Yoshi's Woolly World - Nintendos nächstes Meisterwerk

Yoshi’s Woolly World für die Wii U ist ein Traum für jeden Handarbeitskurs. Aber ist es auch ein fein gestricktes Jump&Run? Nach unserem Anspielen sind wir schwer begeistert.

von Ann-Kathrin Kuhls,
28.04.2015 16:10 Uhr

Yoshi's Woolly World - Gameplay-Trailer zum Strick-Jump&Run Yoshi's Woolly World - Gameplay-Trailer zum Strick-Jump&Run

Für Yoshi’s Woolly World ist mit Sicherheit containerweise Garn draufgegangen. In dem Jump&Run für die Wii U ist nämlich absolut alles in Strick- oder Häkeloptik gehalten. Und wenn wir alles sagen, meinen wir das auch. Die Woll-Welt würde jede Großmutter vor Neid erblassen lassen. Yoshi läuft über einen Kord-Weg, der von mit Strickzäunen gesäumten Frotteewiesen umgeben ist, während gefilzte Wolken an Bindfäden vom hellblauen Stoffhimmel baumeln.

Jedes kleinste Detail wirkt auf irgendeine Art und Weise handgemacht. Auch die Yoshis selbst sind von den Füßen bis hin zur Knubbelnase gehäkelt, inklusive kleiner, abstehender Bindfäden und aufgeklebter Kulleraugen. Deswegen wird es ihnen auch zum Verhängnis, als Serien-Bösewicht Kamek eines Tages in ihre Welt eindringt und sie nacheinander aufribbelt.

Nur ein paar der Yoshis überleben und sehen hilflos zu, wie sich der Magikoopa mit ihren Freunden aus dem Staub macht. Um ihre Mityoshis zu retten, müssen sich die Überlebenden aus ihrem Heim im Baumwoll-Atoll in die weite Woll-Welt aufmachen und das Garn ihrer Freunde wiederfinden.

Wolliversum

Zum Glück sind unsere Feinde sehr einfach gestrickt. Unser Yoshi kann sie mit seiner Bindfadenzunge schnappen und aufribbeln, genau wie es mit seinen Freunden geschehen ist. Während die Knopfaugen unserer Gegner irgendwo im Bildschirmvordergrund verschwinden, verarbeitet der kleine Knubbeldino das restliche Garn zu einer handlichen Kugel, die er hinter sich herzieht.

Unsere Wollknäuel können wir auch durch die Gegend katapultieren, um damit unsere Feinde zu fesseln. Unsere Wollknäuel können wir auch durch die Gegend katapultieren, um damit unsere Feinde zu fesseln.

Anders als die Eier im 3DS-Vorgänger Yoshi’s New Island können wir das Garn jedoch nicht nur nutzen, um damit Bösewichte zu bombardieren. An vorgegebenen Gerüsten erhäkeln wir uns etwa Plattformen, die uns über Abhänge helfen, und auch die bissigen Kettenhunde werden mit ein wenig Garn zu freundlichen Kuschelkugeln, die uns bei Schalterrätseln unterstützen.

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Woolly World ist für ein Jump&Run erfreulich puzzlelastig und damit spielerisch deutlich abwechslungsreicher als die Vorgänger. Egal wohin wir schauen, überall gibt es etwas zu ziehen oder zu zuppeln. Die Welt ist ein Paradies für Leute, die mit Hingabe Sicherheitsfolien von Elektrogeräten abknibbeln.

Sobald wir irgendwo eine lose Schlaufe finden, können wir damit die Maschen einer Wand oder der Hintergrunddeko lösen und so Geheimgänge, Abkürzungen oder Edelsteine freigeben. Deshalb schauen wir bei jeder Wand genau hin und entdecken auch bei mehrmaligem Durchspielen immer wieder Neues.

Wer uns allerdings nicht überrascht hat, war der Endgegner der ersten Welt. Den kennen wir nämlich schon aus dem ersten Yoshi’s Island für den Super Nintendo. Ob für Woolly World noch andere der Endgegner neu aufgelegt wurden, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

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