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Sony - PSN/Qriocity-Hack - 77 Millionen Kundendaten gestohlen

Sony bestätigt den Diebstahl von Nutzerdaten wie Adressen, Passwörtern und evtl. Kreditkarteninformationen und rät Usern Kontobewegungen zu beobachten.

Von Daniel Feith |

Datum: 27.04.2011; 09:47 Uhr


Sony - PSN/Qriocity-Hack : Super-GAU für Sony: Das Unternehmen bestätigt dass Hacker vergangene Woche bei der Attacke auf das PlayStation Network (PSN) und den Service Qriocity 77 Millionen Nutzerdaten erbeutet haben. Welche Informationen genau gestohlen wurden, steht noch nicht fest - Sony geht aber davon aus dass Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, Logins und Passwörter in den Händen der Hacker gelandet seien. Ob auch Kreditkartennummern gestohlen wurden, wollte Sony bisher noch nicht bestätigen - die Möglichkeit bestünde aber, so der japanische Konzern.

Sony bittet seine Kunden, ihr Kreditkartenkonto während der nächsten Zeit auf verdächtige Kontobewegungen zu überwachen. Sicherheitshalber empfehlen wir, die Kreditkarte sperren zu lassen und eine Neue zu beantragen. Bei Unternehmen wie MasterCard und Visa ist das in der Regel kostenlos. Die Kreditkartenfirmen wissen auch bereits Bescheid über den Hack und sollten den Austausch schnell und unbürokratisch abwickeln.

Sony - PSN/Qriocity-Hack : In einem Statement zum Hack erklärt Patrick Seybold, Senior Director bei Sony Computer Entertainment America, dass Kunden von PSN und Qriocity besonders vorsichtig sein sollen, wenn sie in naher Zukunft per Mail, Telefon oder Post kontaktiert und nach Kreditkarteninformationen gefragt werden. (so genanntes »Phishing«) Sony werde in keiner Weise an Kunden herantreten und nach persönlichen Informationen fragen. Sollten Kunden dennoch Post von Sony mit Fragen nach persönlichen Details erhalten, sei dies ein Betrugsversuch und sollte auf keinen Fall beantwortet werden.

Sony empfiehlt außerdem, das persönliche Passwort bei PSN und Qriocity zu ändern sobald die Services wieder online sind. Wann dies der Fall sein wird, steht noch in den Sternen. Es wird aber noch mindestens eine Woche dauern. Evtl. warten dann aber neue Features im PSN auf euch.

Wie ihr eure Kreditkarte sperrt und was ihr noch beachten müsst, lest ihr in unserem Ratgeber »Mein PSN-Account wurde gehackt: Was nun?«

Sony hat auf seiner offiziellen Seite ein Statement zum PSN-Hack und ein FAQ bereitgestellt. Wir haben außerdem ein Interview mit Sonys Senior PR Manager für Deutschland, Guido Alt, geführt.

» Interview mit Sony lesen

Das japanische Unternehmen hat mittlerweile eine Pressekonferenz gehalten, in der viele neue Informationen veröffentlicht wurden. Sony verriet, wann welche Funktionen des PSN wieder online gehen, welche neuen Sicherheitsmaßnahmen die Daten besser schützen sollen und wie die unerfreuten Kunden für die Unannehmlichkeiten entschädigt werden sollen.

» Alles zur Pressekonferenz: Wie geht es weiter?

Bei Sonys Kunden macht sich indes Empörung breit, nicht bereits früher über das mögliche Datenleck informiert worden zu sein. Im PSN-Blog bringt es User Korbei83 auf den Punkt:

»Wenn ihr meine Kreditkarteninformationen versehentlich veröffentlicht habt, werdet ihr diese nie wieder bekommen. Der Fakt, dass ihr so lange gewartet habt, eure Kunden zu informieren ist erbärmlich. Schämt euch.«

An der Tokioter Börse fiel Sonys Aktienkurs bereits um zwei Prozent. Der Datenklau könnte Sony überdies äußerst teuer zu stehen kommen.

» Die Chronologie der Eregnisse in unserer Timeline zum PSN-Hack

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#1 | 27. Apr 2011, 10:59
Ist das im psn eigentlich obligatorisch die Kreditkarten anzugeben oder macht man das freiwillig?

Freiwillig ist eindeutig logischer aber bin mir gerade recht unsicher
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SonOfOdin
#2 | 27. Apr 2011, 11:13
Gut das ich mich für M$ entschieden habe xD...

