei Kategorien: Nahkampf, Scharfschütze, Angriff. Soll heißen: Überlistet ihr einen Gegner und erledigt ihn mit dem Messer, klingelt euer Nahkampfkonto. Habt ihr eine bestimmte Anzahl Gegner im Nahkampf erledigt, schaltet ihr neue Waffen in dieser Kategorie frei. Für erfolgreiche Scharfschützeneinlagen gibt’s neue Distanzknarren. Fast 50 Schießprügel könnt ihr auf diesem Weg ergattern. Knipst ihr einem Feind die Lichter aus, füllt sich ein Erfahrungsbalken am unteren Bildschirmrand. Treffer in den Kopf und Rücken der Gegner, oder erfolgreiche Distanzschüsse bescheren euch besonders viele Erfahrungspunkte. Kurzum: Rainbow Six Vegas 2 belohnt das Töten. In der »eingedeutschten« Version soll das A.C.E.S. System laut Ubisoft deutlich entschärft daherkommen.


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