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Gaming-Branche - Forderung - »Multiplayer sollte generell Geld kosten«

Um die zurückgegangenen Spieleverkäufe aufzufangen, sollen laut dem Analyse-Unternehmen Wedbush Morgan die Publisher für den Mehrspieler-Modus ihrer Spiele Extra-Geld verlangen.

Von Peter Smits |

Datum: 18.07.2010; 12:35 Uhr


Gaming-Branche - Forderung : Wedbush Morgen-Analyst Michael Pachter gibt Mehrspieler-Modi Die Schuld am Rückgang der Spieleverkaufszahlen. Wedbush Morgen-Analyst Michael Pachter gibt Mehrspieler-Modi Die Schuld am Rückgang der Spieleverkaufszahlen. Die Wünsche der Publisher und die der Spieler haben selten etwas miteinander zutun. Manchmal scheint es so, als wolle die Unternehmens-Seite immer nur neue Möglichkeiten finden, den Kunden noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen und dabei möglichst wenig Mehrwert zu liefern. Dieses Konzept wurde nun von dem Analyse-Unternehmen Wedbush Morgan Securities auf die Spitze getrieben. Da die Verkaufszahlen von Videospielen im Juni in den USA um 15% gefallen sind, beginnen die Aktionäre und Geldgeber Lösungen für die sinkenden Ausschüttungen zu fordern. Wedbush-Analyst Michael Pachter hat eine parat: Publisher sollten einfach generell für den Mehrspieler-Modus eines Spiels Gebühren verlangen.

Gaming-Branche - Forderung : Red Dead Redemption Red Dead Redemption Pachter sieht nämlich den Grund für die sinkenden Verkaufszahlen einzelner Videospiele neben Konsolen-Bundle-Angeboten darin, dass heutige Spiele den Konsumenten dank des Mehrspieler-Modus' viel länger beschäftigen als noch vor einiger Zeit. Auf diese Weise haben die Kunden viel weniger Möglichkeiten neue Spiele zu kaufen, weil sie noch mit den alten beschäftigt sind. Das beste Beispiel für diese Theorie ist laut Pachter der erfolgreiche Ego-Shooter Call of Duty: Modern Warfare 2: "Nach unseren Schätzungen spielen rund 12 Millionen Konsumenten Modern Warfare 2 durchschnittlich 10 Stunden wöchentlich. Die unverhältnismäßig lange Spielzeit (hinzu kommen noch rund 6 Millionen Halo-Spieler, 3 Millionen EA Sports-Spieler und 5 Millionen Spieler von anderen Spielen wie Battlefield: Bad Company 2, Red Dead Redemption, Left 4 Dead und Grand Theft Auto 4) hat die Freizeit des Kunden weggesogen, die er sonst mit anderen Spielen verbracht hätte."

Wedbush Morgan sehe diese Entwicklung als ein "anhaltendes Problem" und prophezeit den Publishern, dass sie ohne ein Geschäftsmodell, dass den "zusätzlichen Wert einer Multiplayer-Erfahrung" wiederspiegelt, bald mit heftigen Problemen zu kämpfen haben: "Die Entwicklung hin zum Mehrspieler-Modus ist zwar toll für Konsumenten, die eine kostenlose Online-Erfahrung spendiert bekommen, aber tödlich für Publisher und Aktionäre, die Verkäufe und Profite schwinden sehen."

Gaming-Branche - Forderung : 15 Euro für ein Map-Pack sind nicht genug: Mehrpieler-Modi sollen generell Geld kosten. 15 Euro für ein Map-Pack sind nicht genug: Mehrpieler-Modi sollen generell Geld kosten. Der Publisher Activision Blizzard solle laut Pachter den ersten Schritt machen, da er mit Modern Warfare 2 das beste Pferd im Stall habe: "Wir denken die Verantwortung liegt bei Activision voranzugehen und den Multiplayer von Call of Duty zu Geld zu machen. Es ist zu früh um zu sagen ob es sich dabei um einen monatlichen Betrag, Wettkampf-Eintrittsgelder oder Mikrotransaktionen handeln wird (oder um eine Kombination aller drei), aber wir erwarten erste Schritte in diese Richtung gegen Ende 2010, wenn Call of Duty: Black Ops veröffentlicht wird."

