Xbox 360 - Neue Hardware - 65-nm-GPUs in ersten Xbox-360-Konsolen aufgetaucht

Die neuen Xbox-360-Konsolen mit geschrumpften Grafikchips verbrauchen weniger Strom und dürften deutlich ausfallsicherer sein.

von Christian Merkel,
01.12.2008 13:21 Uhr

Die Xbox 360 wird sparsamer. Dafür sorgt das neue Mainboard mit dem Codenamen Jasper. Größte Änderung: Der Fertigungsprozess des Grafikprozessors wurde von 90 auf 65 nm geschrumpft. Außerdem gibt das Netzteil nur noch 140 Watt aus, das sind 25 Watt weniger als bei der letzten Hardware-Revision. Laut Gerüchten im Internet läuft die Produktion schon seit August 2008. Doch jetzt sollen erste Exemplare der Xbox 360 mit dem Jasper-Mainboard im Handel aufgetaucht sein.

Die Website xbox-scene.com zeigt erste Fotos der neuen Xbox. Es handelt sich dabei um ein Arcade-Modell , das als Herkunft auf dem Board Lot #0843X by Team FDOU vom 23.10.2008 angibt. Viele Änderungen sieht man nicht. Die Größe des internen Flashspeichers ist höher: Er beträgt jetzt 256 Mbyte. Damit kann er auch das neue Xbox-Dashboard NXE aufnehmen.

Weniger Leistungsaufnahme bedeutet auch weniger Wärmeabgabe. Musste Microsoft bei den letzten Xbox-Mainboards das Kühlkonzept gegenüber dem Originaldesign noch überarbeiten, um dem berüchtigten Red Ring of Death Herr zu werden, ist bei Jasper mit weniger Problemen zu rechnen. Auf weniger Lärm sollte man trotzdem nicht unbedingt hoffen. Der Hauptkrawallmacher in der Xbox 360 ist nach wie das hochtourig drehende DVD-Laufwerk. Da hilft es nur, die Spiele im neuen NXE auf Festplatte zu kopieren, falls man denn genug Platz hat. Microsoft wird sich übrigens über geringere Fertigungskosten freuen. Chips im 65nm-Prozess sind kleiner und dementsprechend billiger zu produzieren, weil mehr Chips auf einen Fertigungs-Wafer passen.


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