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THQ Entertainment - Stellungnahme - Vorstand äußert sich in einem offenen Brief

Der Vorstandsvorsitzende Danny Bilson von THQ Entertainment nimmt Stellung zu dem Interview rund um das Thema Gebrauchtspiele.

Von Andre Linken |

Datum: 25.08.2010; 13:51 Uhr


THQ Entertainment - Stellungnahme : Das Interview von Creative Director Cory Ledesma von THQ Entertainment, bei dem er Käufern von Gebrauchtspielen unter anderem Betrug vorwarf (wir berichteten), sorgte für ebenso viel Aufregung wie Unverständnis bei zahlreichen Spielern. So war auch seine Wortwahl teilweise ziemlich heftig, was die Gemüter zusätzlich erhitzte.

Jetzt aber meldete sich der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Danny Bilson von THQ Entertainment zu Wort und nahm Stellung zu diesem heiklen Thema.

„Das Wichtigste für uns ist, qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln. Solche, die sich die Spieler unbedingt kaufen wollen. Wenn der gesamte Erlös an den Machern dieser Spiele vorbeigeht, ist es schwierig, sie zu fördern und finanziell zu unterstützen. Das ist an sich eine einfache Rechnung.

Aber wir möchten in keiner Weise die Käufer gebrauchter Spiele bestrafen. Daher werden wir unter anderem Folgendes für sie tun: Für die Tatsache, dass ihnen für unseren Premium Online Access Kosten entstehen, schenken wir ihnen neue Download-Inhalte. Das heißt beispielsweise, dass wenn man unser kommendes WWE-Spiel gebraucht erwirbt, erhält man für ca. 10 Dollar nicht nur den besagten Zugang zu sämtlichen Online-Elementen des Spiels, sondern auch das erste DLC-Paket dazu.

Auf diese Wiese liefern wir den Gebrauchtspiel-Käufern Inhalte, die ihr Geld tatsächlich umso mehr wert sind. Wir versuchen stets, das Thema positiv zu gestalten. Jedoch müssen wir ebenso darauf achten, dass die neue Ware unsere Premiumware ist und die gebrauchte Ware eben gebrauchte bleibt. Wir müssen unsere Software entsprechend so gestalten, dass sie dies auch beweist.

Wir nehmen dies alles sehr ernst, denn wir möchten unbedingt Spiele kreieren, die z.T. 30 Millionen Dollar oder mehr kosten und schlichtweg großartig sind. Nur wenn wir damit kein Geld verdienen, werden wir auf Dauer keine Unterhaltung von höchster Qualität mehr produzieren können.

Gleichzeitig möchten wir aber wir auch unsere eigenen Kunden nicht bestrafen. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, jedem Spieler Inhalte zu liefern, die es sich zu holen lohnt. Wir möchten dabei jedem gerecht werden, so dass wir es schließlich nur mit zufriedenen Konsumenten zu tun haben – unabhängig davon, ob sie ein neues Spiel oder dessen gebrauchte Version kaufen.“

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WNxKraid
#1 | 26. Aug 2010, 11:16
Die ganze Jammerei über Gebrauchtspiele nimmt langsam Züge an wie die Sache mit den Raubkopien.

Wenn ein Spiel sehr oft als gebraucht angeboten wird, liegt es wohlmöglich auch daran das es dem ursprünlichen Käufer weniger gefallen hat als das er gewillt ist es zu behalten um es erneut zu spielen. (Langzeitmotivation anyone?)

Hand aufs Herz, hier geht es doch eher darum das man Kunden welche in die Marketing Falle getappt sind und erst nach dem an- oder gar durchspielen, gemerkt haben das das Game doch nicht so gut ist wie anfangs gedacht, oder einfach nach ein paar Stunden alles vom Spiel gesehen haben und es sowieso nie wieder einlegen werden.

Wenn man jetzt noch aus Kostengründen auf Demoversionen verzichten will bzw. diese auch kostenpflichtig macht, dann hat der Kunde bald gar keine Möglichkeit mehr herauszufinden ob ein Spiel den Erwartungen entspricht.

Die Branchenriesen versuchen sich hier einen Freibrief zu verschaffen der es ihnen erlaubt aus ihrer dahingeschluderten, überteuerten Stangenware noch mehr Gewinn herauszuschlagen.

Auf lange Sicht soll der Gebrauchtmarkt komplett verschwinden und sobald das geschehen ist kann man auch ältere Titel länger zum Vollpreis anbieten, da der Kunde ja keine andere Möglichkeit hat als das Spiel neu zu kaufen.
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Doktor Trask
#2 | 26. Aug 2010, 13:32
Die einzigen die Betrügen sind solche Firmen und viele Spiele kann man sich nur gebraucht kaufen weil sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr erhältlich sind wenn sie denn nicht sofort sehr erfolgreich laufen, spätere DL sind keine Alternative und jedes Spiel neu kaufen geht kaum, soviel verdient doch keiner und wenn man bedenkt das die Deutschen oftmals den doppelten Preis für die Spiele zahlen (Bei Konsolentitel zbsp. 60-70 Euro statt der EU-Üblichen 30-45 Euro) als es in der EU üblich ist und trotzdem oft genug weniger Inhalt bekommen (Zensur die oft nur den Profit dient und nicht etwa dem Jugendschutz, es wird nämlich oft genug von den Firmen vorzensiert ohne irgendwelche Auflage)sind solche Aussagen der Industrietrottel doppelt ärgerlich und unverschämt. Und viele können nur dann ein neues Spiel kaufen wenn sie dafür 2-3 alte in Zahlung geben, daran sollten die Firmen auch mal denken.
Die Firmen sollten langsam mal anfangen aufzupassen was sie tun, wir Konsumenten können die Firmen auch WIEDER fallen lassen wie wir es in den 80er schon einmal taten.
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