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Electronic Arts - »Wir haben schon mehrfach die Grenze überschritten«

Frank Gibeau von Electronic Arts gibt in einem aktuellen Interview zu, dass der Publisher in der Vergangenheit schon mehrfach eine gewisse Grenze bei den Fans überschritten hat.

Von Andre Linken |

Datum: 11.09.2012; 17:31 Uhr


Electronic Arts : Frank Gibeau gibt zu, dass Electronic Arts schon Grenzen überschritten hat. Frank Gibeau gibt zu, dass Electronic Arts schon Grenzen überschritten hat. Nicht alles, was der Publisher Electronic Arts in den vergangenen Jahren in Angriff genommen hat, stieß auf das Verständnis der Spieler. Manchmal hat der Konzern bei den Fans auch eine gewisse Grenze überschritten, nur um kurz darauf wieder zurück zu rudern. Dies gab jetzt Frank Gibeau, der Chef von EA Labels, in einem Interview mit dem Magazin Kotaku zu.

Er stellte in dem Gespräch jedoch klar, dass die Kreativ-Teams bei Electronic Arts keineswegs im Sinn haben, die Kunden über's Ohr zu hauen.

»Wenn man durch die Räume der Kreativ-Teams von EA läuft, gibt es keine Mitarbeiter, die Messer zwischen den Zähnen tragen, sich ein Kopftuch umbinden und über Möglichkeiten nachdenken, wie man die Kunden reinlegen könnte. Sie beginnen ihre Arbeit vielmehr mit der Absicht, etwas großartiges zu machen. Sie wollen eine epische Erfahrung abliefern.«

Des Weiteren erklärte Gibeau, dass Electronic Arts längst nicht alles macht, was möglich wäre, um den Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Hierbei führt er ein Beispiel aus dem Bereich der Mikrotransaktionen an.

»In Asien funktioniert das famos. Doch im Westen ist es gutes Beispiel für etwas, das wir einfach nicht machen. Könnten wir mehr Geld damit verdienen? Ich weiß es nicht. Doch basierend auf dem, was ich von Spielern gehört habe; wenn sie ein Kaliber-50-Scharschützengewehr in Battlefield 3 kaufen können, das die gesamte Balance des Spiels zerstört - nun, das wird nicht passieren.«

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Musou Tensei
#1 | 11. Sep 2012, 19:16
Der Typ redet sehr gerne, kann das sein?
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Uriel1339
#2 | 11. Sep 2012, 19:26
Wahrscheinlich ^^

Vor allem als ich gelesen hab "wenn sie ein Kaliber-50-Scharschützengewehr in Battlefield 3 kaufen können, das die gesamte Balance des Spiels zerstört - nun, das wird nicht passieren.«"

Wenn ich mich recht erinnere gibt es bei BF3 Packs die man sich kaufen kann die alle Waffen für eine Klasse freischaltet... mal davon abgesehen das im Premium Pack für 50€ (mehr als BF3 selbst...) Waffen Freischaltungen ermöglicht die auch gegen nicht Premium und nicht DLC Besitzer benutzbar sind da man auf dem gleichen Server landet (außer man hat gewisse spielmodi / maps nicht)

Ich hab BF3 gezockt und wurd schon oft genug mit Waffen getötet die ich noch nicht mal freischalten könnte wenn ich wollte da ich mir das Back to Karkand Pack für 13€(!) kaufen wollte.

EA zockt ab und bescheißt Leute... Z.B. Wieso ME3 so kritisiert wurde wegen dem Ending, tja EA hat zu Bioware gesagt "Nee das Ending macht Ihr nicht so wie ihr wollt." Und dann kamen die bösen Rezessionen über das Ending und Bioware musste das Extending Cut machen obwohl das, das gewollte Standard von Bioware von Anfang an war, danke EA das Ihr unser Gamer Leben ruiniert (die C&C Reihe habt ihr auch getötet... gute arbeit!)
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Game_Master
#3 | 11. Sep 2012, 21:49
Wow, schon der dritte Kommentar von diesem Kerl innerhalb kürzester Zeit. Hat wohl grad nen Lauf. Ich werde die Kwasselstrippe erstmal ignorieren, bis das nächste EA-Spiel draußen ist, ganauer bis Dragon Age 3. Dann werden wir sehen, ob EA sich aus dem Sumpf ziehen kann, oder ob's wieder eine Halbkatastrophe wird.
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skuzzlebutt
#4 | 11. Sep 2012, 23:35
ich glaub EA versucht durch die vielen intervievs kollerteral schäden unter der spielerschaft zu minimieren,

tatsache ist jedoch das EA es schaft jede noch so geile spielemarke nach und nach in den sand zu setzten, sei es need for speed ,dead space oder dragon age ...
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Leon-1982
#5 | 12. Sep 2012, 09:47
Recht hat er, EA hat definitiv Grenzen überschritten, mir fallen da z.B. die Grenze des hinnehmbaren ein, oder die Grenze zwischen
Addon und Abzocke.

EA Titel kaufe ich eh nur in Ausnahmefällen und solang der bei EA was zu sagen hat, wird das noch seltener sein.

