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Spiele & Politik - WoW-Spielerin trotz Schmieren-Kampagne zur Senatorin gewählt

Eine Schmieren-Kampagne gegen eine potentielle US-Senatorin hat den Republikanern des US-Bundesstaates Maine nichts gebracht. Dort erachtet man Colleen Lachowicz trotz ihrer Zuneigung für Online-Rollenspiele anscheinend trotzdem für fähig, einen politischen Posten zu bekleiden.

Von Sebastian Klix |

Datum: 10.11.2012; 14:31 Uhr


Spiele & Politik : Um Colleen Lachowicz wegen ihres Hobbys in ein schlechtes Licht zu rücken, wurden diese Postkarten verschickt und sogar eine eigene Website ins Leben gerufen. Beides hat nichts gebracht. Um Colleen Lachowicz wegen ihres Hobbys in ein schlechtes Licht zu rücken, wurden diese Postkarten verschickt und sogar eine eigene Website ins Leben gerufen. Beides hat nichts gebracht. Vielleicht erinnern Sie sich: Vor ziemlich genau einem Monat berichteten wir über eine Schmieren-Kampagne der Republikaner gegen die Demokratin Colleen Lachowicz. Diese kandidierte damals für einen Posten im Senat des US-Bundesstaates Maine. Grund für die Verunglimpfung war, dass Frau Lachowicz in ihrer Freizeit PC- und Videospielen frönte, etwa dem Online-Rollenspiel World of Warcraft.

»Maine braucht einen Staats-Senator der in der wirklichen Welt und nicht in Colleens Fantasiewelt lebt. [Dies wirft] definitiv einige Fragen bezüglich Lachowiczs Reife und Fähigkeit, für die Menschen im Senatsdistrikt 25 schwerwiegende Entscheidungen zu treffen, auf.«, so die Begründung der Republikaner.

Ob Colleen Lachowicz dazu in der Lage ist oder nicht, kann sie nun unter Beweis stellen. Denn an dieser Stelle können wir ihr (auch wenn sie es wahrscheinlich nie lesen wird) zur erfolgreichen Wahl gratulieren. Lachowicz setzte sich mit 8.666 [!] zu 7.753 Stimmen recht deutlich gegen ihren republikanischen Kontrahenten Tom Martin durch.

Laut Lachowicz wurde ihr zudem von vielen jungen Erstwählern zugetragen, wie erbost diese über die Hetzjagd waren: »Sie sahen es als persönliche Attacke gegen etwas, das heutzutage normal ist: Videospiele zu spielen.«

Dass einige Politiker im 21. Jahrhundert noch nicht ganz mitbekommen haben, dass man mit herablassenden Predigten über Videospiele(r) Millionen von potentiellen Wählern vergraulen kann, ist dabei aber nicht USA-exklusiv. So etwas konnte man auch schon in Deutschland beobachten.

Übrigens: Nach ihrem Sieg postete Lachowicz die »Victory Fanfare« aus Final Fantasy IV via Facebook.

Quelle: mashable.com

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SebastianD
#1 | 10. Nov 2012, 18:26
Amerikanische Wähler sind so dämlich.
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Pyri
#2 | 10. Nov 2012, 18:43
Hat man es in Deutschland wirklich beobachten können, dass nach Kampagnen gegen Games gar Millionen vergrault worden sind?
Ich erinnere mich gerade hier bei IDG eher an Reportagen wo noch abgewogen wurde, ob einem etwa "Killerspiele" wohl so wichtig sind oder auch nur sein können, dass darüber die Wahl einer Partei entscheidet. Und daraufhin wohl eher die "Killerspiele"-spielenden CSU-WählerInnen vorstellig wurden...
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grislischulz
#3 | 13. Nov 2012, 11:19
Zitat von SebastianD:
Amerikanische Wähler sind so dämlich.


Nicht nur Ammis ...

Ich denke das betrifft alle die sich mit dem Thema nicht beschäftigen. Wie die Lämmer glaubt man Nachrichten und Co. ohne selber darüber nachzudenken.
Ich habe eine Arbeitskollegin (40+ Generation) die sich überhaupt nicht damit auskennt aber bei jeder Gelegenheit rumlabert wie Gefährlich die bösen Computerspiele sind. Das Videospiele aber nicht nur aus Ballerspielen bestehen und Shooter einen recht kleinen Teil von spielen ausmachen, das kann man ihr 1000 erzählen, Videospiele sind trotzdem böse.

Aber ich muss auch zugeben mir ist das auch schon so gegangen, erst kürzlich bei der verkündung der Lebensleistungsrente. Erst dachte ich, hey tolle Sache, aber wenn man sich ein wenig beließt stellt man schnell fest das diese Rente fürn Arsch ist. Um sie zu bekommen muss man 40 Jahre lang in die Rentenkasse einzahlen, zusätzlich Privat vorsorgen und für das alles bekommt man dann ganze 15 € mehr im Monat, lächerlich.
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