Jagdfieber im Test
Von
Bernd Fischer
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Datum:
16.01.2007
In Jagdfieber werden aus Jägern plötzlich Gejagte: Eichhörnchen schlagen mit voller Wucht zurück, Stinktiere werden als Wurfbomben eingesetzt, Kaninchen fungieren als flauschige Ablenkungsmanöver. Und das alles nur, weil die Waldbewohner keine Lust mehr darauf haben, mit einer Schrotflinte vorm Gesicht aufzuwachen. Mittendrin: der verschlafene Bär Boo und sein hyperaktiver Freund, Elch Elliot, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Rebellion gegen die Menschen anzuführen. In der Konsolenumsetzung des computeranimierten Films übernehmt ihr hauptsächlich die Kontrolle über Boo, der durch die 3D-Levels stromert, um Jäger mit aufgerissenem Rachen in die Flucht zu treiben oder diverses Kleinvieh als Wurfgeschosse einzusetzen.
Jagdfieber als reines Jump & Run zu beschreiben, trifft die Sache nicht ganz. Vielmehr handelt es sich um eine liebevolle Minispiel-Sammlung für Kids, bei der abwechslungsreiche Aufgaben an der Tagesordnung stehen. So gilt es zum Beispiel, alle Jäger aus einem bestimmten Gebiet zu vertreiben, einen Wettlauf mit Elliot zu gewinnen, entlaufene Stinktiere heil zu ihrer Familie zurückzubringen oder als entfesselter Schneeball sicher ins Tal zu gelangen. Die einzelnen Aufgaben sind zuckersüß präsentiert, der Kuschelfaktor übersteigt für erwachsene Zocker häufig die Grenzen des Erträglichen. Absolutes Highlight sind die witzigen Animationen: Während sich Elliot immer leicht gehetzt durch die 25 Areale bewegt, trottet Boo als müdes, tatziges Etwas durch die Wälder.