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Dienamik
#1 | 18. Jul 2010, 13:09
In den vergangenen Wochen lese ich lauter solchen schwachsinn von verschiedenen Menschen dieser branche."Sollte was kosten" "müsste bezahlt werden" etc. wenn das mal wirklich eintreffen sollte sehe ich schwarz für die Zukunft der Konsolen. :(
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HurdiGruiuiuiuijajajaja12
#2 | 18. Jul 2010, 13:21
sehe ich ganz genau so.

hier sieht man mal wieder ein schönes beispiel, wie eine zuvor voller herzblut betriebene branche vom einstieg kapitalstarker investoren die keinen bezug zur basis haben, zerstört wird.

wo kann man noch mehr geld machen? wie steigern wir den return on investement?

wo übervorteilen wir unser produkt?

es ist einfach nur eklig.

und ich denke mal ganz stark das diese hohen spielerzahlen nicht ausschließlich die core-gamer darstellen, die dann später auch mal für das spiel eine monatliche gebühr entrichten.


die sehen eben jetzt die zahlen und rechnen eben damit das jeder hier auch ne monatliche gebühr hinlegen würde.

aber mal ganz im ernst, ich spiele auch sehr gerne online. ich achte bei spielen auch immer auf nen guten multiplayer damit ich spaß haben kann.

aber wenn ich jetzt für jeden multiplayer ne gebühr zahlen soll bzw. bei sowas wie cod oder bad company würde ich es einfach lassen.

es gibt wirklich mehr im leben und für spiele und hardware zahle ich ohnehin schon genug.

es gibt grenzen und die versuchen sie eben gerade auszuloten!

da passt doch die aktuelle werbung gut "wer soll das bezahlen? wer hat so viel pinke, pinke wer hat so viel geld? :D

lasst mal machen, ich bin gespannt was dann dabei rauskommt.....

ist auch lustig, hier sieht man mal wieder wie hier die schulischen bewertungsschemen aus der bwl einfach auf eine branche angewandt werden, ohne auch mal nur eine idee dran zu verschwenden was diese branche überhaupt ausmacht.
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madjonfan
#3 | 18. Jul 2010, 13:47
Zitat von HurdiGruiuiuiuijajajaja12:

aber wenn ich jetzt für jeden multiplayer ne gebühr zahlen soll bzw. bei sowas wie cod oder bad company würde ich es einfach lassen.



Genau den Effekt vermute ich auch. Ergo - weniger Spieler spielen online, im Freundeskreis finden sich auch weniger Leute die neben dem Spiel nochmal "extra" in den Onlinemodus investieren, ergo noch mehr lassen es bleiben... Kann mir kein positives Szenario für irgendjemanden vorstellen, dem etwas daran liegt auch langfristig etwas in die Wege zu leiten, von dem sowohl die Spieler als auch die Designer (oder natürlich die äußerst kreativen Aktionäre) profitieren können.
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cod4master08
#4 | 18. Jul 2010, 13:51
Das ist lächerlich. Leider, einfach nur noch lächerlich. Uns werden schon mit der Software allein meist 60-70 Euro aus der Tasche gezogen, dann kommen DLCs dazu dessen Preise immer weiter in die Höhe gehen. Dazu bezahlen 360-Spieler (so wie ich) noch 60 Euro im Monat um Online spielen zu können und weil das nicht genug ist, sollen auch noch Onlinemodi von einzelnen Spielen was kosten? Nein, da mach ich nicht mit. Das sehe ich überhaupt nicht ein. Und damit wird mit Sicherheit auch nicht viel mehr Geld eingenommen, denn viele Spieler kaufen Spiele wie Call of Duty schlicht und ergreifend nur wegen dem Online-Modus. Es ist schwer vorstellbar, dass diese Leute dann auch noch bereit sind, zuzüglich zu Diesnten wie XBL Gold und Playstation Plus, den Online Modus eines Spiel extra zu bezahlen. Wer so dämlich ist, den sollen die Schweine beißen. Für mich waren die DLC Preise der CoD Mappacks von je 15 Euro eigentlich schon die Spitze des Eisbergs. Wird das noch weiter getrieben, und Geld für einzelene Online Modi verlangt, kündige ich mein Goldabo, sofern es von jedem Hersteller verlangt wird.
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hankhunter
#5 | 18. Jul 2010, 14:25
Naja mit MW2 trifft der Pachter den Nagel auf den Kopf. ActBlizz hätte statt den 15€ den Preis auf 20-24€ raufsetzten sollen. Die hätten trotzdem Rekord Umsätze gemacht, da viele sich den DLC ja gekauft haben. Selbst schuld wer sowas auch noch unterstützt. Da darf man sich nicht wundern wenn die Profitgetriebenen auf äußerst kreative Weise neue Gewinnabschöpfungs Methoden suchen. Wer das unterstützt, gehört doch mit nem Kochlöffel, einen übergezogen:motz:;)
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ProtoType
#6 | 18. Jul 2010, 14:50
Das ist ja echt nicht mehr zu fassen...
Vor allen dass der gute Mann den Grund für die sinkenden Verkaufszahlen darin sieht, dass die Spieler viel zu viel Zeit mit dem MP-Part verbringen... x_X;