Mir wird einfach übel, wenn ich seine dummdreist verlogene Visage sehen muss.
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sdcc2k12
#6 | 12. Sep 2012, 13:51
Wenn er die Grenze des guten Geschmacks meint, hat er meine volle Zustimmung.
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juicebrother
#7 | 12. Sep 2012, 14:11
Ich kann mich den anderen Kommentatoren hier nur anschliessen (leider); bei mir ist's mittlerweile sogar schon so weit gekommen, dass ich Titeln gegenüber, wo EA draufsteht regelrecht voreingenommen reagiere, mich irgendwie abgestossen fühle und das ohne der Software an sich 'ne faire Chance gegeben zu haben. Am meisten tut's mir natürlich leid für die ganzen aufgekauften Studios, welche nur noch nach der Pfeife von EA arbeiten können und dann langsam aber sicher heruntergewirtschaftet und ausgeblutet werden (die Verunstaltung deren geistigen Eigentums mal aussen vorgelassen). Dass so in den letzten Jahren einige tolle Serien kaputt gegangen sind, wurde ja bereits erwähnt.

Ob jetzt im Bereich der Unterhaltungselektronik oder sonst wo: Firmen geht es im allgemeinen darum, dass potenzielle Kunden ihre Marken mit Qualität, Zuverlässigkeit und allen anderen möglichst positiven Attributen verbinden. EA hat, so scheint es, durch jahrelanges Vera*schen der Fans das genaue Gegenteil erreicht und irgendwo hat man es dann auch nicht mehr anders verdient...

Bob Marley: "You can fool some people sometime, but you can't fool all the people all the time."
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ZKilla
#8 | 12. Sep 2012, 14:18
wenn der typ die mission hatte ea wieder das größte negativ immage der videospiel industrie zu geben: mission erfolgreich...
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dp_germany
#9 | 13. Sep 2012, 23:15
Der teils zerstörerische Weg seitens Electronic Arts, zieht weite Kreise bis in die letzte Jahreshälfte der 90ger Jahre.
Wem es noch nicht bekannt war, dem wird es nun offenbart.

Electronic Arts kaufte Westwood Studios, die sich mit Veröffentlichungen von Spieletiteln teilweise übernommen hatten. Später machten Sie Midway kleiner (Abwerbung von Programmierern, Map Designern, Grafiker und Layouter). Die Command and Conquer Reihe bekam unter der Schirmherrschaft Electronic Arts ein 3D Gewand in der Neuauflage: Generals / Generäle.

Die Dollars flossen und man erwägte dem Spiele-Publisher iD-Software unmoralische Übernahme Angebote zu zusenden, nachdem Stimmen lauter wurden das kaum Geld für die Fertigstellung und Veröffentlichung von Doom 3 vorhanden waren. Einem Gerücht zufolge soll die Finanzspritze jedoch von NVIDIA & Intel gekommen sein um dem Release des Titels nichts im Wege gestanden zu haben. iD-Software äußerte sich wie folgt: "Ehe wir eines dieser Angebote annehmen werden, machen wir lieber dicht. Denn Doom 3 wird die Spielwelt neu ordnen, wenn es erstmal draußen ist, wird es auch gekauft."

In der Zwischenzeit vereinten sich Spielefirmen wie Sierra Software und Interplay um Betheda Software zu gründen. Maxis Software(Sim City, Sid Meyer-Reihe) wurde von Electronic Arts gekauft und die ersten "The Sims" Titel spülten weiterhin Geld in die Kriegskassen des Software-Riesen.
Bioware Entertainment wurde seitens Electronic Arts gegründet um Software-Projekte auszulagern und via (Free-)To-P(l)ay an den Mann zu bringen.
Valve Entertainment(von Wolfen Craft Entertainment; Nicht Valve Studios = Steam)erleuchtete mittels Dead Space die Horror-Shoter Welt. Und Electronic Arts kaufte kurzerhand das Studio. Mittels Dead Space 2(komplette EA Vermarktung) verdunkelte sich der aufflammende Stern.

Meines Erachtens ist EA bei Aufkäufen nur auf Profit aus. Sowohl bei einst erfolgreichen Software-Titeln, die ohne EA zwar nicht sehr groß geworden wären, jedoch besser dran wären ohne Sie. Man hatte über Jahre hinweg nicht nur Spieler hinters Licht geführt, sondern ist noch aktuell dabei (Free-To-Play Reihe, Fifa, Battle Field) und man macht munter weiter, Command and Conquer Generals 2 kommt demnächst, wie sollte es anders sein, "Free-To-Play". Wenn man mittels der Augenwäscherei nicht mehr verdienen würde als mittels Ladenversionen würde Electronic Arts es sicher nicht machen. Die Rechnung für solches Handeln zahlt das Unternehmen jedoch mit solchen Dingen:
- Gecrackte Software Titel
- Abwanderung der Kunden durch vergraulen

Wenn Electronic Arts sich nur mittels Konsolentiteln weiterhin am Markt behaupten kann, dann nur aus der Unwissenheit der Spieler oder weil sie sich weiterhin aus Liebe zu einer bestimmten Serie den neuen Titel zulegen wollen. Vielleicht resümiert es auch aus der Hoffnung herraus, das die Firma sich mal etwas mehr um die Spieler kümmert, anstelle weiterhin dieses destruktive Verhalten an den Tag zu legen, wie es derzeitig Ubisoft und teilweise Blizzard dem Spieleprimus nachäffen.

Hoffentlich lässt EA die Finger weg von Trion die das jünste Projekt "End of Nations" herrausbringen. Ein Spiel wie Command and Conquer hätte online sein können.

SoKa
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