Uncharted 4 - Next-Gen = Brusthaarphysik!

Sony hat endlich erstes Ingame-Material zu Uncharted 4: A Thief's End für PS4 veröffentlicht. Wir analysieren die Spielszenen und entreißen dem Softwareschatz seine gut versteckten Geheimnisse.

von Kai Schmidt,
09.12.2014 18:00 Uhr

Gamewatch: Uncharted 4: A Thief's End - Härtetest: Sexy genug? Lässt Nate nach? Gamewatch: Uncharted 4: A Thief's End - Härtetest: Sexy genug? Lässt Nate nach?

Außer zwei recht nichtssagenden Teasern (einer mit Storyfragmenten, der andere eine kurze Techdemo) gab es bisher keine bewegten Bilder zur kommenden PlayStation-4-Exklusivhoffnung Uncharted 4: A Thief's End zu sehen. Auf der PlayStation Experience, die am 6. und 7. Dezember 2014 in Las Vegas stattfand, zeigte Sony nun endlich, was uns in Nathan Drakes neuem Abenteuer erwarten wird. Zumindest in Teilen, denn wir gehen davon aus, dass Drake wie gewohnt um den halben Erdball reisen wird, um sein Ziel zu erreichen.

Uncharted 4
Genre: Action
Release: 10.05.2016

Nathan Drake

Das erste, was uns in dem knapp 15 Minuten langen Video auffällt, ist Nathan Drake selbst. Kunststück, beginnt das Material doch mit einer Nahaufnahme seines Gesichts. Und dabei wird klar, dass Entwickler Naughty Dog wohl nicht die versprochene, beinahe fotorealistische Grafikqualität halten kann, die zur E3 2014 bereits in einer sehr kurzen Techdemo angeteasert wurde.

Uncharted 4: A Thief's End - Erster Gameplay-Trailer mit 15 actiongeladenen Minuten Uncharted 4: A Thief's End - Erster Gameplay-Trailer mit 15 actiongeladenen Minuten

Trotz beschnittener Details ist der Next-Gen-Drake aber bei weitem nicht hässlich und wirkt dank knapp 800 Gesichtsausdrücken lebendiger denn je. Ebenfalls zugute kommen ihm das im Wind realistisch wehende Haar und die Nässeeffekte - selbst an Brusthaarphysik wurde laut Naughty Dog gedacht! Und wenn das nicht Next-Gen ist, dann wissen wir's auch nicht.

Organische Grafik

Die wunderschöne Umgebungsgrafik beeindruckt mit Wasserfällen, die sich in die Tiefe ergießen, viel Dschungelvegetation, herabhängenden Schlingpflanzen und sehr natürlich wirkenden Felskonstrukten mit Klettermöglichkeiten. Statt greifbare Kanten durch ein Blinken hervorzuheben, wie es noch in den Vorgängerspielen geschah, fügen sich die Spalten und Kletterhilfen im Fels nun sehr viel besser in das Gesamtbild ein.

Die Umgebung wirkt dank weniger Kanten und sehr viel Vegetation unglaublich natürlich.Die Umgebung wirkt dank weniger Kanten und sehr viel Vegetation unglaublich natürlich.

Wir sehen zwar, dass bestimmte Teile des Gesteins zum Klettern gedacht sind, doch verzichtet das Spiel darauf, es uns aufdringlich zu signalisieren und dadurch einen Teil der Atmosphäre zu killen. Sehr gut!

Geklaute Kletterhilfe

Von einem netten Skelett, das an einer Felswand buchstäblich in den Seilen hängt, klaut sich Drake eine nützliche Kletterhilfe in Form eines Kletterpickels, der ihm an bestimmten Wänden Halt gibt. Und diese »bestimmten Wände« erinnern uns frappierend an die Stellen in Tomb Raider, an denen Lara ihre Kletteraxt einsetzen kann.

Schamlos geklaut? Zu Recht, wenn man bedenkt, wie sich Lara bei Drake bediente.Schamlos geklaut? Zu Recht, wenn man bedenkt, wie sich Lara bei Drake bediente.

Man muss sich das mal verdeutlichen: Zuerst bedient sich Uncharted fleißig bei Tomb Raider und zeigt, wie die schwächelnde Serie auszusehen hat, dann kupfert Tomb Raider fleißig bei Uncharted ab und fügt ein paar eigene Ideen hinzu, die Uncharted schließlich übernimmt. Verrückt!

Endlich: ein Enterhaken!

Was Nathan Drake schon immer daran hinderte, zum modernen Indiana Jones zu werden, waren der fehlende Hut und die fehlende Peitsche, mit der er sich über Abgründe schwingen kann. Zumindest letzteres wird in Uncharted 4 in Form eines Enterhakens so halb Einzug halten (es ist eben letztlich keine Peitsche!).

Mit dem Enterhaken schwingt sich Nate wie Indy zu seinen besten Zeiten über Abgründe.Mit dem Enterhaken schwingt sich Nate wie Indy zu seinen besten Zeiten über Abgründe.

An markierten Stellen kann Nate den Haken einsetzen, um sich durch die Luft zu schwingen und gegebenenfalls elegant auf einem Gegner zu landen, den er anschließend zu Boden streckt. Wir sind gespannt, ob der Enterhaken noch weitere Einsatzmöglichkeiten erhält.


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