DER HOBBIT OHNE PETER JACKSON!
20.11.2006 von Cirdan Quelle: TheOneRing.net
Die Enttäuschung ist groß! Wie Peter Jackson heute in einem offenen Brief an die Tolkien-Fans weltweit verlauten ließ, wird er NICHT an der Entstehung zum HOBBIT beteiligt sein. Der Neuseeländer bedauert, dass New Line Cinema den HOBBIT nun ohne realisieren will.
Diese Entscheidung gründet unter anderem in dem Rechtsstreit zwischen Jackson und der Filmproduktionsfirma (wir berichteten). New Line möchte den HOBBIT allerdings so bald wie möglich realisieren, um die Lizenzrechte nicht zu verlieren, die 2008 auslaufen. Die Vorproduktion zum HOBBIT soll daher in Kürze beginnen, die Suche nach einem neuen Regisseur läuft auf Hochtouren.Hier ist der Brief von Peter Jackson:
Liebe Ring-Fans,
wie Ihr wisst, gab es in letzter Zeit ziemlich viele Spekulationen über den HOBBIT. Wir wurden oft gefragt, wann und ob der Film gedreht werde. Und wir haben immer geantwortet, dass wir sehr daran interessiert wären, diesen Film zu drehen - wenn man dies uns anbieten würde.
Vielleicht habt ihr auch mitbekommen, dass wir von Wingnut Films New Line Cinema verklagt haben, weil New Line Einnahmen von DIE GEFÄHRTEN unterschlagen hat.
Da es unterschiedliche Auffassungen zur Abrechnung gab, wollten wir mit dem Gerichtsprozeß bezwecken, dass eine neutrale Person, sei es ein Richter, eine Jury oder ein Vermittler, unbefangen die Abrechnungen prüft und eine Entscheidung herbei führt. Wir wären mit jeglicher Entscheidung einverstanden gewesen. Nach unserer Auffassung ist das nicht viel komplexer und deshalb gibt es in Filmverträgen auch immer eine Klausel, die einem das Recht einräumt, die Bilanzen zu überprüfen.
Wie auch immer. Wir haben immer betont, dass wir mit New Line Cinema erst über den HOBBIT sprechen würden, wenn dieser Rechtsstreit aus der Welt geräumt sei und wir Einblick in die Bilanzen bekommen haben. Das hat einen ganz einfach Hintergrund - Man kann nicht mit einem Filmstudio an einem teuren, aufwendigen und komplexen Film arbeiten, mit all der Verantwortung und dem Druck, den eine solche Produktion mit sich bringt, wenn man sich noch mit der Firma im Rechtsstreit befindet.
Und wir haben immer gesagt, dass wir den HOBBIT auch nicht nur als Ausgleich mit New Line produzieren wollten. Mit anderen Worten: Wir hätten niemals zugestimmt, wenn New Line uns den HOBBIt angeboten hätte, mit der Bedingung, dass wir die Klage zurückziehen. Das wäre nach unserer Auffassung nicht der Grund richtig gewesen und wenn der HOBBIT unter solchen Bedingungen entstanden wäre, wäre er von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Die Entscheidung für einen Film sollte vom Herzen kommen und nicht aus geschäftlichen Gründen. Wenn man mit einer Filmproduktion beginnt, übernimmt man auch eine riesige Verantwortung, der man nur mit absoluter Leidenschaft gerecht werden kann. Es ist diese Leidenschaft und nur diese Leidenschaft, die dem Film Herz und Seele gibt. Für uns kann das keine kaltherzige Geschäftsentscheidung sein.
Vor einigen Monaten gab es bereits einige Gerüchte um den HOBBIT, da MGM, die einen Teil der Rechte besitzen, verkündete, sie wollten den Film mit uns drehen. Das war etwas seltsam, den bis zu diesem Zeitpunkt hatte noch niemand von New Line bei uns angerufen und mit uns über das Projekt gesprochen. Das ging eine zeitlang durch die Medien, bis ein paar Wochen später unser Manager Ken Kamins einen Anruf vom New Line Cinema Vizegeschäftsführer Michael Lynne erhielt, der uns tatsächlich den HOBBIT anbot. Seine Bedingung war aber, dass wir im Gegenzug unsere Klage zurückziehen sollten, denn "so werden solche Angelegenheiten geregelt". Michael Lynne argumentierte, dass wir ja viel mehr Geld verdienen würden, wenn wir den Prozeß abbrechen und den neuen Filmvertrag unterschreiben würden. Das mag auch tatsächlich zutreffen, ist aber leider die schlechteste Grund für uns einen Film zu drehen.
Vor einigen Jahren erzählte uns Mark Ordesky, dass New Line Cinema nicht nur die Rechte für den HOBBIT, sondern auch für ein zweites Prequel zu DER HERR DER RINGE hat, in dem es um die Ereignisse zwischen den beiden Geschichten geht. Und wir haben schon damit gerechnet, beide Filme gleichzeitig zu drehen, so wie bei der Trilogie auch. Wir hatten auch erwartet, dass unser Rechtsstreit mit dem Studio irgendwann erledigen sein würden und wir dann frei über neue Ideen mit New Line sprechen könnten. Wir hatten geplant, mit der Vorproduktion und dem Design im nächsten Jahr während der Dreharbeiten zu THE LOVELY BONES zu beginnen. Wir haben sogar schon ein Treffen mit den Verantwortlichen von MGM geplant, um die Zeitpläne durchzugehen.
