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Zukunftspläne von Microsoft - Xbox und Windows sollen eins werden

Die Xbox wird zum PC und umgekehrt: Microsoft will sich vom klassischen Konsolen-Model und der klaren Trennung vom PC verabschieden und stattdessen voll auf plattformübergreifende Spiele in Universal App-Form setzen.

Von Nils Raettig |

Datum: 02.03.2016; 12:45 Uhr


Zukunftspläne von Microsoft : Dass die Xbox und Windows-PCs näher zusammenrücken sollen, hat Microsoft bereits bei der ersten großen Windows 10-Vorstellung im Januar 2015 klar gemacht, die Pläne gehen allerdings weiter als bislang angenommen. Dass die Xbox und Windows-PCs näher zusammenrücken sollen, hat Microsoft bereits bei der ersten großen Windows 10-Vorstellung im Januar 2015 klar gemacht, die Pläne gehen allerdings weiter als bislang angenommen.

Bislang waren Mircosofts Xbox-Konsolen und Windows-PCs weitgehend eigenständige Ökosysteme. Wie der Guardian berichtet, hat Xbox-Chef Phil Spencer auf einem Presse-Event in San Francisco in der vergangenen Woche angekündigt, dass sich das in Zukunft drastisch ändern wird. Die beiden Plattformen sollen über die so genannte »Universal Windows Platform« (UWP) vereint werden, gleichzeitig könnte es für die Xbox-Konsole wesentlich häufiger als bisher neue Hardware-Generationen geben.

»Ein komplettes Spiele-Ökosystem für Universal Windows Apps aufzubauen ist unser klarer Fokus.«

So Spencer. Dass der PC und die Xbox sich näherkommen sollen, ist dabei schon länger bekannt und in Teilen auch schon von Microsoft umgesetzt worden, etwa in Form der Xbox App für den PC, die unter anderem das Streamen von Xbox-Spielen auf einen Windows 10-Rechner erlaubt. Bislang mussten Programmierer aber immer noch verschiedene Versionen ihrer Spiele für den PC und die Konsolen oder auch für Mobilgeräte veröffentlichen (beziehungsweise fertige Versionen entsprechend anpassen), und genau das soll sich mit den Universal Windows Apps (UWA) in Zukunft ändern.

PCs können allerdings bekanntermaßen aus völlig unterschiedlichen Komponenten bestehen und sie werden mit der Entwicklung neuer Hardware wie Grafikkarten und Prozessoren potenziell von Jahr zu Jahr immer schneller, während eine Konsolengeneration normalerweise viele Jahre lang auf exakt identische Hardware setzt, deren Nutzung nur softwareseitig optimiert wird. Damit die Xbox dennoch mittel- und langfristig mit dem PC bei der Handhabung von Universal Windows Apps mithalten kann, dürfte eine deutlich schnellere Iteration neuer Konsolen-Generationen unumgänglich sein, wobei gleichzeitig die Kompatibilität zu alten Spielen dank UWAs gewährleistet bleiben soll.

»Wir glauben, wir werden mehr Hardware-Innovationen im Konsolen-Bereich sehen als jemals zuvor. Wir werden innerhalb einer Generation neue Hardware herausbringen und Spiele können dank UWAs sowohl auf den alten als auch auf den neuen Geräten laufen.«

Gleichzeitig betont Spencer, dass der PC dabei eine sehr wichtige Rolle einnimmt – schließlich würden 40 Prozent aller Windows 10-Nutzer auch Spiele spielen. Bislang tun sie das allerdings größtenteils über Spieleplattformen wie Steam, Origin oder Uplay, was im Fall der UWAs nicht mehr möglich sein wird: Ihr Vertrieb soll nach aktuellem Stand ausschließlich über den Windows Store laufen, da sie an dessen Universal Windows Plattform gebunden sind. Wie gut das Spielen darüber funktioniert, haben die Kollegen der GameStar bereits anhand des Beispiels Rise of the Tomb Raider in einem ausführlichen FAQ-Artikel näher beleuchtet - und sind dabei auf einige störende Einschränkungen wie begrenzten Zugriff auf die Spieldateien und erzwungenes V-Sync gestoßen.

Zukunftspläne von Microsoft : Quantum Break wird auf dem PC exklusiv für Windows 10 und den Windows Store erscheinen, die Reaktionen der Spieler darauf waren eher negativ. Quantum Break wird auf dem PC exklusiv für Windows 10 und den Windows Store erscheinen, die Reaktionen der Spieler darauf waren eher negativ.