Wenn die Spieler keinen MP-Part mehr spielen wollen, weil sie nicht monatlich dafür bezahlen möchten, und zudem noch nicht mehr gebraucht verkauft werden können, werden die Spieler zu anderen Spielen greifen.
Und die Spieler, die dann monatlich zahlen, werden wohl kaum das Geld für neue Spiele haben... dann sinken die Verkaufszahlen noch stärker.
Aber dafür werden die Leute bestimmt auch noch einen plausiblen Grund finden... x__X;
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Musou Tensei
#7 | 18. Jul 2010, 19:08
Hm, ist zwar scheiße aber mich persönlich juckts eher weniger da ich ehe nicht viel online zocke und wenns dann was extra kostet halt garnicht mehr.
Trotzdem Mist.
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Jappynaut
#8 | 18. Jul 2010, 19:14
auf die gefahr mich unbeliebt zu machen, ich würde es begrüßen:D

aber aus anderen gründen...denn diesen ganzen onlinemultiplayer kram find ich daneben...

ich erinner mich wie geil halo trotz geteiltem bild im splitscreen war...da gabs nicht nur im tv äktschn sondern auch davor...

ich find davon ist nicht mehr viel geblieben, weil man sich nicht mehr wo trifft sondern einfach zu hause bleibt
___________________________

aber objektiv finde ich es abzocke...
aber es könnte sich durchsetzen..bei WoW und anderen MMORPG`s klappts auch...also warum nicht bei shootern?

dass sich das preis/leistungsverhältnis wieder natürlich zu ungunsten des zockers geht ist ja egal..hauptsache der rubel rollt...

gerade im egoshooter bereich würde ich es dreist finden, da ein 70euro spiel meist nicht mehr als 10h singleplayer erlebnis hergibt...
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Gnau
#9 | 18. Jul 2010, 22:38
Zitat von cod4master08:
Dazu bezahlen 360-Spieler (so wie ich) noch 60 Euro im Monat um Online spielen zu können


Du zahlst 60€ pro Monat um online zu zocken?:eek:
Hast du etwa sowas wie einen XBox-Platin-Account, oder so? Ich mit meinem Gold zumindest zahle nur 60€ im Jahr.:ugly:
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Takeshi
#10 | 18. Jul 2010, 23:02
Würden die mal diese Kreativität für mehr Kohle in bessere Spiele stecken, hätten wir wohl die besten Spiele der letzten 10 Jahre.

Witzig finde ich ja, wie Multiplayer mit Onlinegaming gleichgesetzt wird. Ich glaub ich bin schon was älter, denn ich kenn noch Splitscreen oder Multiplayer in einem Bild (LittleBigPlanet zum Beispiel).
Hab schon befürchtet das wär auch betroffen. Aber solange es nur Onlinegaming betrifft, ist mir das persönlich recht Schnuppe, wobei ich das grundsätzlich schon ... naja ... beschränkt finde.
Ich seh das so ähnlich wie Jappynaut.

Zitat von ProtoType:
Wenn die Spieler keinen MP-Part mehr spielen wollen, weil sie nicht monatlich dafür bezahlen möchten, und zudem noch nicht mehr gebraucht verkauft werden können, werden die Spieler zu anderen Spielen greifen.

Und damit geht der Plan ja voll auf. Die Leute zocken weniger online, kaufen dafür dann mehr neue Spiele, der Rubel rollt.
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