Xbox 360 - Neue Hardware erkennen

Wir zeigen euch, wie ihr Microsofts aktuelle Xbox-360-Hardwaregeneration erkennt und damit richtig Geld sparen könnt.

von Christian Merkel,
12.12.2008 16:46 Uhr

Mit Jasper hat Microsoft mittlerweile die dritte Xbox-360-Hardwaregeneration veröffentlicht. Der Fertigungsprozess des Grafikprozessors wurde für die neue Generation von 90 auf 65 nm geschrumpft. Ziel der Maßnahme: Die Fertigung wird dank kleinerer und deswegen kostengünstigerer Chips für Microsoft billiger. Dies hat einen angenehmen Nebeneffekt. Kleinere Prozessoren sind sparsamer. Deswegen ist eine Jasper-Xbox definitiv einem älteren Modell vorzuziehen -- selbst wenn erste Tests leider bestätigen, dass die neue Xbox-360-Generation nicht wesentlich leiser ist.

Unter Volllast sinkt die Leistungsaufnahme laut Presseberichten von 130 auf 107 Watt gegenüber der zweiten Konsolengeneration. Käufer der ersten Generation können noch mehr sparen, da die Xbox 360 anfangs bis zu 180 Watt verbraten hat. Diese hohe Leistung wird im laufenden Betrieb zum größten Teil als Wärme abgeführt. Dies führte zu einer hohen Ausfallrate der ersten Xbox-360-Geräte, da Microsoft es anfangs nicht schaffte, die Wärme aus dem Gehäuse der Xbox 360 zu transportieren. Die aufwändigen Kühllösungen, um das zu kompensieren, sind im neuen Jasper-Design nicht nötig

Microsoft tönt nicht groß in der Gegend herum, dass es eine neue Konsolengeneration im Handel gibt. Der offizielle Wortlaut lautet, der Redmonder Konzern halte das Xbox-360-Hardwaredesign ständig auf dem neuesten Stand. Dummerweise bedeutet das auch, dass die unterschiedlichen Konsolengenerationen äußerlich kaum zu unterscheiden sind. Ansonsten wären die älteren Modelle verständlicherweise schnell Ladenhüter, die keiner haben wollte. Bislang hat man die größte Chance, eine Jasper-Xbox zu ergattern, wenn man sich eines der neuen Xbox-360-Arcade-Bundles besorgt.

Wer sicher gehen möchte, dass er eine Jasper-Xbox im Laden erwischt, muss vor Ort schauen. Im Versandhandel hilft nur das gesetzlich garantierte 14-tägige Rückgaberecht. Ein kleines Detail hilft, das Jasper-Design zu identifizieren. Auf der Packung ist durch eine Aussparung im Karton die laufende Nummer der Konsole zu erkennen. Glücklicherweise ist die Öffnung so groß, dass links auch die Stromstärke zu erkennen ist. Die muss bei 12,1 Ampere liegen (siehe Bild).

(Bild von AnandTech)

Die einzelnen Konsolengenerationen lassen sich durch diese Stromstärke-Angabe eindeutig zuordnen:

Stromstärke

Xbox-360-Revision

16,5A

Zephyr (1. Generation - mit und ohne HDMI)

14,2A

Falcon (2. Generation - mit HDMI und sparsamen Hauptprozessor)

12,1A

Jasper (3. Generation - mit HDMI, sparsamen Hauptprozessor und sparsamen Grafikprozessor)

Ein weiterer Anhaltpunkt ist eine Einkerbung beim Stromkabel auf der Seite des Anschlusses an die Konsole. Doch das Kabel sieht man im Laden kaum offen rumliegen. Übrigens: Wer seine Xbox 360 im Fernsehregal einfach austauschen will, muss dabei noch nicht einmal das Netzteil wechseln. Das Netzteil einer älteren Xbox läuft auch mit einem neueren Modell. Umgekehrt ist das nicht möglich: Zum einen verhindern unterschiedliche Einkerbungen an den Anschlüssen, dass der Stecker passt. Zum anderen liefern neuere Xbox-360-Netzteile zu wenig Saft für die alten Konsolen. Im Umkehrschluss heißt das aber, dass ältere Netzteile überdimensioniert sind für neue Geräte. Dies behindert zwar nicht die Lauffähigkeit der Xbox 360, ist aber weniger effizient. So wird wahrscheinlich mehr Watt durch die Leitung gehen als mit einem schwächeren Netzteil.


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