Filmkritik zu Das A-Team - Filmkritik | Seite 2
Kinokritik zum Actionfilm
Das A-Team: Übertriebene Action
Übertrieben aber sehr spaßig: die Action im Film
Der Versuch, den eigenen Namen reinzuwaschen, ist natürlich mit jeder Menge Action verbunden, die dank moderner Computertechnik um einiges spektakulärer ausfällt als in der ursprünglichen TV-Serie. Allerdings wirken Sachen wie der am Fallschirm baumelnde Panzer, von dem aus das Team Flugdrohnen vom Himmel holt, sowie die anschließende Landung (ohne Fallschirm!) ziemlich übertrieben. Besonders im explosiven Finale stoßen außerdem schlechte Tricks ein wenig auf. Doch das lässt sich verschmerzen. Dass der Film trotzdem funktioniert, liegt am charismatischen Cast und der Nähe zur Vorlage. Diese Jungs nehmen sich wirklich nicht so ganz ernst. Spätestens wenn Faceman nach einer haarsträubenden Actionsequenz jubelt »That was awesome!«, merkt man als Zuschauer, dass man wie so oft mehr (oder überhaupt erst) Spaß hat, wenn man über das Geschehen nicht nachdenkt und es einfach auf sich wirken lässt. Und seien wir mal ehrlich: Die Original-Serie ist auch nicht gerade für ihren Realismus bekannt! Insofern ist es einfach nur konsequent, dass die Action in der Kinoversion auf die Spitze getrieben und stets mit einem Augenzwinkern inszeniert wird.
Das A-Team: Sympathische Besetzung
Natürlich mit von der Partie: der berühmte schwarze Van des A-Teams
Die Figuren (Hannibal, B.A., Faceman und Murdock) entsprechen ihren Vorlagen charakterlich sehr und kommen auch vom Aussehen relativ nahe ran. Liam Neeson wirkt zwar als Hannibal etwas unterfordert und zeigt das auch deutlich, doch der Rest -- allen voran MMA-Fighter Quinton »Rampage« Jackson als B.A. -- hat sichtlich Freude bei der Arbeit und schafft es, dem Team Leben einzuhauchen. Murdock ist sogar noch etwas durchgeknallter als in der Serie, hat aber leider seinen unsichtbaren Hund Billy nicht dabei. Im Film wird auch sein gespanntes Verhältnis zu B.A. erklärt, sowie der Ursprung von dessen Flugangst.
(Achtung, Spoiler folgt!) Ein weiteres Teammitglied gibt leider sehr früh den Löffel ab : Der unverwechselbare schwarze Van des A-Teams wird noch vor dem Beginn der eigentlichen Geschichte zertrümmert und kommt nicht wieder. (Spoiler Ende)
Im Prinzip kann man »Das A-Team« folgendermaßen zusammenfassen: Kein Anspruch, viel Getöse, charismatische Figuren, coole Sprüche, kein Leerlauf. Übrigens: Nicht vor Ende des Abspanns aus dem Kinosaal rennen. Es folgen Gastauftritte zweier alter Bekannter.