Special: Nachgefragt: Der Hitman-Film | Seite 3
Die Musik im Film
Bei der Vorbereitung der Kathedralen-Szenen musste ich eng mit dem Skriptwriter zusammenarbeiten. Ich wollte viel echte und dreckige Gewalt – von spritzendem Blut bis zu gebrochenen Armen. Bei der Umsetzung habe ich schließlich viel mit der Schulterkamera hantiert, um mehr Freiheit zu bekommen. Ich gebe den Schauspielern Zeit, sich während der Actionszenen vor der Kamera emotional auszudrücken. So fühlen sich die Szenen manchmal wie ein Dokumentarfilm an. Alles in allem ist der Film also deutlich brutaler als traditionelle Actionfilme.
GamePro: Müssen Videospielfilme nicht kindertauglich sein?
Gens: Als ich mit der Arbeit begann, hat mich das Studio erst darum gebeten, dass der Film eine Freigabe 'ab 13' bekommt. Ich habe ihnen erklärt, dass ich kein weiteres Resident Evil oder Silent Hill machen wolle. Damit es zum Spiel passt, müsse mehr Gewalt rein. Nach vielen Diskussionen setzte ich mich schließlich mit meiner Meinung durch. Ich wollte meinen eigenen Film drehen und nicht den eines anderen.
GamePro: Arbeiten Sie mit dem Komponisten der Spielemusik Jesper Kyd zusammen?
Gens: Ich habe meinen Cutter gebeten, bei den ersten Rohschnitten sehr viel Musik von Jesper Kyd zu verwenden. Derzeit fragen wir nach den Rechten. Unser Komponist wird, falls wir die Rechte bekommen, den Soundtrack mit Motiven aus Kyds Musik erstellen.
GamePro: Ist Hitman ein Klon im Film?
Gens: Wir sprechen im Film nicht direkt über Klone. Eine Szene ist jedoch sehr explizit. So wird Agent 47 einmal wie in Blood Money von anderen Hitmen gejagt.
GamePro: War es nicht schwierig, alles Coole des Spiels im Film umzusetzen?
Gens: Ich hoffe schon auf die Fortsetzung, für dir brauche ich ja auch noch Material. Im ersten Film möchte ich vor allem das Fundament für den Charakter setzen. Damit bekommt der Hitman ein Gesicht.