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gamescom - Mietstreit um das Gelände - Update: Stellungnahme: Messe nicht in Gefahr

Ein Rechtsstreit zwischen der Stadt Köln und der Immobiliengesellschaft um das Gelände der Kölnmesse sorgt für Diskussionen um die gamescom.

Von Daniel Raumer |

Datum: 11.08.2010; 14:18 Uhr


gamescom - Mietstreit um das Gelände : Ein Streit um das Kölner Messegelände zwischen der Stadt, der Messegesellschaft und einem Immobilienunternehmen könnte zu Gefahr für die diesjährige gamescom werden. Laut einem Bericht der Tageszeitung Die Welt droht im schlimmsten Fall sogar die Zwangsräumung der größten europäischen Spielemesse.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Einstellung der Mitzahlungen der Stadt Köln für einen Teil der Messehallen. Die Vertagskündigung hierfür sei nach Angaben der Stadt regulär erfolgt, trotzdem behält man sich ein Nutzungsrecht vor. »Die Kommune beruft sich auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, wonach das Mietgeschäft zwischen der Stadt und Oppenheim-Esch wegen einer fehlenden europaweiten Ausschreibung nicht zulässig ist«, so Die Welt.

Das aber bestreitet der Immobilienentwickler Oppenheim-Esch und fordert eine Zahlung der ausstehenden Miete. »Passiert das nicht, werden wir alle juristischen Optionen ziehen«, so ein Sprecher von Oppenheim-Esch – das würde im schlimmsten Fall die Zwangsräumung des Geländes bedeuten.

Dass es so weit kommt, ist aber eher unwahrscheinlich. »Wir gehen davon aus, dass sich die Tore der Messe öffnen werden und die gamescom nicht von einstweiligen Maßnahmen betroffen ist«, sagt der Geschäftsführer des Branchenverbands BIU Olaf Wolters gegenüber gamesindustry.biz. Die Schadensersatzzahlungen, die das Immobilienunternehmen zahlen müsste, wären immens, falls ein Gericht die Räumung im Nachhinein für rechtswidrig befindet.

UPDATE: Mittlerweile hat uns auch eine Aussage von Oliver P. Kuhrt, dem Geschäftsführer der Kölnmesse, erreicht. Er betont, dass es bei der Durchführung der gamescom keinerlei Schwierigkeiten gibt und geben wird.
»Selbstverständlich findet die gamescom statt!«, so Kuhrt. »Medienberichte, die das in Frage stellen, basieren auf Fehlinterpretationen der Sachlage und gehen an der Realität vorbei. Die ganze Stadt Köln freut sich bereits auf den Start am kommenden Mittwoch, die Aufbauarbeiten in den Hallen laufen bereits auf Hochtouren und die Stände nehmen langsam Form an. Besonderes erfreulich ist insbesondere, dass die gamescom im Vergleich zur starken Premiere sowohl noch etwas größer als auch noch internationaler wird.«

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Serpens
#1 | 11. Aug 2010, 15:04
Das es auch jeden Jahr um diese Messe ein Hickhack geben muss... Bald reiben sich die Engländer die Hände wenn die Veranstalter auf Deutschland keinen Bock mehr haben!
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Takeshi
#2 | 11. Aug 2010, 15:20
Man ist das asozial. Oppenheim-Esch weiß genau um den Schaden, wenn die das Gelände räumen lassen würden. Die Messebetreiber und die Stadt Köln können sich das auf keinen Fall leisten und müssen zur Not klein Beigeben, ganz egal, ob sie im Recht sind oder nicht. Das auf die Schnelle noch gerichtlich zu klären dürfte kaum möglich sein.

Wenn es dazu kommen sollte, kann man sicher sein, die Messe wirds da nie wieder geben. Das ist ein riesen Druckmittel.
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IcyTower
#3 | 11. Aug 2010, 15:36
Und wenn se des an nem Messetag auf die Schnelle durchschieben wollen gibts nen Sitzstreik mit n paar 1000 Gamern ... Das dürfte lustig werden ^^
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#4 | 11. Aug 2010, 21:08
Zitat von Takeshi:
Man ist das asozial. Oppenheim-Esch weiß genau um den Schaden, wenn die das Gelände räumen lassen würden. Die Messebetreiber und die Stadt Köln können sich das auf keinen Fall leisten und müssen zur Not klein Beigeben, ganz egal, ob sie im Recht sind oder nicht. Das auf die Schnelle noch gerichtlich zu klären dürfte kaum möglich sein.

Wenn es dazu kommen sollte, kann man sicher sein, die Messe wirds da nie wieder geben. Das ist ein riesen Druckmittel.

Was aber auch nicht tragisch wäre: Die Stadt Köln würde die Kosten zahlen, dann kommt die gerichtliche Klärung und das Geld geht wieder zurück (sofern die Stadt Köln im Recht ist).

Kann mir nicht denken, dass die Stadt den Verlust der Messe riskieren wird. Und auch Oppenheim-Esch dürfte nicht an dieser Lösung interessiert sein. Das ist reines Säbelrasseln...
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Takeshi
#5 | 12. Aug 2010, 01:37
Zitat von PhanZero:
Was aber auch nicht tragisch wäre: Die Stadt Köln würde die Kosten zahlen, dann kommt die gerichtliche Klärung und das Geld geht wieder zurück (sofern die Stadt Köln im Recht ist).

Stimmt auch wieder.
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