Bei den schlecht besuchten "Wir sind Gamer" Demos dieses Wochenende fanden sich viele Mitglieder der Piratenpartei: http://stigma-videospiele.de/wordpress/?p=2527
Die Politiker der etablierten Parteien verbreiten hingegen weiterhin so einen Stuss:
http://www.debatte.welt.de/kommentar...des%20internet
Sollten wir Gamer im September nicht ein Zeichen setzen und alle die Piratenpartei wählen?
Ich habe meien Wahlentscheidung noch nicht getroffen (schwanke zwischen den Grünen und der Piratenpartei), wie sieht es bei euch aus?
Die Piratenpartei will das Urheberrecht nicht abschaffen, sie will es reformieren.
"Als das Urheberrecht gemacht wurde, gab es noch kein Internet und das
Internet hat vieles extrem verändert; vor allem was die unter das Urheberrecht
fallenden Immaterialgüter angeht, die mit Einzug in die digitale Welt ihren
Knappheits-Charakter einbüßen.
Nun, was heißt Knappheits-Charakter ? Knappheit macht all das aus, woraus
sich meinetwegen eine Kaffekanne auszeichnet: Mit ihr sind Herrstellungskosten
für ihre Reproduktion verbunden. Sie kann "besetzt" sein, sie kann verschleißen,
und wenn man mehrere von ihnen in Deutschland verteilen will, braucht das
seine Zeit. Sie kann nicht von mehreren Personen unabhängig von einander
gleichzeitig genutzt werden. Immaterialgüter unterscheiden sich mit Einzug
in die Digitale Welt massiv bei diesen genannten Punkten. Ich verkürz' es,
sie sind im Überfluss vorhanden.
Es ergeben sich Schwierigkeiten, wenn man da dann an einer Gesetzeslage
festhält, welche in einer Zeit konzipiert wurde, als es nur Güter wie
Kaffekannen gab.
Wenn Immaterialgüter unknapp sind, wird der Teil des Urheberrechts, der
Urhebern exklusive Vervielfältigungs- und Verbreitungsrechte sichert
gegenstandslos. Das führt dazu, dass die Urheber zwar nach wie vor das
gewerbliche Schutzrecht haben, und somit die einzigen sind, die jene
unknappen Immaterialgüter kommerziell nutzen dürfen, aber an der Umsetzung
für diese kommerzielle Nutzung hapert's halt, weil die bisherigen
Vergütungsmodelle ohne die Verwertungsrechte, die nicht mehr greifen
(Verbreitungsrecht und Vervielfältigungsrecht), schlicht ausgeschaltet sind.
Diese Verwertungsprobleme entziehen sich dem Geltungsbereich des
Urheberrechts; mit keiner Änderung oder Reformierung des Urheberrechts
bekommt man das wieder gerade. Das Urheberrecht ist auch nicht "schuld"
dran, es funktioniert nur halt einfach nicht mehr für alle Güter-Arten.
Da das Urheberrecht ja unter anderem - jedoch absolut nicht ausschließlich -
aber in der Absicht gefasst ist, dass Urheber mit ihren Gütern Erlöse erzielen
können, sollte der Gesetzgeber dennoch - auch wenn das Urheberrecht nicht
dran schuld ist - Impulse geben, die die Situation für die Urheber im 21.
Jahrhundert bessert. Wenn nicht mit Gesetzen - weil's nichts bringt -, dann mit
der Förderung von zeitgemäßen Geschäftsmodellen für Schaffende.
Das ist der Weg, wie wir ihn gehen werden. Die etablierte Politik ist jedoch
einen anderen Weg gegangen. Sie hatten nicht das Knowhow, um sinnvoll mit
der Situation umzugehen; sie haben diese kaum greifbare neue Güter-Art, die
unknappen Immaterialgüter, versucht, über das Urheberrecht, künstlich zu
knappen Immaterialgütern zu machen. Im Zuge dessen ist eine weitere,
wichtige Absicht des Urheberrechtes, der Interessenausgleich zwischen
Urhebern und der Allgemeinheit, immer weiter zulasten letzterer in Schieflage
geraten. Schutzfristen wurden verlängert, DRM (Technische Einschränkung der
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte der Verbraucher) gesetzlich geschützt,
was ein schwerer Schlag für das Recht auf Privatkopie war, eine ganze
Generation wurde und wird kriminalisiert.
Das ist der Grund weshalb sich die Piratenpartei bei dieser Thematik für die
Förderung alternativer, zeitgemäßer Geschäftssmodelle, die auch in unserer
heutigen Welt greifen, und eine Reformierung des Urheberrechtes zur
Wiederherstellung des Interessensausgleichs einsetzt; letzteres umfasst auch,
dass die freie Zugänglichkeit an Informationen - eine der fundamentalen,
gesellschaftlichen Errungenschaften des Internets - akzeptiert statt bekämpft
wird."
http://wiki.piratenpartei.de/StudiVZ_Antworten
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Final Fantasy XIII-2



), werde ich sicherlich nicht die piratenpartei wählen. einfach weil das Kriterium "Videospiele" bei meiner Parteienwahl keine allzugroße Rolle spielt.

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