Aber schon heftig 75 Millionen geklaute Daten bei 50 Millionen verkauften Geräten... :eek:
Sonys Super GAU, ohne Zweifel..
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#3 | 27. Apr 2011, 11:42
Hätte im Endeffekt jede andere Plattform treffen können. Sony ist ja in diesen Bereichen nicht neu dabei, die wissen schon was die machen bzw. werden alles mögliche tun (man bedenke allein die Verluste durch den Ausfall, negative PR etc.).
Ihr dürft auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um das größte cyberkriminelles Verbrechen in der Geschichte des Internet bzw. sogar der Geschichte der Menscheit handelt. Darüberhinaus ist klar, dass Sony so ein, ich sage mal, schlimmes Statement abgeliefert hat. Die müssen den Teufel an die Wand malen und sich gleichzeitig absichern, obwohl die gesamten Daten von uns natürlich gecryptet sind. Aus diesem Grund mache ich mir um meien Daten eher weniger sorgen. Die folgen daraus machen mir viel mehr bedenken, [B]die jeder[/B], egal welche Plattform, spüren wird.
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SonOfOdin
#4 | 27. Apr 2011, 11:50
Klar hätte das auch M$ oder Nintendo treffen können, ohne Zweifel.
Aber Sony muss, auf gut Deutsch jetzt, den Schlag in die Fresse jetzt verarbeiten..

War das denn nun diese Anonymous Gruppe? Dachte sie wollten dem Nutzer nicht schaden... :rolleyes:

Konsequenz wird sicher sein das PSN wie Xboxlive Gold Kostenpflichtig wird..
Mit dem Argument "Mehr sicherheit muss auch bezahlt werden."
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#5 | 27. Apr 2011, 11:56
Danke liebe Hacker und CFW-Befürworter.......77 Mio. Userdaten geklaut, aber Hauptsache Linux funktioniert wieder.......
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#6 | 27. Apr 2011, 12:02
Mich würde jetzt eigentlich interessieren ob dieser Hack mit der Veröffentlichung von Steam auf PS3 zusammenhängt oder nicht. Wenn ja dann wäre die Fehlerquelle gefunden, ist aber nur eine Vermutung die im Internet rumgeister, also bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege. :D
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paulDS
#7 | 27. Apr 2011, 12:05
Da hat Sony aber auch richtig Scheiße gebaut! Warum wartet man 5 Tage um alle Kunden zu warnen? Dies zeigt aber auch wie leichtsinnig Sony mit unseren Daten umgegangen ist. Hoffe das wird allen Betreibern von solchen Diensten ne Lehre sein.
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#8 | 27. Apr 2011, 12:06
Zitat von SonOfOdin:
War das denn nun diese Anonymous Gruppe?
Nein, Anonymous hat sich von den Angriffen distanziert.

Zitat von SonOfOdin:
Konsequenz wird sicher sein das PSN wie Xboxlive Gold Kostenpflichtig wird..
Mit dem Argument "Mehr sicherheit muss auch bezahlt werden."

Das könnte eine Folge sein, aber ich denke eher, dass wir mit der "Freiheit" bezahlen werden, zum Gunste der Sicherheit.

Bsp. PS3: US-, JP- oder AT-Account werden mit Sicherheit auf die IP-Range limitiert. Und wer weiß, was da noch alles kommt. Mit Sicherheit werden alle Firmen, die in irgendeiner Hinsicht eine Plattform mit persönlichen Daten haben (Mirosoft, Valve, Amazon, Lovefilm etc.), ihre komplette Sicherheitsstruktur überdenken.
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Nohohon
#9 | 27. Apr 2011, 12:14
Ich finde eher SONY baut damit Scheiße dass man seine Zugangsdaten zumindest jetzt gerade nicht mehr ändern kann. Es heißt nur "Aufpassen und die Kreditkartenabrechnung beobachten".

Natürlich bringt das nicht zwingend viel, denn wer die KK-Nummer hat, der hat sie, aber man würde sich evtl. etwas sicherer fühlen damit mit dem Account kein Schabernack mehr getrieben werden kann.
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SonOfOdin
#10 | 27. Apr 2011, 12:16
Zitat von :
Nein, Anonymous hat sich von den Angriffen distanziert.


Also trittbrettfahrer?
Man muss aber sagen das Anonymous den weg für den Aktuellen Angriff gelegt hat.
Sie haben gezeigt wo die Schwachstellen im PSN liegen...
Absicht unterstell ich nicht, aber ganz unschuldig sind sie da auch nicht.

Naja die einen wollen Linux
Die anderen nutzerdaten :rolleyes:
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