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Deutsche Polizeigewerkschaft - "Killerspiele" müssen verboten werden

Die Deutsche Polizeigewerkschaft meldet sich zum Thema "Killerspiele" zu Wort.

Von Andre Linken |

Datum: 20.03.2009; 13:53 Uhr


Deutsche Polizeigewerkschaft : Die Deutsche Polizeigewerkschaft des Landesverbands Hessen will so genannte "Killerspiele" vollständig abschaffen und setzt nach dem Amoklauf von Winnenden mit 16 Toten den Wert eines Menschenlebens mit dem so wörtlich "rücksichtslosen Profitstreben eines Industriezweiges" in Verbindung.

Der Vorsitzende der DPolG Hessen, Heini Schmitt, will das scheinbare Abbebben der Diskussion um ein Verbot von "Killerspielen" nicht weiter hinnehmen und kritisiert vor allem das Statement des Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (G.A.M.E.). Der Verband hatte sich am 13. März gegen ein Verbot ausgesprochen, da "kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Amoklauf von Winnenden und dem Konsum von Gewaltspielen gegeben sei".

Schmitt beschuldigt G.A.M.E. mit dieser Aussage jegliche Achtung vor den Opfern und deren Angehörigen verloren zu haben:

"Das Bemühen, die Diskussion um eine mögliche Mitverursachung solch grauenvoller Taten wie des Amoklaufs von Winnenden durch Killerspiele möglichst schnell zu beenden und wieder zum virtuellen Spiel- bzw. Geldverdien-Alltag überzugehen, ist geradezu entlarvend offenkundig... Und nicht nur nebenbei sei gesagt, dass es ohnehin ein Armutszeugnis ist, wenn sich die Kreativität nahezu einer ganzen Branche weitgehend darin erschöpft, immer neuere, perversere Techniken zur virtuellen Tötung von Menschen zu entwickeln."

Schmitt legt nach und sieht eine "frappierende Ähnlichkeit" zwischen der Tat und den "virtuellen Vorbildern". Zwar schränkt er ein, dass es keinen Beweis gebe, dass Spiele die Hauptursache für derartige Geschehnisse sind, alleine schon den Möglichkeit für eine Mitursache genüge jedoch, um eine Beseitigung zu nutzen.

"Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Killerspiele mehr gibt; niemand braucht sie, ganz im Gegenteil... ...Ein Amoklauf ist immer das Ende einer langwierigen Entwicklung. Und Killerspiele dürfen bei einer solchen Entwicklung nicht länger begünstigend wirken!“"

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#1 | 20. Mär 2009, 14:07
Wie hies noch mal das Lied von NWA? ..... Ach ja stimmt. "...Fuckin with me cuz I'm a teenager,
With a little bit of gold and a pager...."
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#2 | 20. Mär 2009, 14:33
Also bei dieser Meldung fehlen mir echt die Worte.. O.o

Ist aber zum Glück dermaßen extrem formuliert, dass es schon Richtung Lächerlichkeit geht. Der "Kölner Aufruf" lässt grüßen.
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#3 | 20. Mär 2009, 14:33
Zitat von :
Zwar schränkt er ein, dass es keinen Beweis gebe, dass Spiele die Hauptursache für derartige Geschehnisse sind, alleine schon die Möglichkeit für eine Mitursache genüge jedoch, um eine Beseitigung zu nutzen.


Das ist denke ich der schlimmste Satz den ich in letzter Zeit zu dem Thema gelesen habe...

Was kommt nach den "Killerspielen"?

Verbot von Schulen?
Verbot eines sozialen Umfeldes?
Verbot des Erziehungsauftrages der Eltern?

Gut, es gibt keinen Beweis dafür das diese Sachen die Hauptursache für derartige Geschehnisse sind, alleine schon die Möglichkeit für eine Mitursache genügt jedoch, um eine Beseitigung zu nutzen.

Tja, noch irgendwelche Fragen?

MFG
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Obstmeister
#4 | 20. Mär 2009, 14:33
Ursachenvertuschung nenn ich dass alles mittlerweile. "Spiele töten keine Menschen". Ich würde vorschlagen dass wir Gamer "Abwarten und Tee trinken". Denn dass ganze wird sicherlich noch ein par wochen so weiter gehen und letztendlich wird sich nichts ändern. Alle die nach einem "Verbot" schreien werden früher oder später an die Grenze stoßen und merken dass Deutschland sowieso schon das schärfste Jugendschutzgesetz Europas hat und es "Killerspiele" hier in DE gar nicht gibt !
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Taven
#5 | 20. Mär 2009, 14:35
alle chillen auf barbados
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#6 | 20. Mär 2009, 14:36
"Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Killerspiele mehr gibt; niemand braucht sie"

Also ich brauch sie schon!!!

Seit ich mich in Gears of War im Multiplayermodus abreagieren kann bin ich in der "echten" Welt viel ruhiger, meint zumindest mein Bruder ;-)

Durch Spiele baut man keine Agressionen auf sondern eher ab!!!

PS:
In meiner Arbeit und in meinem Bekanntenkreis redet kein Schwein mehr vom Amoklauf, interressiert keinen mehr, das Leben geht weiter, lasst die Idioten die es verbieten wollen einfach weiterreden, irgendwann sind die Leute so gelangweilt das ihnen keiner mehr zuhört, naja bis zum nächsten Amoklauf natürlich.
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Der Marc
#7 | 20. Mär 2009, 14:38
Ok Gamepro gebt's zu: Die Berichte denkt ihr euch doch aus. Das iss doch Satire oder?
"Der Vorsitzende der DPolG Hessen, [B]Heini Schmitt[/B]"??
Also ab da wurde es spätestens unglaubwürdig.