Wie auch immer, letzte Woche rief Mark Ordesky unseren Manager Ken an und teilte ihm mit, dass New Line Cinema uns nicht länger beim HOBBIT und dem anderen Prequel dabei haben möchte. Dieser Anruf sollte ein freundlicher Hinweis darauf sein, dass New Line Cinema derzeit für beide Projekte einen neuen Regisseur sucht.
Ordesky erkläre außerdem, dass New Line Cinema nur eine zeitlich begrenzte Lizenz von Saul Zaentz für die Filmrechte besäße (was übrigens nie zuvor erwähnt worden war). Da wir nicht vor Ende des Rechtsstreits zu neuen Verhandlungen bereit gewesen seien, werde das Studio jetzt einen anderen Regisseur engagieren.
Angesichts der Tatsache, dass New Line Cinema diese Entscheidung herbeigeführt hat, hatten wir das Gefühl, Euch, den Fans eine aufrichtige Erklärung der Ereignisse zu schulden.
Von Euch Fans hatten wir immer die größte Unterstützung und es tut uns sehr leid, dass unsere Beteiligung am HOBBIT so enden musste. Unsere Reise in Tolkiens Welt begann mit einem Telefonanruf von Harvey Weinstein bei Ken Kamins im November 1995 und endete mit einem Telefonanruf von Mark Ordesky im November 2006. Es waren großartige 11 Jahre!
Dieses Ergebnis haben wir niemals geahnt oder gewollt, aber wir sehen auch keinen Anlaß zur Verbitterung oder zum Haß. Uns bleibt keine andere Wahl, als uns von unsere Version des HOBBITS zu verabschieden und mit anderen, neuen Projekten weiterzumachen.
Wir senden allen, die das Privileg genießen bei der HOBBIT-Produktion dabei sein zu dürfen, unsere besten Wünsche und freuen uns schon darauf den Film im Kino zu sehen.
Herzliche Grüße und danke für die unglaubliche Unterstützung über all die vielen Jahre!
Einmal hin - aber nicht wieder zurück...
Peter Jackson und Fran Walsh
McKellen überdenkt Beteiligung am HOBBIT
24.11.2006 von Cirdan Quelle: McKellen.com
Gandalf-Darsteller Ian McKellen hat sich auf seiner offiziellen Website mckellen.com dazu geäußert, dass Regisseur Peter Jackson nun nicht an einer möglichen Verfilmung des HOBBITS dabei sein wird und deutet an, dass in diesem Fall seine Beteiligung ebenfalls zweifelhaft sei.
Ian McKellen als Gandalf
"Ich bin sehr traurig, weil ich es genossen hätte, unter der Führung von Peter wieder nach Mittelerde zurückzukehren", so McKellen in seinem Brief an die Fans. "Man kann sich nur schwer vorstellen, dass ein anderer Regisseur seinen Leistungen in Tolkiens Land gerecht werden könnte."
Weiter schreibt Ian McKellen: "Wir müssen aber jetzt erstmal die Entwicklungen abwarten. Ich bin da optimistisch und hoffe, dass New Line, MGM und Wingnut (Anm. d. Red.: Peter Jacksons Firma) ihre derzeitigen Streitigkeiten beilegen können und der lang erwartete HOBBIT so bald wie möglich verfilmt wird."
Der neue HOBBIT-Regisseur ist ...
24.11.2006 von Cirdan Quelle: TheOneRing.net
Aktuellen Gerüchten zufolge ist derzeit Regisseur Sam Raimi als Nachfolger von Peter Jackson im Gespräch, um den HOBBIT auf die Leinwand zu bannen. Sam Raimi hat einen ähnlichen Regie-Hintergrund wie Jackson und hat als Produzent von Serien wie XENA oder HERCULES bereits Erfahrungen mit neuseeländischen Produktionen und der Zusammenarbeit mit WETA gesammelt.
Sam Raimi
Sam Raimi, der zuletzt unglaublichen Erfolg mit seinen SPIDERMAN-Verfilmungen feierte, hat wie Jackson mit einfachen Splatter-Filmen seine Karriere begonnen. Von Vorteil wäre, dass Raimi bereits eng mit Richard Taylor und WETA Workshop zusammengearbeitet hat und ein Freund von Peter Jackson ist.
Raimis nächstes Projekt ist die Verfilmung der Vampir-Geschichte 30 DAYS OF NIGHT, die er ebenfalls in Neuseeland drehen wird.
TheOneRing.net-Redakteur Michael Regina beruft sich bei diesem Gerücht allerdings nur auf eine anonyme aber glaubwürdige Quelle
Okay, das ist der derzeitige Stand der Dinge. Das Projekt an sich wird wohl bald starten. NewLine ist auf der Suche nach einem Regisseur, damit die Rechte nicht wieder zurück gehen.
Finde ich total schade, dass PJ es nicht wird. Ich hätte gerne einen einheitlichen Hobbit gehabt, der zum Stil der LotR-Filme gepasst hätte.
Ich hoffe, man kriegt schnell einen guten Regisseur, oder man einigt sich doch noch mit PJ, denn auf einen unter Zeitdruck von einem Billig-Regisseur gedrehten Hobbit hab ich keine Lust.
Oder aber man findet keinen und die Rechte gehen wieder an Zaentz zurück. Die blöden Geldgeilen NewLine-Schweine. Die können doch froh sein, dass PJ deren Laden vor dem Bankrott gerettet hat.
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