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Die Artikelübersicht mit Aktuellem und Hintergründen zu Konsolenspielen: GamePro.de testet in Previews vorab zukünftige Spiele, schaut in History-Artikeln zurück und wagt in Interviews oder Specials einen Blick hinter die Kulissen der Spielewelt.
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Special: 20.000 Pixel unter dem Meer | Seite 5

Die Untiefen der Unterwasser-Spiele

Seaman

20.000 Pixel unter dem Meer : Die Dreamcast-Lebenssimulation Seaman aus dem Jahr 1999 gehört zu den kuriosesten Spielen der Geschichte. Ihr züchtet nämlich ein Fisch-ähnliches Wesen mit Menschenkopf in einem Aquarium heran. Dabei durchläuft der Seaman gleich mehrere Evolutionsstufen. Zunächst ist es ein Ei, anschließend eine Kaulquappe, dann entwickelt es sich in den besagten Fisch. Bei guter Pflege wachsen ihm sogar Beine und es geht an Land. Natürlich müsst ihr euch um euer Haustier kümmern und mit selbst gefangenen Motten füttern.

Der Clou: Mit Hilfe des mitgelieferten Mikrofons könnt ihr eurem Seaman das Sprechen beibringen. Außerdem reagiert das virtuelle Lebewesen auf eure Kommandos und gibt sogar - mit der Stimme von Leonard Nemoy - Antwort. Das Spiel erschien in Japan zunächst für die Sega Dreamcast, später für die PlayStation 2. Der Nachfolger kam 2007 in Japan exklusiv für die PlayStation 2 heraus.

Blood Money

20.000 Pixel unter dem Meer : In dem Sidescroller steuert ihr gleich vier Fahrzeuge durch fremde Welten - darunter auch ein U-Boot. Das Spiel erschien für den Amiga 500 und wurde auf zwei 880-Kilobyte-Disketten ausgeliefert. Auf der ersten befand sich ausschließlich das viel gepriesene Intro, auf der zweiten das eigentliche Spiel.

Super Mario Bros. 3

20.000 Pixel unter dem Meer : Der Plattformer Super Mario Bros. 3 erschien 1988 und brachte eine gewaltige Neuerung mit sich - die Anzüge für Mario. Mit Hilfe des Froschoutfits etwa konnte Mario unter Wasser deutlich schneller schwimmen. An Land war er dagegen langsam wie eine Schildkröte.

Donkey Kong Country

20.000 Pixel unter dem Meer : Eigentlich sind Gorillas nicht für längere Tauchgänge gemacht, aber Diddy und Donkey Kong schon. In Donkey Kong Country (1994) besteigen die Affen kurzerhand den Schwertfisch Enguarde, um damit auf Tauchstation zu gehen.

Die Unterwasser-Revolution

20.000 Pixel unter dem Meer : 2007 schlug Bioshock ein wie eine Bombe. Nicht nur die Gaming-Presse interessierte sich für den Ego-Shooter, auch Tageszeitungen und Fernsehsender berichteten darüber. Denn Bioshock bot neben den üblichen Shooter-Elementen einen gewagten Mix aus Rollenspiel- und Survival-Horror. Die schiffbrüchige Spielfigur Jack rettet sich mit letzter Kraft in eine Tauchglocke, die ihn in das gescheiterte Utopia Rapture bringt. Das Spiel dreht sich - grob zusammengefasst - um fehlgeschlagene Experimente mit der Substanz ADAM und den Plasmiden. Andrew Ryan, Schöpfer der Station, wollte eigentlich den Himmel unter Wasser erschaffen. Aber letztlich endete seine Vision in Wahnsinn, Tod und Zerstörung. Bioshock zeichnete eine ganz besondere Atmosphäre, die besonders mit der Inszenierung von Rapture zusammenhing. Das Spiel ist im Art Déco-Stil, dem Look der 30er Jahre gehalten. Die Musik, die Räumlichkeiten, die Kleidung der inzwischen verrückt gewordenen Einwohner - alles wird von diesem Stil geprägt. Obwohl Bioshock das Genre nicht neu erfand, wirkte das Unterwasser-Szenario in Kombination mit dem Art Déco-Stil erstaunlich frisch und unverbraucht. Bioshock gehört bis heute zu den am höchsten bewerteten und am weitesten verbreiteten Video- und Computerspielen. Der zweite Teil Bioshock 2 wurde unlängst auf den 09. Februar 2009 verschoben. Diesmal werdet ihr in die Rolle des ersten Big Daddy schlüpfen und noch einmal Rapture erkunden dürfen.

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