Vampyr - Du musst nicht töten, aber das Spiel will es so

Beim Action-Rollenspiel Vampyr setzt Life is Strange-Entwickler Dontnod nicht nur auf schwere Entscheidungen, sondern auch auf forderndes Gameplay – vor allem wenn wir niemandem im Spiel töten wollen.

von Tim Hödl,
20.09.2016 16:40 Uhr

Vampyr - E3-Trailer zum Vampir-Spiel Vampyr - E3-Trailer zum Vampir-Spiel

Die Wahl zwischen moralischen Entscheidungen lassen uns inzwischen viele Spiele, doch das Action-RPG Vampyr will sich dabei trotzdem von der Konkurrenz abheben. Denn während sich die einen Titel große Mühe geben, Gut und Böse möglichst gleichwertig auszubalancieren, müssen wir in anderen mit dem kleineren Übel leben – Vampyr hingegen will uns laufend dazu bringen, unsere dunkle Seite doch mal so richtig auszuleben.

Preview: Life is Strange + Bloodborne + Dishonored = Vampyr

Trotzdem soll es möglich sein, das aktuelle Projekt der Life is Strange-Macher von Dontnod durchzuspielen, ohne jemanden zu töten. Aber wer sich dieses Ziel steckt, muss dafür einige Schwierigkeiten in Kauf nehmen. Das verriet uns Art Director Grégory Szucs, als wir kürzlich die Gelegenheit dazu hatten, mit ihm über Vampyr zu sprechen.

"Es ist eine Herausforderung, an der sich Spieler versuchen können – das eignet sich vermutlich nur für diejenigen, die nach einem richtigen Abenteuer suchen. "

Es sei zudem eine großartige Gelegenheit, Vampyr mehrmals durchzuspielen. Allerdings, und das betont Szucs, widerspreche diese Herangehensweise allem, was uns im Spiel erwarte. Es gebe einen »großen Anreiz« für uns, andere Figuren zu töten. Als Beispiel nennt er die Kämpfe, die sich an Bloodborne orientieren sollen:

"Jedes Mal, wenn du jemanden erledigst, erhälst du eine Art Power-Boost. Du wirst sehr schnell richtig stark. Dadurch machst du in den Kämpfen ein paar fantastische Fortschritte."

Die Konsequenz, mit der sich friedliebende Spieler auseinandersetzen müssen, ist naheliegend: für sie werden die Auseinandersetzungen schwerer. Einige Kämpfe könne man jedoch vermeiden, nur eben nicht alle.

"Es gibt Wege, um damit klarzukommen, aber die dürften steiniger sein, als jeden, oder zumindest ein paar Leute, einfach zu töten. "

Den Konflikt, den Vampyr hier für uns bereithält, greift das Action-RPG auch in seiner Story auf. Im Spiel schlüpfen wir nämlich in die Rolle des Arztes Jonathan Reid, der in einen Vampir verwandelt wurde und daher stets mit sich selbst ringt. Hält er an seinen alten Werten fest oder gibt er sich seinem neuen Dasein als Blutsauger hin? Die Antwort auf diese Frage fällt Szucs zufolge recht eindeutig aus.

"[Vampyr] ist eine Reise in die Hölle. Das [Dasein als Vampir] ist deine Verdammnis. Je mehr du tötest, desto tiefer gehst du diesen Weg hinab – du hast nur die Kontrolle darüber, wie tief und schnell du gehst. "

Wohin uns diese Reise führt, wenn wir uns trotz allen Verlockungen für einen möglichst friedlichen Spielstil entscheiden, erfahren wir im kommenden Jahr. Vampyr soll 2017 für PS4, Xbox One und PC erscheinen.

Reizt euch der Ansatz von Vampyr?

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