Die Simpsons: Das Spiel im Test
Jede Menge Gelb und trotzdem farblos: Warum den Bewohnern aus Springfield der letzte (Über-)Biss fehlt.
Von
Bernd Fischer
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Datum:
30.10.2007
Machen wir uns nichts vor: die meisten Videospielumsetzungen bekannter Comicserien waren mehr oder weniger ein Fall für die Videospielpolizei, wenn nicht sogar die Tonne. Nun wagt sich Electronic Arts (gerade im Hinblick auf den erfolgreichen Kinofilm) an die übermächtige Simpsons-Lizenz und spendiert den glubschäugigen Gelblingen einen Action-Ableger, der mit einem großen Augenzwinkern so ziemlich alles durch den Kakao zieht, was in der Videospielszene Rang und Namen hat. Und eines vorweg: Der Humor des Spiels ist gerade für Fans der Vorlage eine absolute Wucht.
Friss’ meine Shorts!
Das Spiel schickt euch in insgesamt 16 Missionen, die mehr oder weniger lose aneinander gereiht sind, in eine Mischung aus Action und Geschicklichkeit. Ihr seid immer mit zwei Mitgliedern der Simpsons-Familie unterwegs, auf Knopfdruck wechselt ihr zwischen den beiden Cartoon-Helden hin und her. So geht ihr in einem Level mit Homer und Bart an den Start, während in einer anderen Mission beispielsweise Marge und Lisa auf ihren Einsatz warten. In den Levels lautet eure Aufgabe: Macht alle Gegner platt, hüpft über kleine Plattformen und findet den Ausgang. Zwischendurch werden die beiden Elemente durch kleine Rätseleinlagen aufgelockert.
Die Missionen tragen witzige Namen: »Medal of Homer« zum Beispiel spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in Frankreich, »Neverquest« schickt euch in ein Everquest-ähnliches Fantasy-Reich, während »Grand Theft Scratchy« eine klare Anspielung auf das Aushängeschild von Rockstar Games ist. Je nach Level unterscheiden sich auch die Gegner: Ihr attackiert wütende Franzosen, macht Museumswärter platt oder kümmert euch um Kontrahenten in einem Fresswettbewerb.