Hier gelobt Spencer zwar für die Zukunft klar Besserung und erwähnt dabei auch konkret das V-Sync-Problem, ob das aber mögliche Vorbehalte gegenüber dem Windows Store in Anbetracht anderer negativer Beispiel wie der laut Berichten im Internet auf dem PC mehr schlecht als recht laufenden Ultimate Edition von Gears of War aus der Welt schaffen kann, darf bezweifelt werden. Für Xbox-Spieler dürfte dagegen die deutlich drängendere Frage sein, wie häufig die Konsolenhardware sich ändert und vor allem, zu welchem Preis ein Wechsel jeweils möglich sein wird.

Auch für die Entwickler hat das Konzept der UWAs weitreichende Folgen. So können sie ein Spiel einerseits für eine einzige Plattform entwickeln, die auf vielen verschiedenen Endgeräten läuft. Andererseits ist es aber nicht mehr wie bei den bisherigen Xbox-Konsolen möglich, sich darauf verlassen zu können, für exakt identische Hardware zu programmieren. In diesem Punkt wird die Xbox in Zukunft wohl eher an Valves Steam Machines erinnern, die ja ebenfalls aus unterschiedlicher Hardware bestehen können und die mit Steam gleichzeitig primär auf eine zentrale Vertriebsplattform setzen.

Die Entwicklung von Universal Windows Apps stellt Microsoft dabei jedem offen, entsprechende Tools und Anleitungen können über http://dev.microsoft.com ohne Lizenz oder eine explizite Genehmigung heruntergeladen und genutzt werden. Wer seine App allerdings vertreiben will, der muss sich registrieren und den Windows Store mitsamt seinen Nutzungsbestimmungen verwenden.

Das klingt nach einem sehr geschlossenen System, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen kann. So soll es reichen, ein Spiel für ein Gerät wie die Xbox oder den PC zu kaufen – spielen darf man es auf allen Windows Store-kompatiblen Plattformen. Auch gemeinsames Spielen über verschiedene Geräte (»cross-platform«) ist ein denkbarer Pluspunkt, allerdings dürften Microsofts Pläne mit den Universal Windows Apps bei vielen eher unangenehme Erinnerungen an das gescheiterte »Games for Windows«-Programm hervorrufen.

Wann diese Zukunftspläne konkret in die Tat umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt, die ersten exklusiv für den Windows Store reservierten Spiele wie Quantum Break werden aber bereits im Laufe des Jahres erscheinen.

Quelle: The Guardian

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resfast
#1 | 02. Mär 2016, 12:54
war nicht anders zu erwarten.
microsoft bedient mit der x360/x1/windows10 (pc) eine einheitliche hausinterne plattform.

die nächste xbox könnte schon bald erscheinen. AMD APU shrink @ 16 nm bisschen mehr leistung und fertig.
auf grund der x86/64 architektur ja abwärtskompatibel.
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ps4xonewii
#2 | 02. Mär 2016, 13:11
Damit ist die DirectXbox als Set Top PC Box bestaetigt - Als reine Videospiel Konsole gibt nur noch die Konsolen von Sony und Nintendo, wobei noch unklar ist, ob die naechste Nintendo Konsole ueberhaupt eine ''normale'' Konsole wird...

Fuer Xbox Besitzer aendert sich nichts am Spiele Portfolio, da die Spiele Auswahl schon immer PC nah war und wenn Microsoft haeufiger eine neue Xbox Generation auf den Markt wirft muss Microsoft gewaehrleisten, dass die Studios trozdem noch die vorherige Xbox Generation lang genug unterstuetzen, waehrend neue Xbox Besitzer alle Xbox Titel dank Abwaertskompatibilitaet immer spielen koennen aber gleichzeitig grafisch immer der PlayStation etwas voraus ist.

Damit gibt es nun leider keinen richtigen Wettbewerb mehr auf dem Konsolenmarkt...
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Master Chief 1978
#3 | 02. Mär 2016, 13:14
Tja da würde ich mir als Early Adopter der XBO ganz schön auf den Schlips getreten fühlen und mit einem gekonnten FU MS antworten. Auf sowas kann ich getrost verzichten.

Ich spiele ja auf Konsolen weil ich da nicht alle 2 Jahre ne neue Grafikkarte oder mehr Speicher Kaufen muss.
Klar so etwas hat auch Vorteile, die aber für MS größer sind als für den Endverbraucher.

Mit mir jedenfalls nicht! Dann kann ich mir auch nen PC kaufen.
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Kabukichan
#4 | 02. Mär 2016, 13:21
Alles schön und gut und vor allem eine Kampfansage an Steam & Co., aber ich frage mich schon, was es nach diesem Konzept für einen Sinn hat Spiele crosskompatibel für PC und XBox zu machen. Für MS ist das natürlich gut, weil es den Aufwand von Portierungen oder Parallelentwicklungen reduziert, aber für den Kunden ist es doch egal, da er idR jetzt und auch in Zukunft entweder an der Konsole oder am PC spielt. Ich kenne jedenfalls keinen PCler, der ein Spiel auf der Konsole zockt, wenn er das gleiche für die "Masterrace" haben kann.

