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Electronic Arts - Gute Verkäufe, aber immense Verluste

Electronic Arts hat weiterhin mit hohen Kosten zu kämpfen. Eine schlechte Bilanz ist die Folge.

Von Christian Merkel |

Datum: 31.10.2008; 10:29 Uhr


Electronic Arts : Electronic Arts hat weiterhin mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Der Spielhersteller hat gerade sein zweites Quartal im Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen. EA sieht es als großen Erfolg, dass die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent auf 894 Millionen US-Dollar gestiegen sind. Doch erneut steht am Ende unter der Bilanz ein Verlust. Der ist mit 310 Millionen US-Dollar noch deutlich größer ausgefallen als der Verlust im vergleichbaren Vorjahresquartal, in dem der Hersteller 195 Millionen US-Dollar Miese machte.

Die hohen Umsätze kommen von den üblichen Verdächtigen: So gingen 4,4 Millionen Kopien von Madden NFL 09 über den Ladentisch. Wenig überraschend ist auch, dass sich Spore exzellent verkauft hat. Zwei Millionen Exemplare stehen da zu Buche. Die Chefs wird es auch freuen, dass sie mit Warhammer Online: Age of Reckoning den ersten Erfolg eines Online-Rollenspiels seit Ultima Online eingefahren haben. 1,2 Millionen Exemplare dieses Spiels wurden verkauft. 800.000 Leute spielen den Titel derzeit.

Aufgeschlüsselt nach Plattformen nimmt Electronic Arts folgende Geldbeträge ein:

  • Xbox 360: 224 Millionen US-Dollar

  • PlayStation 3: 98 Millionen US-Dollar

  • PC: 88 Millionen US-Dollar

  • PlayStation 2: 55 Millionen US-Dollar

  • Wii: 33 Millionen US-Dollar

Electronic Arts : Bei so großen Umsätzen müsste doch eigentlich am Ende ein Gewinn stehen? Der Verlust liegt an verschiedenen Kostentreibern. Als Hauptschuldigen sieht EA Harry Potter Harry Potter und der Halbblutprinz, das mehr oder minder schon fertig war und für das das Hersteller schon Unsummen an Entwicklungs- und Marketingkosten verpulvert hatte. Dummerweise erscheint der Film erst 2009 und deswegen darf auch das Spiel erst später in die Laufwerke der Fans. Außerdem verliert Electronic Arts viel Geld durch die derzeit sehr volatilen Wechselkurse der Währungen. Weiteres Geld floss in die Entwicklung des Internet-EA-Shops und des EA Downloaders. Verschiedene Publishing-Deals mit Epic Games, id Software und Grasshopper Manufacture haben die Bilanz auch im Voraus belastet.

Die Konsequenzen daraus sind eindeutig: Electronic Arts muss die Kosten drücken. Dafür wird der Hersteller 6 Prozent der Belegschaft entlassen -- also ungefähr 540 Leute. Die Entlassungen sollen alle Bereiche bei EA -- darunter auch die Entwicklungsabteilung -- weltweit treffen. Zukünftig möchte EA bei neuen Mitarbeitern sparen, indem eher die Entwicklerkapazität in Niedriglohnländern aufgestockt wird.

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Son of Destiny
#1 | 31. Okt 2008, 10:50
Also immer wenn ich sowas lese denke ich das die nicht alle Tassen im Schrank haben. Die reden hier von millionen von Umsätzen und bemägeln doch einen "minimalen" Verlust (meiner Ansicht nach). Sorry ich versteh es nicht. Wie kann man bei solch hohen Beträgen eigentlich noch rumheulen das man Miese macht?

Ja ich weiß Spiele kosten auch ihr gelg aber nicht gleich 300 Millionen.
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madjonfan
#2 | 31. Okt 2008, 11:10
Was ich nicht raffe ist, wieso EA erst ständig irgendwelche Studios kauft und damit immens viel Kohle verpulvert um dann festzustellen, dass sie irgendwie zu wenig einnehmen und deswegen - na was wohl? - Leute entlassen.

Irre ich mich oder ist das ziemlich - wie sagt man gleich in der Fachsprache - blöd?
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shoken
#3 | 31. Okt 2008, 11:43
die chefs räumen nie den Sessel, dann muss an den Human Resources (man ich hasse das Wort) gespart werden – die Arbeit über den Teich nach sonstwo vertickern für den Bruchteil der Kosten.

Global Economy sucks!
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mimic182
#4 | 31. Okt 2008, 12:17
Zitat von Son of Destiny:
Also immer wenn ich sowas lese denke ich das die nicht alle Tassen im Schrank haben. Die reden hier von millionen von Umsätzen und bemägeln doch einen "minimalen" Verlust (meiner Ansicht nach). Sorry ich versteh es nicht. Wie kann man bei solch hohen Beträgen eigentlich noch rumheulen das man Miese macht?

Ja ich weiß Spiele kosten auch ihr gelg aber nicht gleich 300 Millionen.


Klar geht es hier um Millionen Beträge, dass ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein Verlust nun mal ein Verlust ist. Beispiel:
Wenn du 1500EUR gehalt bekommst aber 5000EUR ausgibst, dann hast du nun mal nen Verlust von 3500EUR. Jetzt schreibst du die Zahlen einfach nur in Millionen und du hast das selbe Ergebnis, mit dem Unterschied das die Summe viel größer ist.
Fakt ist aber, dass EA das alles selber versaut hat. Wenn die weniger mit dem Geld umsich werfen würden, dann wäre vielleicht ein PLUS in diesem Jahr drin gewesen. Stattdessen ist es Harry Potter schuld und Mitarbeiter müssen gehen. Dazu muss ich sagen: wenn die zu schnell mit dem Spiel fertig sind, dann sind die selber schuld! Ansonsten sollen sie sich an Warner Bros. wenden und Geld fordern, weil die das Spiel nicht raus bringen dürfen. Ich denke aber, dass das vertraglich geregelt ist somit hat EA die berühmte A-Karte.
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DarkSora
#5 | 31. Okt 2008, 22:21
Dafür wird nächstes Jahr sicher besser, zumal HP ja schon fertig ist und somit für nächstes Jahr keine großen Kosten verursacht, sondern vielmehr Gewinn bringt.
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MD-Krauser
#6 | 02. Nov 2008, 13:05
das ist das alles nur Zahlenschieberei für Steuerbehörde. Wenn ein Unternehmen, gewinn macht, musses ja Steuern zahlen und wenn es verlust macht eben nicht. So einfach ist das.

Das ist doch alles nur virtuelles Geld. Keine Firma könnte regelmäßig pro Quartal dreistellige Millionbeträge an Verlust machen und weiter existieren.

Wenn die erwartungen an Abverkäufen nicht zutreffen, wird das nun mal als Verlust ausgewiesen.

Das ist doch auch der Grund warum Microsoft oder Sony mit Xbox und PS3 Konsolen angeblich Verluste einstreichen, da die Herstellung teurer wäre als der Verkaufspreis. Wer sowas immer ist ganz schön naiv.
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DarkSora
#7 | 02. Nov 2008, 13:15
Ja, bei denen gilt ja als verlust schon weniger Gewinn. Ist zwar trotzdem ärgerlich, aber man sollte es nicht so ernst sehen, als würde EA jetzt millionen von Euro blechen, nur weil HP nicht rausgekommen ist oder so
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