"Schmitt legt nach und sieht eine "frappierende Ähnlichkeit" zwischen der Tat und den "virtuellen Vorbildern"."

Wow, da hat der Heini aber nochmal deftig nachgelegt!
Manigfaltige Beispiele lassen sich finden, in denen man in Spielen durch Schulgebäude mäht...und die Tatsache, dass Heini Schmitt keines nennt, darf uns natürlich nicht beirren oder daran zweifeln lassen, solche Spiele würden existieren.

"Das Bemühen, die Diskussion um eine mögliche Mitverursachung solch grauenvoller Taten wie des Amoklaufs von Winnenden durch Killerspiele möglichst schnell zu beenden und wieder zum virtuellen Spiel- bzw. Geldverdien-Alltag überzugehen, ist geradezu entlarvend offenkundig..."

Dem Heini kann man eben kein X für ein U vormachen! Ha, das hat sich die Spielebranche so gedacht. Nur wenn man weiterhin die Spiele als potentiellen Schuldigen in der Diskussion hätte, bestünde also die Möglichkeit, dass sie zu Unrecht beschuldigt werden.
Sobald aber - wie jetzt passiert - die Mehrheit einsieht, dass sie womöglich zu Unrecht beschuldigt werden, ist davon auszugehen, dass sie aber mal sowas von alleinschuldig sind. Respekt für diese Schlussfolgerung!


"Und nicht nur nebenbei sei gesagt, dass es ohnehin ein Armutszeugnis ist, wenn sich die Kreativität nahezu einer ganzen Branche weitgehend darin erschöpft, immer neuere, perversere Techniken zur virtuellen Tötung von Menschen zu entwickeln."

Ok, der Heini hat Ahnung. Wo andere sich in ihrer bürokratischen Korrektheit von Zahlen beeinflussen lassen, die belegen, dass der Prozentsatz der "Ab 18-Spiele" in den letzten Jahren nicht zugelegt hat und nach wie vor eher gering ist, überspringt Heini diese Argumentationskette gekonnt, um zu seinem persönlichen, nicht ganz an Fakten gebundenen, Tatsachenbericht zu kommen. :thumbs:
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HBD4ever
#8 | 20. Mär 2009, 14:40
Zitat von Obstmeister:
Ich würde vorschlagen dass wir Gamer "Abwarten und Tee trinken". Denn dass ganze wird sicherlich noch ein par wochen so weiter gehen und letztendlich wird sich nichts ändern. Alle die nach einem "Verbot" schreien werden früher oder später an die Grenze stoßen und merken dass Deutschland sowieso schon das schärfste Jugendschutzgesetz Europas hat und es "Killerspiele" hier in DE gar nicht gibt !


Ich zitier mal meinen Beitrag aus dem Kaufhof Topic, passt hier rein:

Da gebe ich dir völlig recht. Erst war es der Rock'n Roll der die Kinder moralisch verdarb. Dann kamen Musik und Actionfilme. Heute sind es Videospiele. Und in spätestens 15 oder 20 Jahren wird es was Anderes sein. Dann sind nämlich Politiker in der Entscheidungsrolle die mit Videospielen aufgewachsen sind und sich somit damit auskennen. Die wissen, dass die heutige Gewaltspieldebatte Quatsch ist (Ausnahmen wirds sicher geben, aber nicht die Allgemeinheit). Die verteufeln dann das was die Jugend zu der Zeit gerne macht und schon haben wir einen neuen Hauptverantwortlichen für etwaige Greueltaten Einzelner...

Und bis dahin bin ich eigentlich ganz entspannt. Denn ganz verbieten kann keine Regierung den VOLLJÄHRIGEN unter uns solche Spiele zu kaufen. Dazu müsste offene Zensur und Importverbot ausgesprochen werden. Und selbst wenn die deutsche Regierung mal so dumm wäre und sowas täte (was ich nicht glaube) würde der erste der seinen Finger beim europäischen Gerichtshof hebt Recht bekommen und alles wäre wieder hinfällig...
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ninboxstation
#9 | 20. Mär 2009, 14:48
leider ist der Polizei machtlos gegen den Waffenlobbyisten, also geht er gegen den Killerspielen vor, die ja keine Lobby haben (überhaupt müssten die Gamenentwickler mehr "Muskel" zeigen, so wie Apple z.t. machte in Frankreich...)....

zeugt nur von der Unmacht der Polizei......(da sie Ohnmächtig sind gegen so ne Waffenlobby) so könnten sie wenigsten ein Show- Erfolg in den Medien verbuchen, durch den Druchsetztung der Killerspiele Verbot....

(ja ein Waffen Verbot birigt ja nichts, Verbote generell sind schlecht, aber wenn wir ne Waffenverbot hätten, hätte die Teenager die Waffen kaum von ihren Familienväter bekommen...glaube auch nicht dass ein unauffälliger Teenager plötzlich so zu solche Waffen oder Mutition kommt, ausser er beschaft sie sich mit dre Zeit illegal an, dann ists der Polizei schuld...)
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#10 | 20. Mär 2009, 14:51
"Die Welt wird nicht ärmer, wenn es keine Killerspiele mehr gibt; niemand braucht sie, ganz im Gegenteil [...]"

So haben die vor 65 Jahren auch über gewisse Bücher gedacht.
Ich bin ja mal gespannt, wann die Nazis von heute fordern, die Spiele auf einen Haufen zu schmeißen und Feuer zu legen ... lang kann es nicht mehr dauern.
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