Und die vielen geplanten Revisionen der One sind zwar gut, wenn es darum geht auf neue Grafikchips, Prozessoren u.ä. schnell zu reagieren, aber es ist eine Sache seinen Rechner regelmäßig nachzurüsten, eine völlig andere alle 1-2 Jahre dafür eine neue Konsole zu kaufen.

Das kann alles zur Eier legenden Wollmilchsau werden, kann aber auch derbe nach hinten losgehen. Wenigstens überlegt man sich etwas, um sich klarer von der Konkurrenz abzugrenzen.
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gigsen
#5 | 02. Mär 2016, 13:34
"e;apple modell"e; wenn man so will..

betriebssystem ist für alle geräte gleich
alle 1-2 jahre kommt neue hardware (xbox 2.0 / 3.0 etc.)
die spiele sind abwärts und aufwärtskompatibel sprich neue spiele lassen sich ..mit grafischen einbußen.. auch auf ner älteren xbox spielen

..hätte den vorteil das man technisch immer relativ auf der höhe ist und so warscheinlich günstiger weg kommt als bei nem "e;ständig aktuellem"e; gaming-pc (zumindest was die hardware angeht..)
wenn man das will!
wer nicht immer die neue xbox kaufen will bleibt bei der alten und muss halt mit kleineren einbußen rechnen..

ein wenig steambox like ..die zukunft der konsolen?
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Sase81
#6 | 02. Mär 2016, 13:40
Schnick Schnack man muss nicht immer auf Teufel komm raus alles Modernisieren ! Dieser Zwang auf jeder Welle mitzureiten geht wohl leider nach hinten los :( und dann dieser/diese Zwang/Freude alles vernetzen zu müssen braucht doch wohl auch nicht wirklich jemand... Meine Xbox ist und bleibt meine LieblingsKonsole, fragt sich leider nur wie lange noch ...
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Companion Cube
#7 | 02. Mär 2016, 13:48
Xbox:
Hat Milliarden gekostet. Klar das war auch ein Einstieg in eine neue Branche, das darf ruhig $$$ kosten. Ist ja okay, dass die erste Generation noch Miese macht. Es wurde ein solides Fundament gesetzt.

Xbox 360:
Welches der Nachfolger auch nutzte. Gut allein RROD hat doch eine Milliarde Dollar (?) gekostet, trotzdem lief es doch vielversprechend. Gleichauf mit Sony; Liebling der Fachforen. RROD hin oder her, hurra! Spätestens der Nachfolger macht alle platt und ordentlich Reibach!

Xbox One:
Hätte nun die Früchte der beiden Vorgänger ernten müssen, stattdessen bricht Microsoft dem armen Ding die Beine und schießt ihm noch in den Kopf.

Jetzt steht man plötzlich wieder am Anfang und muss die Marke neuaufbauen wie damals zu Xbox Zeiten. Lohnt das sich?

Die Xbox Marke ist bald 15 Jahre alt, wie lange soll Microsoft ihr noch Zeit geben? Noch 15 Jahre? Das ist Unterhaltungslektronik, keine Schwerindustrie wo man 50 Jahre im Voraus plant^^

Irgendwann muss man auch mal einen Strich ziehen. Microsoft ist das natürlich völlig klar. Man möchte mit Software Geld verdienen, nicht mit Hardware. Sie werden irgendwann vielleicht sogar anderen Herstellern die Möglichkeit geben "Xbox"-gebrandete PCs herzustellen, wer weiß.
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Kindercountry
#8 | 02. Mär 2016, 13:52
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Conker1
#9 | 02. Mär 2016, 13:54
Falls MS das mit der Leistungssteigernde Hardware für die One hinbekommen sollte wäre das eine Hammer Strategie.Abwärtskompatible XB360 und X1 Games kann man weiterhin Spielen und man hat die Wahl seine Konsole Leistungsfahiger zu machen für künftige Spiele die auf der Aktuellen Gen nicht oder eben mit abstrichen möglich wären.Tolle Nachricht für die One Besitzer wie mich.
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gigsen
#10 | 02. Mär 2016, 14:02
@ companion

es wird garkein strich mehr gezogen.. man haut in kurzen abständen neue xboxen raus ..da muss man nicht mehr 5-7 jahre "e;in die zukunft"e; planen wie du so schön sagst..

das würde die dinger wohl auch ein wenig günstiger machen
damit wäre das grafik gezeter dann endlich auch mal hinfällig ^^ wer bessere grafik will holt sich die neue xbox.. wer nicht will spielt halt auf der älteren..

..würde ich garnicht schlecht finden!

edit:
auch gaanz toll für die umwelt.. ^^ wegwerfgesellschaft hoch10 *ironie
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